Vermisste und gefallene im 2. Weltkrieg

Gefallene und Vermisste des
zweiten Weltkrieges

Gefallene und vermisste Soldaten aus Simmersbach.

Nicht alle vermisst oder gefallen Kriegsteilnehmer wurden auf der Gedenktafel in der Friedhofshalle aufgeführt, da einige vor und in den Kriegsjahren geheiratet hatten und im Geburtsort Ihrer Ehefrauen lebten. Aus diesem Grund sollen auch diese in Simmersbacher geborenen in dieser Aufstellung uns in Erinnerung bleiben.
Die gefallenen und vermissten Soldaten sind nicht nach alphabetischen Reihenfolge der Familiennamen aufgelistet, sondern wurden nach den folgenden Kriterien
• Operationen bzw. Schlachten, Kämpfe
• Todes- bzw. Vermisstendatum
• Todes- bzw. Vermisstenort
Ausgewählt

Auflistung der gefallenen und vermissten mit Angabe des Ortes

Frankreich- oder West-Feldzug
(Frankreich, vom bis 25. Juni 1940, in Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg)

01.) Otto Ciliox (⁕ 10.07 1916) aus Herrn ist am ist am 8. Juni 1940 im Westfeldzug, in Rouvrel, , Frankreich, gefallen. Otto Ciliox ruht auf der Kriegsgräberstätte Bourdon.

Unternehmen „Barbarossa“
(Kampf um Moskau , Russland-Feldzug) 1941,1942)

02.) Ewald Rudolf Dietrich (⁕13.09 19109 aus Hennas erlag am 17. Aug. 19411941 im Feldlazarett 9 Potok, Polen, seinen Verletzungen.
03.) Adolf Wilhelm Wagner (⁕21.11 1923 aus Onnerschmitzgenjusts ist am 13.Sept. 1941 Tscherenowa, nordostwärts Cholm, gefallen.
04.) Karl Wagner (⁕10.09 1916) aus Nahäusersch ist am 02.Okt. 1941 bei Klein Tormenka (Tschernihiw), in Andreevka im Gebiet um Cholm-Schirkowski gefallen.
05.) Otto Geil (⁕30.11 1917) aus Zwaschdasch ist am 03. Okt. 1941 in Krutza, südl Jelnja (Jelnja-Offensive) gefallen
06.) Rudolf Reh (⁕15.10 1910) aus Hessels ist am 11. Okt.1941 in der Kesselschlacht Weselaja-Kalena (Veselaya-Kalina) im Gebiet um Wjasma/Brjanska gefallen
07.) Erwin Reh (⁕15. Sept. 1910) aus Schnairasch erlag am 06.11.1941 auf dem Haupt-Verbands-Platz in Jelygino, bei Twer, an seinen Verwundungen.
08.) Walter Schneider (⁕21.10 1919 aus Schnaidasch ist am 30. Nov. 1941 bei der Kesselschlacht um Smolensk gefallen
09.) Otto Müller (⁕08.11 1909) erlag am 17. Jan.1942 (Owermellasch, Kuhrtz) auf dem Hauptverbandsplatz Galkino seinen Verletzungen.
10.) Heinrich Karl Pfeifer aus Peifasch (⁕18.07 1909) ist am 10. Febr. 1942 in Flischitzy, im Gebiet Witebsk / Smolensk, gefallen.
11.) Heinrich Paul Konrad (⁕03.05 1916) aus Ellsches erlag am 01.März 1942 auf dem H.V.Pl. Sanko 2/26 in Rschew seinen Verletzungen.
12.) Rudolf Michel aus Borngehannams ist am (⁕06.02 1909) ist am 22. Mai1942 im Dorf Semneska, südlich Charkow gefallen
13.) Wilhelm Reh (⁕02.10 1912) aus Krämasch ist am 18. Juni 1942 in Mokrischtshukow, nordwestlich von Wljasma, südwestlich von Sytschewka, gefallen
14.) Karl Roth (⁕23.06 1915) aus Ellsches ist am 11. Aug. 1942 in Goskowa (Rollbahn), Oblast Kaluga, gefallen.

Nordfinnland 1941
(„Eismeerfront“ in Nordfinnland und Russland)

15.) Adolf Reh (⁕20.08 1915) aus Alwatz ist am 27. Juli. 1941 an der „Eismeerfront“ in Nordfinnland gefallen, wurde in der Kriegsgräberstätte Salla beigesetzt.
16.) Karl Arthur Hinn (⁕11.03 1913 aus Schmitts ist am ist am 20. Aug. 1941 an der „Eismeerfront“ in Nordfinnland gefallen, wurde in der Kriegsgräberstätte Salla beigesetzt.
17.) Wilhelm Heinrich Wagner (⁕04.03 1919) aus Onnerschmitzgenjusts ist am 22. Nov. 1941auf der Fischerhalbinsel (UdSSR/Finnland) gefallen, beigesetzt auf dem deutschen Soldatenfriedhof Parkkina/Petschenga, Finnland.

Operation „Blau“
(Sommeroffensive vom 7. Mai bis zum 18. November 1942 in Russland)

18.) Adolf Wilhelm Wagner (⁕09.05 1916) aus Nahäusersch erlag im Lazarett am 15. Sept. 1943 gegen 17 Uhr seinen Verletzungen, wurde am 16. Sept. 1943 in einem Friedhof im Park der Stadt Krymskaja, nicht weit von Noworossijsk entfernt, bestattet. Ist am 22.11.1941 in Krymskaja/Noworossik gefallen ?
19.) Erich August Gustav Kolbe (⁕17.01 1915) aus Primbs wurde am 27. Dez. 1942 verwundet und erlag am 28. Dez. 1942 auf dem H.V.Pl. Lesken, Apscheronsk, seinen Verletzungen.
20.) Franz Ax (⁕22.12 1914), wohnte in der Lindenstraße ( bei Kretz) und ist am 09. Sept. 1942 in Mosdok gefallen.

Afrika Feldzug
(Vom 9. Sept. 1940 bis 13. Mai 1943 in Libyen, Ägypten, Tunesien, das Ende war die Kapitulation in Nordafrika)

21.) Adolf Heinrich Geil (⁕08.03 1916) aus Bäckasch ist am 27. Mai 1942 Afrika

Stalingrad
(Schlacht um Stalingrad begann 1942 und endete 1943)

22.) Heinrich Oskar Wagner (⁕10.08 1922) aus Nahäusersch wird seit dem 08. Jan 1943 in Stalingrad vermisst

Ostfront
(Abwehrkämpfe an der Ostfront – Russland – von 1943 bis 1944)

23.) Alfons Primbs (⁕04.12 1909) aus ist am 28. Jan1943 in Kastornoje / Wyssokoje gefallen
24.) Otto Schmidt (⁕29.09 1919) aus XXXXXX ist am 06.Mai 1943 in Puschkino gefallen und wurde ca. 50 km ostwärts Jarzewo und 5 km südlich der Straße Jarzewo-Wjasma, beigesetzt
25.) Walter Hinn (⁕07.11.1911) aus Schmitts ist am 24. Juli 1943 in Kiselevo / Smolensk gefallen
26.) Rudolf Klein (⁕20.11 1910) aus Reinartz ist am 4. Dez. 1943 westl. Redki und ca. 2km. nordwestlich Orscha, Belarus, gefallen.
27.) Walter Schmidt (⁕04.07 1912) aus XXXXXXX ist am 01. Jan. 1944 im Gebiet um Puschkino gefallen

Dnjepr / Karpaten-Operation
(Offensive der Roten Armee vom 24. Dez. 1943 bis zum 17. April 1944)

28.) Ottmar (Oskar?) A. Grimm (⁕18.04 1909) aus Roth m Ww: wohnte in Baldersch und ist am 05. Nov. 1943 in Krivoi Rog, Nedaj-Wodaä, gefallen.
29.) Reinhard Ciliox (⁕08.06 1906) aus Annsches wird seit dem Jan. 1944 in Jamki, bei Kirowograd vermisst.
30.) Alfried Wagner (⁕20.04 1914 ) aus Kalenz ist am 22. Febr. 1944 in Michailonswa, beim Brückenkopf Nikopol, gefallen, beigesetzt im Ort Wrainka, westlich des Dnjepr.
31.) Alfred Roth (⁕24.01 1907) aus Ellsches ist am 26. Febr. 1944 etwa 10 km nordwestlich Kriwoi Rog gefallen.
32.) Emil Müller (⁕04.10 1911) aus Owermellasch ist am 26. März 1944 auf dem Transport zum motorisierten Feldlager 52, Odessa, verstorben.

Operation Jassy – Kischinew 1944
(Sowjetischer Großangriff in Ostrumänien vom 20. August 1944 bis 29. August 194 in Bessarabiens/Moldawien)

33.) Emil Ciliox (⁕05.09.1913 aus Herrn wird seit Jan. 1944 im Gebiet Kirow-Dorogobush, Yelna, Smolensk vermisst.
34.) Rudolf Müller (⁕27.12 1906) aus Owermellasch, verheiratet nach Hobs wird seit Jan. 1944 im Gebiet Kischinew vermisst.
35.) Artur Karl Reh (⁕23.09 1924) aus Reins wird seit Jan. 1944 in Rumänien vermisst.
36.) Rudolf Karl Wagner (⁕12.08 1919) wird seit 1944 in Nabuzyn, bei Bolgrad, vermisst.
37.) Karl Daul (⁕13.11 1909) wird seit Aug. 1944 im Gebiet um Kischinew vermisst.
38.) Artur Reh (⁕02.10 1918) aus Hobs wird seit dem 20.08.1944 im Gebiet um Kischinew vermisst.

Belgien

39.) Adolf Heinrich Klein (⁕16.03.1894) aus Kleins ist am 9. Febr. 1944 Beverloo, Belgien, an Herzschwäche gestorben.

Italien

40.) Karl Oskar Wagner (⁕26.07 1913) aus Koahl ist am 17. Febr. 1944 in Nettunow, Italien, gefallen

Operation „Bagration“, „Weichsel-Oder“, „Kurland“ 1944-1945
(Eine der größten Offensiven der Roten Armee an der deutsch-sowjetischen Front vom 22. Juni 1944 bis zum Kriegsende 1945)

41.) Heinrich Fritz Weidehaus (⁕17.10 1918) aus Weidehaus ist am 23. Juli 1944 in Zajeczniki, Polen, gefallen.
42.) Adolf Theiß (⁕10.07 1926) aus Schlessaschorems ist am 15. Okt. 1944 in Budzyn, Polen, gefallen.
43.) Alfred Heinrich Geil (⁕10.07 1924) aus Zwaschdasch ist am 30. Okt. 1944 in Itari (bei Bueke/Prukelm), Litauen, gefalllen.
44.) Gustav Robert Geil (⁕04.03 1925) aus Bäckasch ist am 5. Nov. 1944 Rozan am Narew, nahe des Ortes Guty-Luce, Polen, gefallen.
45.) Richard Ciliox (⁕18.02.1912) aus Herrn wird seit 01. Jan.1945 im Gebiet des Warka/Weichsel -Bogen vermisst.
46.) Paul Geil (⁕29.07.1916 ) aus Zwaschdasch wird seit Jan. 1945 im Gebiet um Pulway Ostpolen, vermisst.
47.) Walter Jacobi (⁕17.01.1908) aus Reinartz ist am 01. Feb. 1945 im Warthebruch / Oder gefallen.
48.) Erich Wagner (⁕16.06 1914) aus Nahäusersch ist am 25. März 1945 um 10 Uhr im Feldlazarett.134 in Oxhöft, Polen, gestorben.
49.) Willi Wagner (⁕17.07 1925) aus Nahäusersch ist am 17. Apr. 1945 in Salow, Krs. Lebies gefallen; Beerdigt auf einem Friedhof in Mecklenburg-Vorpommern.
50.) Adolf Karl Molsberger (⁕06.04 1909) aus Geholwigs ist am 26. Juli 1945 im Lazarett Pulaway, Polen, gestorben.

Ungarn 1945

51.) Erich Reh (⁕31.03 1913) aus Neuendorfs ist am 3. Apr. 1945 in Lenti, Ungarn, gefallen.

Gefangenenlager Belgrad

52.) Heinrich Albert Clemens (⁕10.11 1903) aus Raue, ist am 08. Aug.1945 im Gefangenenlager Belgrad gestorben.

Kriegsgefangenen-Lager in der UdSSR

53.) Julius Winterstein (⁕25.03 1904) aus Marburg ist am 27. Apr. 1943 im Gefangenenlager Kokand, Usbekistan, an Fleckfieber gestorben.
54.) Oskar Jacobi (⁕06.10.1910) aus Growe ist am 1. Febr. 1945 Gefangenenlager Kirow gestorben.
55.) Otto Wagner (⁕10.09.1916) aus Nahäusersch ist am 3. Mai1945 im Gefangenenlager Odessa gestorben.
56.) Albert Daul (⁕22.12 1919) aus Orems ist am 22. Apr. 1945 im Gefangenenlager Borisow, gestorben.
57.) Ewald Rein (⁕15.09 1927) aus Reinse ist am 15. Dez. 1945 im Gefangenenlager Ryshkowo gestorben.
58.) Albert Wagner (⁕14.08 1911) aus Rärrasch ist am 20. Aug. 1946 im Gefangenenlager Stalino gestorben.
59.) Helmut Jacobi (⁕29.10.1922) aus Brachthäusersch ist am 25. Okt. 1945 einem unbekannten im Gefangenenlager in Russland gestorben.

Unbekannter Todes- Vermisstendatum, unbekannte Todes- Vermisstenorte

60.) Otto Klein (⁕04.03.1909) aus Kalziewe wird seit Jan.1943 wird seit in einem unbekannten Ort in Russland vermisst.
61.) Herrmann Becker (⁕03.01 1921) aus Beckersch wird seit dem 03.01.1944 in einem unbekannten Ort in Russland vermisst.
62.) Albert Hinn (⁕12.08.1924) aus Schmitz wird seit Lan . Jan. 1945 in einem unbekannten Ort in Russland vermisst.

Frankreich nach 1945 (Kriegsende)

63.) Alfred Reh (⁕29.04 1926) aus Döngesekopps) wurde am 8. Okt. 1946 in der Gemarkung Ammerschweiler tot aufgefunden, er ruht auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Bergheim.
64.) Emil Geil (⁕14.01 1926) aus Zwaschdasch ist am 26. Juli 1947 im französischen Dépôt de Prisonniers de Guerre No. 184 bei SouIac-sur-Mer, nordwestlich von Bordeaux, im Département Gironde in der Region Nouvelle-Aquitaine gestorben, er ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berneuil.

Deutschland 1944, 1945
65.) Gustav Konrad (⁕18.09 1918) aus Pennaschmanns ist am 20. Dez. 194 in Hochkoppel – Burg Untermaubach, Kreis Düren, gefallen.
66.) Rudolf Geil (⁕28.09 1914) aus Zwaschdasch ist am 23. Jan. 1945 bei Bitburg in der Eifel, gefallen.
67.) Richard Geil (⁕26.11 1911) aus Bäckasch, verheiratet nach Kalenz, starb am 22. Apr. 1945 an seinen Verletzungen nach dem Bombenangriff auf Dresden und ruht auf der Kriegsgräberstätte in Hoyerswerda-Bonhoeffer Str.
68.) Herrmann Eduard Reh (⁕23.11.1914) aus Hobs wird seit dem 16. Apr. 1945 im Raum Berlin/Brandenburg vermisst.

Quellen: LAGIS HESSEN, Standesamtliche Geburts,- Heirats- und Sterbenebenregister Nr.
Kirchenbücher (Geburten, Taufen, Hochzeiten, Sterbefälle)
Kirchenbücher
Übersicht der erfassten, eingezogenen, Gefallenen und Vermissten, Martin Dietrich
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Bundesarchiv Berlin
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc.

Der Westfeldzug (Frankreichfeldzug)
(10. Mai bis 25. Juni 1940 in Frankreich, Belgien, Niederlande, Luxemburg)
In Frankreich (Westfeldzug) von 1940 ist

Otto Ciliox (⁕ 10.07 1916) aus Herrn ist am ist am 8. Juni 1940 in Rouvrel, östlich von Ailly sur Noye, Frankreich, gefallen. Otto Ciliox ruht auf der Kriegsgräberstätte Bourdon.

Otto Ciliox


Eltern Heinrich Ciliox IV. (*12.08.1879 †28.03.1947), Sohn von Johannes Ciliox IV. und Elisabetha Ciliox geb. Reh aus Herrn der am 21.06.1908 in Simmersbach Elise Ciliox geb. Klein (*12.08.1879 †28.03.1956), Tochter von Johannes Klein III. (28.09.1848 19.11.1910) und Anna Dorothea Klein geb. Heinzel geheiratet hat.

Sie wohnen in der Ortsstraße 72 in Simmersbach, Hausname „Herrn“ und hatten fünf Kinder.

Ewald Ciliox (*7. Mrz.1909) heiratet im Jan. 1935 Elli Maria Wagner (*13.11.1909), Tochter von Heinrich August Wagner (*06.07.1884) und Luise Wagner geb. Geil (*16.01.1886) aus Langhennas.
Oskar Ciliox (*03.08.1910), verheiratet mit Luise Geil aus Hannlortz.
Richard Ciliox (*18. Febr. 1912), vermisst seit 1945.
Emil Ciliox (*05.09.1913), vermisst seit Juni 1943.
Otto Ciliox (*10.07.1916) ist am 8. Juni 1940 in Rouvrel, einem kleinen Ort 1 km östlich von Ailly sur Noye in Frankreich, als erster Soldat aus Simmersbach im 2. Weltkrieg gefallen.

Gemeinsam verbringen die Gebrüder Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitete im benachbarten Eibelshausen bei Buderus, die Mutter Elise betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Otto Ciliox wird am 10. Juli 1916 als fünftes Kind der Eheleute Heinrich Ciliox IV. und Elise Ciliox geb. Rein in Simmersbach geboren. Er besucht wie alle Simmersbacher Kinder die ortsansässige Volksschule und wird am 19. April 1930 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Heinrich Hartmann (Pfarrer von 1929-1932) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit im April 1930 beginnt er eine Ausbildung zum Bergmann, dem er nach Beendigung seiner Lehrzeit sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst im Nov. 1938 nachgegangen ist.
Seine Gestellungsaufforderung erhält Otto Ciliox am 1. Nov. 1937.

Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA).
Erste Meldung vom 12. Kompanie Infanterie Regiment 57
Letzte Meldung vom 08.06.1940: 12. Kompanie Infanterie-Regiment 57
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ C-215/399]
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ C-215/399]
Gefallen am 08.06.1940 1 km ostwärts Ailly sur Noye
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ C-215/399]

Abschrift:

12. (M.G.) Inf. Regtv57         Im Felde, den 11. 6. 40      Leutnant Braun

Herrn Heinrich Ciliox IV.
Simmersbach (Krs. Biedenkopf)
Ortsstraße 72

In dem Gefecht bei Rouvrel (Frankreich) fiel am 8. 6. 1940 Ihr Sohn, der Gefr. Otto Ciliox in soldatischer Pflichterfüllung, getreu seinem Fahneneide für das Vaterland.
Ich spreche Ihnen, zugleich im Namen seiner Kameraden, meine wärmste Anteilnehme aus. Die Kompanie wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Möge die Gewißheit, daß Ihr Sohn sein Leben für die Große und den Bestand von Volk, Führer und Reich hingegeben hat, Ihnen ein Trost in dem schweren Leid sein, des sie betroffen hat.
Die Beisetzung erfolgte in Rouvrel. Die von ihrem Sohn mitgeführten Gegenstände werden Ihnen durch die Post zugesandt.
Ich grüße Sie in aufrichtigem Mitgefühl
Lauchfeld
Oblt. u. Kp.-Chef

Die Übereinstimmung dieser Abschrift mit der Urschrift bescheinigt Simmersbach, den 3.November 1942

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 8/1940
Der Obergefreite, Bergmann Otto Ciliox, zuletzt , wohnhaft in Simmersbach, ist am 8. Juli 1940 um 13:30 bei in Rouvrel (einem kleinen Ort 1 km östlich von Ailly sur Noye) gefallen gestorben.
Der Verstorbene war geboren am 10. Juli 1916 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 7/1916)
Vater: Heinrich Ciliox IV. Landwirt, wohnhaft in Simmersbach Ortsstraße 72
Mutter: Elise Ciliox geborene Klein, wohnhaft in Simmersbach Ortsstraße 72
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene vom 16. Juli 1940
Standesamt und Nr. der Geburtsunterlagen des Verstorbenen sowie die Name und Herkunft der Mutter sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen.
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Kopfschuss
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 12. Kompanie Infanterie Regiment 57
Letzte Meldung vom 08.06.1940: 12. Kompanie Infanterie-Regiment 57
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ C-215/399]
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ C-215/399]
Gefallen Otto Ciliox ist am 8. Juni 1940 in Ailly sur Noye, Frankreich, in Rouvrel, einem kleinen Ort 1 km östlich von Ailly sur Noye, Frankreich, als erster Soldat aus Simmersbach im 2. Weltkrieg gefallen.
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ C-215/399]

Quellen: LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Geburtsnebenregister Nr. 5 / 1909, 8 / 1910, 2 / 1912, 13 / 1913 und 7 / 1916,
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1908
Sterbenebenregister 8 / 1940 und 4 / 1947
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Marianne Hast

 

Unternehmen „Barbarossa“

Während des Unternehmens „Barbarossa“ (Kampf um Moskau , Russland-Feldzug) sind 1941,1942

Ewald Rudolf Dietrich (⁕13.09 19109 aus Hennas ist am 17. Aug. 1941 im Feldlazarett Potok, Polen, gestorben.
Adolf Wilhelm Wagner (⁕21.11 1923) aus Onnerschmitzgenjusts ist am 13.Sept. 1941 in Tscherenowa gefallen
Karl Wagner (⁕10.09 1916) aus Nahäusersch ist am 02.Okt. 1941 bei Andreevka, (Klein Tormenka, Tschernihiw) gefallen.
Otto Geil (⁕30.11 1917) aus Zwaschdasch ist am 03. Okt. 1941 in Krutza, südl Jelnja, gefallen
Rudolf Reh (⁕15.10 1910) aus Hessels ist am 11. Okt.1941 in der Kesselschlacht Weselaja-Kalena gefallen.
Erwin Reh (⁕15. Sept. 1910) aus Schnairasch ist am 06.11.1941 auf dem Haupt-Verbands-Platz in Jelygino gestorben.
Walter Schneider (⁕21.10 1919) aus Schnaidasch ist am 30. Nov. 1941 bei Smolensk gefallen
Otto Müller (⁕08.11 1909) aus Kuhrtz ist am 17. Jan.1942 auf dem Hauptverbandsplatz Galkino gestorben.
Heinrich Karl Pfeifer (⁕18.07 1909)aus Peifasch ist am 10. Febr. 1942 in Flischitzy, im Gebiet Witebsk / Smolensk, gefallen.
Heinrich Paul Konrad (⁕03.05 1916) aus Ellsches ist am 01.März 1942 auf dem H.V.Pl. Sanko 2/26 in Rschew gestorben.
Rudolf Michel aus Borngehannams ist am (⁕06.02 1909) ist am 22. Mai1942 im Dorf Semneska, südlich Charkow, gefallen
Wilhelm Reh (⁕02.10 1912) aus Krämasch ist am 18. Juni 1942 in Mokrischtshukow, nordwestlich von Wljasma, südwestlich von Sytschewka, gefallen
Karl Roth (⁕23.06 1915) aus Ellsches ist am 11. Aug. 1942 in Goskowa (Rollbahn) gefallen.

 

Ewald Rudolf Dietrich

Eltern August Wilhelm Dietrich (⁕13.7.1872 †23.05.1937), Sohn von Johann Jost Dietrich und Elisabetha Dietrich geb. Scholl aus Mandeln der am 22.04.1900 in Simmersbach Katharina Seibel (⁕13.7.1876 †14.02.1941), Tochter Johann Jacob Seibel und Elisabetha geb. Seibel geb. Theiß in Simmersbach geheiratet hat.

Sie wohnen im Mittelweg 1 in Simmersbach, Hausname „Hennas“ und hatten fünf Kinder.

Ferdinand August Dietrich (*06.01.1901) heiratet Karoline Clemens und baut 1931 im Immenweg, Hausname, „Dietrichs“
Karl Gustav Dietrich (*07.03.1903) heiratet Martha Luise Hartmann aus Steinbrücken und baut in der Baumgartenstraße, Hausname „Karles“
Heinrich Wilhelm Dietrich (*22.08.1906 †19.01.1909) wird nur drei Jahre alt.
Ewald Rudolf Dietrich (*13.09.1910) ist am 17. Aug. 1941 in Potok verstorben.
Willi Dietrich (*16.09.1913) heiratet Bertha Beck aus Luwiggs, Tochter des Bürgermeisters Heinrich Beck (*09.02.1869–†27.03.1945) und Karoline Dintelmann (*22.06.1873-†30. Jul.1941), er wohnt mit seiner Frau in der Altstraße, Hausname „Clämels“

Gemeinsam mit seinen Geschwistern verbringt er seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Schleifer, arbeitete im benachbarten Eibelshausen bei Buderus, die Mutter Katharina betreibt neben dem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Ewald Rudolf Dietrich aus Hennas wird am 13. Sept. 1910 als viertes Kind der Eheleute August Wilhelm Dietrich und Katharina Seibel in Simmersbach geboren.
Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 13. April 1924 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Schlossers, dem er nach Beendigung seiner Lehrzeit sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst nachgeht.
Er zieht ist vor Kriegsbeginn aus seinem Elternhaus zu seinem Bruder Karl in das neu gebaute Haus, „Karles“, in die Baumgartenstraße mit ein.
Einberufen am 6. Mai 1940
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA) zu.
Erste Meldung vom 01.06.1940, 1. Schützen-Ersatz-Kompanie 116, Magdeburg
[Bundesarchivsignatur B 563/62101, Seite 163]
Letzte Meldung vom 17.08.1941: 3. Kompanie Infanterie-Regiment 116
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/D-916/226]
Letzter Dienstgrad Gefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/D-916/226]
Verstorben am 17.08.1941 Feldlazarett 9 Potok
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/D-916/226]

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 11/1941

Der Gefreite, Schlosser Ewald Rudolf Dietrich, zuletzt , wohnhaft in Simmersbach, ist am 17. August 1941 um 10 Uhr 45 Minuten in Potok, östlicher Kriegsschauplatz gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 13. September 1913 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach 10/1913)
Vater: Wilhelm August Dietrich, wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Katharina Dietrich geborenen Seibel, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene in Berlin
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen

Rudolf Wagner schreibt ein Kriegstagebuch:
Quelle: soemmaschbuch.de/2021/01/11/kriegstagebuch-von-rudolf-wagner

Ewald Rudolf Dietrich starb am 17. Aug. 1941 im Feldlazarett 9 Potok, ein Ort der polnischen Gemeinde Przewóz im Powiat Żarski (Sorau), Woiwodschaft Lebus.
Er konnte bisher im Rahmen derer Umbettungsarbeiten noch nicht geborgen werden. Die vorgesehene Überführung zum Sammelfriedhof in Kiew war nicht möglich. Sein Name wird im Gedenkbuch des Friedhofes verzeichnet. Die Namen der Gefallenen wurden auf stehenden Granatsteinen für die Nachwelt festgehalten und an verschiedenen Plätzen – den jeweiligen Gräberblöcken zugeordnet – aufgestellt.

Quellen: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.)
LAGIS HESSEN, Standesamtliche Geburts,- Heirats- und Sterbenebenregister Nr.
Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach, Hiratsnebennebenregister Nr.2 / 1900,
Geburtsnebenregister Nr. / 10/1913
Heiratsnebenregister Nr.11 / 1941
Sterbenebenregister Nr. 3/ 1909, 11/ 1941
Bundesarchiv Berlin
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Martin Dietrich
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

 

 

Adolf Wilhelm Wagner


Eltern Heinrich Wagner IV. (*07. Dez. 1879 6. August 1948), Sohn von Jakob Wagner und Katharina Wagner, geb. Wagner der am 22. Oktober 1911 in Simmersbach Elise Fuchs (*17.12.1884 † 08.10.1949), Tochter von Adam Fuchs (*23.01.1853) und Elisabetha Fuchs geb. Theiß (*02.03.1852) aus Schreinasch geheiratet hat.

Sie wohnen in der Hauptstraße 31 in Simmersbach, Hausname „Onnerschmitzgenjusts“ und hatten fünf Kinder

Elise Therese Wagner (*25.07.1912 †Juni 1998)
Gustav Heinrich Wagner (*22.12.1913 – †01.05.1994), verheiratet mit Marie Müller aus Owermellasch
Adolf Wilhelm Wagner (*09.05.1916), ist am 06.10.941 bei Tscherenowa gefallen
Wilhelm Heinrich Wagner (*1919 – † 1941), ist am 22.11.1941 in Nordfinnland gefallen
Erwin Heinrich Wagner (*25 März 1923 †25 Juli 1997)

Die Geschwistern verbringen Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitet bei Buderus im benachbarten Eibelshausen, die Mutter Elise betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Adolf Wilhelm Wagner wird am 9. Mai 1916 als drittes Kind der Eheleute Heinrich Wagner IV. und Elise Fuchs in Simmersbach geboren.
Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 19. April 1930 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Heinrich Hartmann (Pfarrer von 1929-1932) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf eines Ziegeleiarbeiters, den er sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst ausübt.

Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA) zu.
Erste Meldung vom September1939: 12. Kompanie Infanterie-Regiment 116
[Bundesarchivsignatur B 563/73449, Seite5]
Letzte Meldung vom 06.10.1941: 8. Kompanie Infanterie-Regiment 428
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ W-1332/153]
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ W-1332/153]
Gefallen am 06.10.1941 bei Tschemenow, nordostwärts Cholm
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ W-1332/153]

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 6/1942

Simmersbach, den 31. Juli 1042
Der Obergefreite Adolf Wagner, wohnhaft in Simmersbach Nr. 70, ist am 6. Oktober 1941, Todesstunde unbekannt bei Tscherenowa, östlicher Kriegsschauplatz gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 3. Mai 1916 in Simmersbach.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene am 2. April 1942 in Berlin.
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen

Auf Grund standesamtlicher Ermittlungen wird der Eintrag ergänzt:

Vorname: Adolf Wilhelm, Religion: evangelisch, Geburtstag: 9. Mai 1916 Standesamt: Simmersbach 9/1916
Vater: ,Heinrich Wagner, Former, wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Elise Wagner geborene Fuchs, wohnhaft in Simmersbach
Der Standesbeamte Reh

Am 8.April 1941 teilte der Kompanieführer, Leutnant Vogel, seinem Vater Heinrich Wagner IV: in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Oberfreite Adolf Wilhelm Wagner, am 6. Oktober 1941 gefallen ist.

Sehr geehrter Herr Wagner !
Als Kompanieführer Ihres Sohnes Adolf Wagner obliegt es mir, Ihnen die Nachricht vom Heldentod Ihres Sohnes zu übermitteln. Ihr Sohn fiel am 6.10.41 gegen 16 Uhr bei einem Feindüberfall bei Tscherenowa, am Oberlauf der Dnjepr, etwa 100 km nordostwärts Smolensk. Der Russe machte an diesem Tage einen verzweifelten Versuch, den Kessel zu sprengen und brach überraschend in unsere Linie ein, wo er aber wieder herausgeworfen wurde. Bei diesem zähen Abwehrkampf zeichnete sich Ihr Sohn durch besonders tapferes Verhalten aus und fand. dabei einen raschen Tod durch ein feindliches Geschoß hat nicht gelitten, sondern wurde durch die gütige Hand Gottes schmerzlos ins Jenseits heimgeholt. Dies mag uns allen, besonders Ihnen, den verehrten Angehörigen, ein Trost sein. Wir sind alle stolz auf unseren lieben Kameraden und werden sein Andenken hochhalten.
In aufrichtiger Teilnahme verbleibe ich Ihnen mit deutschem Gruß
Ihr Vogel, Lt.
Für die Richtigkeit der vorstehenden Abschrift:
Simmersbach den 22.Dezember 1941

Adolf Wilhelm Wagner ist am 6. Okt. 1941 im „östlichen Kriegsschauplatz“, in Tscherenowa, am Oberlauf der Dnepr, etwa 100 km nordostwärts Smolensk, bei der Schlacht um Moskau, dem Unternehmen „Barbarossa“, gefallen.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt. Der Volksbund bemüht sich auf Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Adolf Wilhelm Wagner zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben.

Quellen: LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach

Geburtsnebenregister-Nr. 15 / 1912, 24 / 1913, 6 / 1916, 4 / 1919 und 8 / 1923
Heiratsnebenregister-Nr. 6 / 1911
Sterbenebenregister 6 / 1942, 1 / 1943, 5 / 1943, 6 / 1949, 9 / 1949
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Margit Saalbach
Familienstammbuch und Familienbibel Wagner

 

 

Karl Wagner

Eltern Karl Wagner (⁕28.3.1899), Sohn von Heinrich Wagner I. (⁕08.02.1866 †26.05.1894) und Anna Margarethe Wagner geb. Rein der am 26.11.1913 in Simmersbach Alwine Konrad (⁕10.12.1893 †09.04.1956), die Tochter von Katharina Konrad geheiratet hat

Zunächst etwas zur Geschichte des Hauses „Nahäusersch“
Als am 06. Mai 1894 das neuerbaute Wohnhaus von Heinrich Wagner I. und Margarethe geb. Rein aufgeschlagen wurde, starb Heinrich Wagner I. 12 Tage später an Typhus und hinterließ Margarethe Wagner drei unmündige Kinder, Karl 4 Jahre, Heinrich 2 Jahre und Adolf 1 Jahr, allein zurück.

Sie wohnen an der Winkelstraße 5 („Hommelecke“) in Simmersbach, Hausname „Nahäusersch“ und hatten zwölf Kinder
Erich Wagner (*16.06.1914) ist am 25.03 1945 im Feldlaz.134 in Oxhöft gefallen.
Karl Wagner (*10.09. 1916), (Zwillingsbruder von Otto) Ist am 02. Okt.1941 bei Andreevka in Russland. gefallen.
Otto Wagner (*10.09.1916), (Zwillingsbruder von Karl) ist am 3. Mai 1945 in einem russischen Kriegsgefangenlager in Odessa (UdSSR) gestorben.
Erna Wagner (*15.01.1921) heiratet Karl Ewald Geil aus Bäckasch.
Heinrich Oskar Wagner (*18.08.1922) ist seit dem 8. Jan. 1943 in Stalingrad vermisst.
Adolf Wilhelm Wagner (*21.11.1923), ist am 12. Sept. 1941 bei Noworossijsk gefallen.
Willi Wagner (*17.07.1925) wird seit April 1945 bei Salow, Krs. Lebies vermisst.
Dora Wagner (*15.02.1928 †12.05.2012) war bis zur Eingemeindung Simmersbach nach Eschenburg Sekretärin des Bürgermeisters. Sie heiratet Walter Becker Letmathe.
Anna Wagner (*15.02.1928 †08.10.1928), Zwillingsschwester von Dora, ist mit 7 Monaten gestorben
Emmi Wagner (*29.06.1929) heiratet Karl Wagner aus Wachnasch in der Lindenstraße („Dreckweg“)
Kurt Wagner (*31.12.1931) heiratet Erika Klein aus Annsches
Hilde Wagner (*31.12.1931 †19.01.2002) heiratet Arthur Roth aus Zjusts.

Gemeinsam verbringen die Geschwistern Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater arbeitet als Wegewärter, die Mutter Alwine betreibt neben dem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Karl Wagner, Zwillingsbruder von Otto Wagner, wird am 10. September 1916 als zweites Kind der Eheleute Karl Wagner II. und Alwine Wagner geb. Konrad in Simmersbach geboren.
Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 13. April 1930 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Richard Rumpf (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Lehre als Former und arbeitet bis zu seiner Einberufung als Former bei Buderus in Eibelshausen.

Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 26. 08.1938, Regiment Nachrichten-Zug Infanterie-Regiment 36
[Bundesarchivsignatur B 563/71036, Seite 3]
Letzte Meldung vom 02.10.1941, Stabskompanie Infanterie-Regiment 427
[Bundesarchivsignatur B 563/82120, Seite 28]
Letzter Dienstgrad Unteroffizier
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1342 / 177]
Gefallen 02.10.1941 bei Klein Tormenka
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1342 / 177]

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 5/1942
Simmersbach, den 15. Dezember 1942
Der Unteroffizier Karl Wagner, wohnhaft in Simmersbach, ist am 2. Oktober 1941, Todesstunde unbekannt, in bei Tormenka gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 10. September1916 in Simmersbach.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene in Berlin. Beruf, Religion, das Geburtsstandesamt, dem Familienstand, Personalien der Eltern Mutter sowie die Geburtsunterlagen des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh

Todesursache: Gefallen

Auf Grund Standesamtlicher Ermittlungen wird der Eintrag ergänzt:
Beruf: Former, Religion: Evangelisch, Standesamt Simmersbach Nr. 10/1916
Vater: Karl Wagner II. Wegewärter, wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Alwine Wagner geborene Konrad, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet
Beruf, Religion, das Geburtsstandesamt und No., dem Familienstand, Personalien der Eltern Mutter sowie die Geburtsunterlagen des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Simmersbach den 15. März 1942, Der Standesbeamte Reh

Am .3. Oktober 1941 teilte der Kompaniechef, Oberleutnant Heinz, Joub, seinem Vater Karl Wagner II. in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Unteroffizier Karl Wagner am 2. Oktober gefallen ist.
Ret.-Stabskompanie im Felde, den 3.10.1941.     gez. Joubz, Oblt. u. Komp. Chef.

Sehr geehrter Herr Wagner !
Zu meinem großen Bedauern muß ich die traurige Pflicht erfüllen, Ihnen anzuzeigen, daß Ihr Sohn Karl bei der Durchbruchsschlacht der Gruppe Mitte gestern, am 2. Oktober den Heldentod für Führer und Vaterland gefunden hat.
Ich spreche Ihnen und allen Angehörigen, zugleich im Namen seiner Kameraden mein tiefes Mitgefühl aus.
Ihr Sohn war ein leuchtendes Vorbild als Kämpfer, ein beliebter Vorgesetzter und guter Kamerad.
Möge die Gewißheit, daß Ihr Sohn sein Leben für die Größe und den Bestand von Volk, Führer und Vaterland Deutschland hingegeben hat, ihnen ein Trost in dem schweren Leid sein, das Sie betroffen hat.
Die Kompanie wird Ihrem Sohne stets ein ehrendes Andenken bewahren.
In aufrichtigem Mitgefühl bin ich Ihr ergebener
Heinz Joubz
Oblt. u. Komp. Chef.

Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt. Der Volksbund bemüht sich auf Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Karl Wagner zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben.

Quellen: LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 8 / 1914, 12 / 1916, 13 / 1916, 2 / 1921, 12 / 1922, 17 / 1923, 8 / 1925, 3 / 1928, 4 / 1928, 7 / 1929, 5 / 1931, 6 / 1931
Heiratsnebenregister Nr. 7 / 1913
Sterbenebenregister Nr.5 / 1942, 5 / 1943, 7 / 1946
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Kriegstagebuch des OKW, Percy E. Schramm Band 1- 8, Teilband 1-2
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Klaus-Dieter Wagner
Dorfleben Buchenau e.V., Thomas Platt

 

 

Otto Geil

Eltern Wilhelm Geil (*26.02.1885 †06.07.1943), Sohn von Heinrich Geil I. (*1854) und Elisabetha Geil geb. Müller der am 28.04.1912 Margarethe Rein (*19.02.1886 †02.05.1921), Tochter von Johannes Rein IV. (1857) und Anna Margarethe Rein geb. Geil in Simmersbach geheiratet hat.

Sie wohnen in der Altstraße 9 in Simmersbach 9 („Gasse“), Hausname „Zwaschdasch“ und hatten aus erster Ehe vier Kinder

Ewald Geil (*08.11.1913 †03.05.1988) heiratet am 1937 Ottilie Kunz aus Eibelshausen, er hat als einziger der sechs Gebrüder den zweiten Weltkrieg überlebt.
Rudolf Geil (*28.09 1914) er ist kurz vor Kriegsende, am 23. Jan. 1945, bei Bitburg in der Eifel gefallen.
Paul Geil (*29.07.1916) heiratet Elisabeth Engel aus Ernsthausen und wohnte nach seiner Hochzeit in Ernsthausen, er wird seit Jan.1945 im Raum Warka, Polen, vermisst.
Otto Geil (*30.11 1917) ist am 3. Okt. 1941 im Feldlazarett 176 (mot) Krutzen gestorben.
Nach dem frühen Tod seiner Frau Margarethe heiratet Wilhelm Geil am 23.12.1922 in 2. Ehe Die Hebamme Anna Rein (*29.1.1895), Tochter von Jacob Rein VIII. und Elisabetha Rein geb. Wagner und hatten in zweiter Ehe zwei Kinder.
Sie wohnen ebenfalls in der Altstraße 9 in Simmersbach („Gasse“), Hausname „Zwaschdasch“ und hatten aus der zweiten Ehe zwei Kinder.
Alfred Heinrich Geil (*10.07 1924) ist am 30. Okt. 1944 in Itari, Süd-Lettland gefallen.
Emil Geil (*14.01.1926) ist am 26. Juli 1947 in französischer Gefangenschaft gestorben.
Gemeinsam verbringen die Geschwistern Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitete bei Buderus im benachbarten Eibelshausen, die Mütter Margarethe (aus 1. Ehe) und Anna (aus 2. Ehe) betreiben neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Otto Geil wird am 30.11 1917 als viertes Kind der Eheleute Kind der Eheleute Wilhelm Geil und Margarethe Rein in Simmersbach geboren und besucht wie alle Simmersbacher Kinder die ortsansässige Volksschule. Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Schleifers geht diesem Beruf nach Beendigung seiner Lehre sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst 1938 nach.
Einberufung zum Wehrdienst 15. Okt.1938
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
Am 4. Oktober 1941 bescheinigte der Oberstabsarzt und Führer des Feldlazaretts 178 (mot), seinem Vater Wilhelm Geil, daß sein Sohn, der Obergefreite Otto Geil, am 3.10.1941 gefallen ist.

Feldlazarett 178 mot OJU, den 4.10.1941     
Todesbescheinigung
Der Obergefreite Otto Geil, 2./B.B. Abtlg. 20 ist am 3. 10.1941 im Feldlazarett 178 (mot) in Krutzen, etwa 35 km südlich Jelnja (Russland) gestorben.
Todesursache: Granatsplitter Verwundung re. Kiefer
Oberstabsarzt und Führer des Feldlazaretts

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 4/1942
Simmersbach, den 20. Februar 1942
Der Obergefreite, Schleifer Otto Geil, wohnhaft in Simmersbach, Altstraße 9, ist am 3. Oktober 1941 um 18 Uhr bei Stary Sslowenß gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 30. November 1917 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. )
Vater: Wilhelm Geil, Landwirt, wohnhaft in Simmersbach Altstraße 9
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene in Berlin
Simmersbach, den 20. Februar 1942,   Der Standesbeamte Reh

Todesursache: Gefallen
Auf Grund standesamtlicher Ermittlungen wird der Eintrag ergänzt:
Religion: evangelisch
Mutter: Margarethe Geil, geborene Rein, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Die Abstimmung mit dem Erstbuch wird bescheinigt:
Simmersbach, den 20. Februar 1942, Der Standesbeamte Reh
Otto Geil wurde während der sowjetischen Jelnja-Offensive (Unternehmen „Barbarossa“) am 3. Oktober 1941, so schwer verwundet, daß er noch am selben Tag im Feldlazarett 176 (mot) in Krutza, etwa 35 km südlich Jelnja an den Folgen seiner schweren Verwundung gestorben ist.
 den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt.

Quellen: LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister 13 / 1913, 14 / 1914, 10 / 1916, 1 / 1926
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1912, 5 / 1922
Heiratsnebenregister des Standesamtes Ernsthausen Nr. 4 / 1940
Sterbenebenregister Nr. 4 / 1942, 9 / 1946, 1/1948
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Kerstin Roth

 

 

Rudolf Reh

Eltern waren die Eheleute Ferdinand Reh (*01.07.1878), Sohn von Johannes Reh IV. (*1864) und Maria Elisabetha Reh, geb. Ciliox der am 20.10.1907 in Simmersbach Elisabetha Klein (31.08.1884 †08.06.1953), Tochter von Adam Klein III. (*1849) und Katharina Klein geb. Michel geheiratet hat.

Sie wohnen in der Lindenstraße („Dreckweg“) in Simmersbach, Hausname „Hessels“ und hatten drei Kinder
Rudolf Reh (*15.10.1910, ist am 11.10.1941 in Weselaja gefallen.
Marie Reh (*29.10.1911)
Anna Reh (*12.08.1913)
Gemeinsam mit seinen Geschwistern verbringt er seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitete im benachbarten Eibelshausen bei Buderus, die Mutter Elisabetha betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen

Rudolf Reh wird am 15. Okt. 1910 als erstes Kind der Eheleute Ferdinand Reh und Katharina Reh geb. in Simmersbach geboren. Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 5. April 1925 (Palmsonntag) in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Friseurs den er sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst nachgegangenen ist.

Seine Einberufung in den Wehrdienst erfolgte am 26. Aug. 1939
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 05.10.1939 Horstkompanie E-Bracht
[Bundesarchivsignatur B 563/3717, Seite 11]
Letzte Meldung vom 11.10.1941 Bäckerei-Kolonne Luft-Nachrichten-Kolonnen-Abteilung 11/100 (motorisiert)
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/R-1256/079]
Letzter Dienstgrad Sanitätsunteroffizier
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/R-1256/079]
Gefallen am 11. Okt. 1941 bei den Kämpfen um Wjasma und Brjanska in Weselaja-Kalena
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/R-1256/079]

Am 20. Oktober 1941 teilte der Einheitsführer, Hauptmann Dehmel, seiner Mutter Elisabetha Reh geb. Klein in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Sohn, der Sanitätsunteroffizier Rudolf Reh am 11. Oktober 1941 gefallen ist.
Dienststelle der Feldpost Nr. 1119134 0.U. den 20.IX.41.   Lgpa Posen (Lgpa steht für Luftgau-Postamt Posen).
Sehr geehrte Frau Reh !
Es ist mir und der ganzen Kolonne sehr schmerzlich, Ihnen mitteilen zu müssen, daß Ihr Sohn Rudolf im Gefecht in Weselaja Kalena um 11.10.41 in soldatischer Pflichterfüllung für das Vaterland gefallen ist. Wir haben Ihn mit noch anderen Kameraden in dem Dorf Weselaja – Kalena, das auf dem Wege von Cluchow nach Sewsk liegt, beigesetzt.
Arbeitseifer und Pflichttreue zeichneten ihn schon zu Lebzeiten besonders aus, auch im Gefecht blieb er diesen Tugenden treu.
Einem Verwundeten Hilfe leistend, traf ihn die tödliche Kugel. Seien Sie, verehrte Frau Reh, der aufrichtigen Anteilname unser aller verssichert. Auch wir werden unseren Kameraden Reh immer vermissen und sein Andenken stets in Ehren Halten.
Das Eigentum Ihres Sohnes werden wir nach Feststellung Ihnen zusenden, jedoch dürfte darüber noch einige Zeit vergehen. Gleichfalls wird Ihnen ein Fotoabzug der Ruhestätte unseres Kameraden zugehen.
Möge Ihnen der Herrgott die Kraft verleihen, diesen so schmerzlichen Verlust zu tragen.
Ich grüße Sie im aufrichtigen Mitgefühl
gezeichnet Dehmel
Hauptmann und Einheitsführer.

Die Übereinstimmung der vorstehenden Abschrift mit dem Originalschreiben bescheinigt,
Simmersbach, den 26.November 1941.

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 3/1942
Simmersbach, den 15. Februar 1942
Der Sanitäts-Unteroffizier Rudolf Reh, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 11. Oktober 1941, Todesstunde unbekannt in Weselaja-Kalena gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 15. Oktober 1910 in Simmersbach.
Auf Grund standesamtlicher Ermittlungen wird der Eintrag ergänzt:
Beruf. Friseur,
Religion: evangelisch,
(Standesamt Simmersbach Nr.00/19 )
Vater: Ferdinand Reh, Former, zuletz wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Elisabeth Reh, geborene Klein, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet mit.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene in Berlin
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen
Rudolf Reh ist am 11. Okt. 1941 in Weselaja-Kalena, bei den Kämpfen um Wjasma und Brjanska, Unternehmen „Barbarossa“, gefallen.
Nach Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Dalnizky (Russland). Der Volksbund bemüht sich auf Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Rudolf Reh zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätten zu geben. Sein Name sowie die persönlichen Daten sind in einem Gedenkbuch verzeichnet.

Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr.//r. 12 / 1910, 18 / 1911, 10 / 1913
Heiratsnebenregister Nr. 5 / 1907,
Sterbenebenregister Nr. 3 / 1942

 

 

Erwin Reh

Eltern Heinrich Reh V. (*11.3.1873 †10.12.1922), Sohn von Heinrich Reh III. und Anna Margarethe Reh geb. Klein der am 11.11.1894 in Simmersbach Katharina Clemens (9.11.1864), Tochter von Heinrich Clemens IV. und Katharina Clemens geb. Geil geheiratet hat.

Sie wohnen in der Lindenstraße („Dreckweg“) in Simmersbach, Hausname „Schnairasch“ und hatten zehn Kinder
Gretchen Reh (*14.12.1895)
Herrmann Reh (*13.5.1897)
Otto Reh (*6.8.1899)
Toni Reh (*06.04.1901)
Berta Reh (*01.01.1904)
Karl Reh (*19.03.1905) ist am 15. Dez.1910 gestorben und wurde nur 5 Jahre alt.
Reinhard Reh (*25.01.1907)
Heinrich Reh (*25.01.1909), ist am 31. Jan. 1956 auf der Eisenerzgrube Königszug in Oberscheld tödlich verunglückt.
Erwin Reh (*15.09.1910), am 06.11.1941 auf dem HVPL in Jelygino gestorben ist.
Anna Reh (*30.09.1912) ist am 11. Nov. 1913 gestorbrn, wurde nur ein Jahr alt.

Gemeinsam mit seinen Geschwistern verbringt er seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitete im benachbarten Eibelshausen bei Buderus, die Mutter Katharina betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Erwin Reh wird am 15. Nov. 1910 als neuntes Kind der Eheleute Heinrich Reh V. und Katharina Clemens in Simmersbach geboren. Er besucht die örtliche Volksschule und wird am 13. April 1924 (Palmarum) in der-Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Ausbildung als Schlosser, den er nach Beendigung seiner Lehre als Schlosser sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst am 10. Sept. 1939 ausübt.
Erwin Reh heiratet am 24. Jan. 1941 Hedwig Wagner (*04.09.1917), Tochter von Heinrich August Wagner und Luise Wagner geb. Geil aus Langhennas, Ihr Sohn Herbert Reh wird 1941 geboren, der Vater hat seinen Sohn nie gesehen.

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 4/1944
Simmersbach, den 15. März 1944
Der Gefreite, Schlosser Erwin Reh, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 6. November 1941, Todesstunde unbekannt Jeligino verstorben.
Der Verstorbene war geboren am 15. N0vember 1910 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.11/1910)
Vater: ,Heinrich Reh V., Farmer, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Katharina Reh geborene Wagner, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war verheiratet mit Hedwig Wagner, wohnhaft in Simmersbach
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene am 11. März 1944
Der Beruf, die Religion, das Geburtsstandesamt mit Nr., der Familienstand, Personalien der Eltern und der Ehefrau des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh

Todesursache: seinen Verletzungen erlegen
Eheschließung des Verstorbenen am 24. Jan. 1941 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 1/1941)
Dienstgrad Gefreiter

Erwin Reh ist am 6. Nov. 1941 während des Unternehmens „Barbarossa“ (Schlacht um Moskau) auf dem Haupt-Verbands-Platz der Sankp. 1/251 in Jelygino nach seiner schweren Verwundung gestorben. Eine Nachricht zum Tode von Erwin Reh durch den Komp.-Führer bzw. einer amtliche Stelle liegt bis jetzt nicht vor.
Stelle liegt bis jetzt nicht vor.
An Sylvester 1941 hielt Pfarrer Karl Stiehl eine Gedächtnisfeier für Erwin Schneider über den Bibeltext Johannes 3, Vers 17

Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Jelygino / Twer, Russland. Der Volksbund bemüht sich auf Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Erwin Reh zu finden und ihm auf Dauer eine gesicherte Ruhestätten zu geben. Sein Name sowie die persönlichen Daten sind in einem Gedenkbuch verzeichnet.

Quelle: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Geburtsnebenregister Nr. 15 /18944 / 1897, 6 / 1899, 4 / 1901, 1 / 1904, 5 / 1905, 7 / 1907, 2 / 1909, 19/ 1912, 11 / 1910
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1894, 1 / 1941
Sterbenebenregister Nr. 13 / 1913, 4 / 1944

 

 

Walter Schneider

Eltern Karl Schneider (*12.08.1891), Sohn des Wagners Karl und Katharina Born aus Berghausen (Wittgenstein) der am 21. Februar 1915 in Raumland Luise Schneider geb. Rein (*13. Febr. 1894), Tochter von Johannes Rein III, und Anna Margarethe Rein geb. Simon aus Zorems geheiratet hat.

Karl Schneider aus Raumland-Berghausen erlernte 1901 bei seinem Vater Karl Schneider das Stellmacherhandwerk. Seine Ehefrau Louise Rein lernte er kennen, als Sie im Wittgensteiner Land in Stellung war und er als Maschinist beim Tunnelbau arbeitete. Nach seiner Eheschließung 1915 mit Louise Rein und seiner Meisterprüfung gründete er in den zwanziger Jahren in Simmersbach eine eigene Stellmacherei und Drescherei in der Hauptstraße 1 (beim „Badeweiher“), Ortsausgang Richtung Biedenkopf.
Die von Ihm gebaute und lange Jahre betriebene Werkstatt fiel den Flammen zum Opfer.

Sie wohnten an der Hauptstraße 1 in Simmersbach, Hausname „Schnaidasch“ und hatten fünf Kinder.
Karl Schneider (*19.04.1915)
Walter Schneider (*21.10.1919)
Willi Schneider (*04.04.1922) verheiratet mit Else Schneider Lixfeld
Irmgard Schneider (*10.02.1924)
Artur Schneider (*29.12.1926) verheiratet mit Else Heppner aus Mandeln

Mit seinen Geschwistern verbringt er seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Stellmachermeister, arbeitete in der eigenen Werkstatt, die Mutter Louise betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Walter Schneider wird am 21. Okt. 1919 als zweites Kind der Eheleute Karl Schneider und Luise Schneider geb. Rein in Simmersbach geboren. Er besucht die örtliche Volksschule und wird am 25. März 1934 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Hans Ludolph (Pfarrer vom 01.05.1933-26.04.1936) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Ausbildung zum Sägewerkarbeite im väterlichen Betrieb, dem er nach Beendigung seiner Lehrzeit sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst ausübt

Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):

Erste Meldung vom 22.10.1941, Stabskompanie Infanterie-Regiment471
[Bundesarchivsignatur B 563-1 KARTEI/S-341 1/65]
Letzte Meldung vom 23.11.1941, Stabskompanie Infanterie-Regiment 471,Pionierzug
[Bundesarchivsignatur B 563-1 KARTEI/S-3411/65]
Letzter Dienstgrad Gefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1 KARTEI/S-341 1/65]
Verstorben am 30.Nov. 1941 um 13:45 Uhr an den Folgen seiner Schussverletzungen bei der Kesselschlacht um Smolensk im Kriegslazarett 2/551 mot. Smolensk.
[Bundesarchivsignatur B 563-1 KARTEI/S-341 1/65]

Am 2. Dezember 1941 teilte die Dienststelle seinem Vater Karl Schneider in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Gefreite Walter Schneider, am 30. November gefallen ist.

Dienstelle F.P. 09298 O.U. 2.12.41
Familie Karl Schneider Simmersbach
Krs, Biedenkopf.
Sehr geehrter Herr Schneider !
Ich habe die traurige Pflicht Ihnen mitzuteilen, daß Ihr Sohn Gefr. Walter Schneider Inf. Pi. Zug Inf. Regt.471 am 30.11.41. 15 Uhr 45 im Kriegslazarett Smolensk Süd infolge seiner schweren Verwundung gestorben ist. Ihr Sohn wurde am 21.10.41. durch Granatsplitter an beiden Beinen schwer verletzt, die gleich eine Amputation der beiden Beine notwendig machte. Leider ist aber trotz aller Bemühungen der Arzte und trotz der hingebenden Pflege der Schwestern und des San. Personals der Erfolg versagt geblieben und am 30.1l. ist er heimgegangen Ihr Sohn wird durch das Fehlen beider Beine während seines Lebens doch sehr behindert gewesen und es ist vielleicht ihm durch den Tod eine Erlösung geworden.
Es tut mir leid, daß ich Ihnen für Sie als Eltern diese so schwere Nachricht schicken mu8 und ich spreche ihnen zu Ihrem schierere Verlust, der Sie und Ihre Angehörigen betroffen hat, meine auf richtige und herzliche Teilnahme aus.
Ihr Sohn wurde hier in der Nahe unseres Lazaretts beerdigt und sein Grab wird von Kameraden betreut. In beiliegender Liste sind die Gegenstände verzeichnet, die Ihr Sohn bei der Aufnahme ins Lazarett bei sich hatte und die Ihnen mit der Post überwiesen werden. Kr. Pfarrer Oberlinger unseres Lazarettes wird Ihnen noch eine weitere Nachricht geben.
Heil Hitler !
gez. Unterschrift

Die Übereinstimmung der Abschrift mit der Unterschrift bescheinigt.
Simmersbach den 20.12.41

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 4/1943
Simmersbach, den 20. Februar 1943
Der Gefreite, Sägewerksarbeiter Walter Schneider, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach Hauptstraß1, ist am 30. November 1941 um 13 Uhr 45 Minuten gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 24.Oktober 1919 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.18/1919)
Vater: Karl Schneider, Stellmacher wohnhaft in Simmersbach Hauptstraß1
Mutter: Luise Schneider geborene Rein, wohnhaft in Simmersbach Hauptstraß1
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene am 17. Februar 1943. Name und Herkunft der Eltern sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: den Schußverletzungen erlegen
Walter Schneider ist sehr wahrscheinlich im Verlaufe des Unternehmens „Barbarossa“ (Schlacht um Moskau) wurde am 21. Okt. 1941. durch Granatsplitter an beiden Beinen so schwer verwundet, daß er in das Kriegs-Lazarett (mot) 2/551 in Smolensk gebracht wurde und ist am 30. Nov. 1941 um 13:45 Uhr an den Folgen seiner schweren Verwundung gestorben.
Nach Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Smolensk, Süd – Russland.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr.18 / 1919, 2 / 1924, 21 / 1926
Heiratsnebenregister Raumland Nr. 3 / 1915
Sterbenebenregister Nr. 4 / 1943
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Dieter Schneider

 

 

Otto Müller


Erst einmal eine kurze Geschichte Haus „Owermellasch“:
Das Haus wurde im Jahre 1909 von Wilhelm Müller aus Schreinaschzjust und seiner Frau Katharina Ciliox aus Herrn gebaut. Heinrich Reh VII. aus Hobs hat die Zeichnung für das Haus angefertigt. Beide wussten zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass sie später einmal auf dem Friedhof nebeneinander liegen und ihre Kinder 1950 geheiratet haben.
Das Haus Weiherstraße 6 (Neundorfs) ist, da es ebenfalls Heinrich Reh VII. aus Hobs gezeichnet hat, ist baugleich mit Owermellasch, da es nur kurze Zeit später gebaut wurde.
Der Name des Hauses „Owermellasch entstand entweder nach dem Nachnamen des Erbauers, Wilhelm Müller und da es bereits ein Haus mit Namen „Mellasch“ (Müller) gab und er oberhalb von „Mellasch“ im Dorf gebaut hatte oder weil das Haus oberhalb der „Pfeifer-Mühle“ stand, wurde es „Owermellasch“ genannt.

Eltern Wilhelm Müller (*06.12.1875), Sohn von Adam Müller III. (*1872) und Elisabetha Müller geb. Klein aus Schreinaschzjust der am 28. Okt. 1906 Katharina Ciliox (*22.06.1878) Johannes Ciliox IV. (*1844) und Elisabetha Ciliox geb. Reh aus Herrn geheiratet hat.

Sie wohnen in der Weiherstraße 4 in Simmersbach, Hausname „Owermellasch“ und hatten sieben Kinder.
Rudolf Müller (*27.12.1906), verheiratet mit Pauline Clemens aus Raue, wird seit 1944 in Rumänien vermisst.
Bertha Müller (*24.06.1908 †08. Nov. 1909) wird nur ein Jahr alt.
Otto Müller (*08.11.1909 †17.11.1942), verheiratet mit Berta Fuchs aus Schreinasch, er stirbt am 17. Nov. 1942 im HVP in Galkino, Russland
Emil Müller (*04.09.1911) stirbt am 26. Mrz. 1944 im mot. Feldlager 52, Odessa
Albert Müller (*16.08.1913), verheiratet mit Marie Elise Reh (1921 †2005) aus Hobs
Marie Müller (*27.06.1915), verheiratet mit Gustav Heinrich Wagner (1913) aus Onnerschmitzgenjusts.
Anna Müller (*15.04.1919 †30.06 1919) wird nur 2 Monate alt.
Lina Müller (*03.05.1920 †20.06.1935) wird nur 15 Jahre alt.
Gemeinsam verbringen die Geschwister Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitete im benachbarten Eibelshausen, die Mutter Katharina betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Otto Müller wird am 8. Nov. 1909 als drittes Kind der Eheleute Wilhelm Müller und Katharina Müller geb. Ciliox in Simmersbach geboren.
Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 13. April 1924 (Palmsonntag) in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Otto Müller heiratet am 29. Dez. 1934 Berta Müller (†06.03.1996), Tochter von August Müller IV. (*27.08.1885) der am 22. Sept. 1914 im Gefecht bei Hurtebise, Belgien, gefallen ist und Lina Müller, geb. Fuchs, (*03.10.1888 †April 1963) Tochter von Adam Fuchs (*23.01.1853) und Elisabetha Fuchs geb. Theiß (*02.03.1852) aus Schreinasch und wohnten nach Ihrer Hochzeit in der Gartenstraße 8 (Bähgourde) in „Kurtz“.
Sie haben drei Kinder
Erhard Müller (*18.05.1935) verheiratet mit Gerlinde Schwehn aus Eibelshausen

Elfriede Müller (*11.09.1936)
Herbert Müller (*04.03.1941) verheiratet mit Hedwig Reh aus Neurehs
Einberufen 13. Juni 1940
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom Juni 1940: Nachrichten-Ersatz-Kompanie 9
[Bundesarchivsignatur B 60241, Seite 48]
Letzte Meldung vom 17.01.1942: 12. Kompanie Infanterie-Regiment 181
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/M-1999/373]
Letzter Dienstgrad Gefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/M-1999/373]
Verstorben Infolge seiner schweren Verwundung am 17. Jan. 1942 ist Otto Müller noch am gleichen Tag auf dem Hauptverbandsplatz (HVPl.) in Galkino, Oblast Woronesch
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/M-1999/373]
Am 4. Mai 1942 teilte Komp.-Führer, Leutnant Braun, seiner Ehefrau Berta Müller geb. Müller mit, daß Ihr Ehemann, der Gefreite Otto Müller, am 17. Januar 1942 gestorben ist.
Dienstelle   Feldpostnummer 07 356 / E Kp: Gef. St .den, 4.Mai 1942
Leutnant Braun
Frau
Berta Müller
Simmersbach
Krs. Biedenkopf, Gartenstr. 8
Sehr verehrte Frau Müller !
Im Anschluß an meine Zeilen vom ’4.März 1942 muß ich Ihnen leider die Mitteilung machen, daß Ihr Mann, der Gefr. Otto Müller am 17.1.42 infolge seiner erlittenen Verwundung auf dem Hauptverbandsplatz Galkino bei Sawod verstorben ist.
Über die Nachlass -Sachen unseres guten Kameraden ist bei der Einheit nichts bekannt. Es besteht ja auch die Möglichkeit, daß dieselben von der San-Einheit direkt zum Versand gebracht worden sind. Art und Schwere der Verwundung kann von er Einheit nicht mitgeteilt werden, da sich keine Kameraden mehr bei der Einheit befinden, die bei dem Vorfall zugegen waren.
Ich weiß wie schwer Sie diese Nachricht treffen wird und denke und fühle mit Ihnen den Schmerz, der Sie betroffen hat. Ihr Mann hat in stolzer Pflichterfüllung getreu seinen Fahneneide sein junges Leben lassen müssen. Seien Sie aber nicht ungehalten und richten Sie sich auf in dem stolzen Bewußtsein daß Ihr Mann für die Größe und Freiheit unseres lieben Vaterlandes gefallen ist. Die Komp. wird Ihrem Manne ein ehrendes Andenken bewahren. Indem auch ich Ihnen meine wärmste Anteilnahme ausspreche,
verbleibe ich mit stillem Gruß
ihr Leutnant Braun.
Die Übereinstimmung. der vorstehenden Abschrift mit dem Originalschreiben bescheinigt,
Simmersbach, den 25. Mai 1942

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 6/1943
Simmersbach, den 25. März 1943
Der Gefreite, Maurer Otto Müller. evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 17. Januar 1942, Todesstunde unbekannt, in Galkino, östlicher Kriegsschauplatz verstorben.
Der Verstorbene war geboren am 8. November 1909 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.22/1909)
Vater: Wilhelm Müller, Former, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Katharina Müller, geborene Ciliox, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war verheiratet mit Bertha Müller geborene Müller
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene am 22. März 1943
Der Beruf, das Geburtsstandesamt mit Nr. die Personalien der Eltern, der Familienstand und Angaben der Herkunft der Ehefrau sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh 

 

Todesursache: Gefallen, den Verletzungen erlegen
Eheschließung des Verstorbenen am 29. Dezember 1934 (Standesamt Simmersbach, Nr. 4/1934)
Infolge seiner schweren Verwundung bei dem Unternehmen „Barbarossa“ (Kampf um Moskau) ist Otto Müller am 17. Jan. 1942 ist noch am gleichen Tag auf dem Hauptverbandsplatz (HVPl.) in Galkino, Oblast Woronesch, gestorben.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Galkino / Kondrowo, einem ländlichen Dorf im Bezirk Wjasnikowski, Oblast Wladimir (Russland). Der Volksbund bemüht sich auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Otto Müller zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben. Sein Name sowie die persönlichen Daten sind in einem Gedenkbuch verzeichnet.

Quelle Text Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister-Nr. 7/ 1878, 20 / 1906, 8 / 1908, 22 / 1909, 15 / 1911, 11 / 1913, 8 / 1915, 6, / 1919, 5 / 1920
Heiratsnebenregister Nr. 4 / 1906, 1 / 1941, 2 / 1994
Sterbenebenregister Nr. 6 / 1943, 4 / 1944, 11 / 1945, 5 / 1950
Private Akten, Feldpostbriefe, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Ulrich Müller

 

 

Heinrich Karl Pfeifer

Eltern Heinrich Jacob Pfeifer (*11.06.1871 †22.06.1918), Sohn von Jacob Pfeifer und Katharina Pfeifer geb. Eckhardt aus Eibelshausen der am 4.Nov. 1900 in Simmersbach Margarethe Pfeifer geb. Wagner (*27. Apr. 1874 †4. Sept. 1935), Tochter von Adam Wagner VI. und Elisabetha Wagner geb. Theiß geheiratet hat.

Sie bauen im Jahre 1905 an der Hauptstraße 34 ein Haus, Hausname „Peifasch“, in dem lange Jahre die Poststelle untergebracht war, sie hatten vier Kinder.
Otto Reinhard Pfeifer (*21.02.1907)
Heinrich Karl Pfeifer (*18.07.1909) ist am 10. Februar 1942 bei Smolensk gefallen.
Erich Friedrich Pfeifer (*05.04.1912)
Hedwig Margarethe Pfeifer (*15.10.1915), verheiratet mit Alfried Wagner aus Kalenz.
Gemeinsam verbringen die Geschwistern Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Postschaffner und Brieträger, arbeitet bei der Post, die Mutter Margarethe betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Heinrich Karl Pfeifer wird am 18. Juli 1909 als zweites Kind der Eheleute Heinrich Jacob Pfeifer und Margarethe Pfeifer geb. Wagner in Simmersbach geboren. Er besuchte die örtliche Volksschule und wurde am 25. März 1923 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Er heiratet am 13. Nov. 1937 Elise Marie Blöcher (20. April 1914) aus Wolzhausen und sie haben zwei Töchter:
Margarethe Maria Elisabeth (*30.01.1938), verheiratet mit Fritz Hartmann aus Eibach
Irmtraud Karin Sieglinde (*05.05.1941), verheiratet mit Günther Franzkowiak
Einberufung zum Wehrdienst 26.August 1938
Letzter Dienstgrad Gefreiter
Am 14. Februar 1942 teilte Batterie.-Führer, Oberleutnant Heine, seiner Ehefrau Elise Marie Pfeifer geb. Blöcher in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Gefreite Heinrich Karl Pfeifer, am 10. Februar 1942 gefallen ist.
Feldpost Nr. 22055 O U 14.2.1942.
An Frau Marie Pfeifer
in Simmersbach über Dillenburg
Sehr geehrte Frau Pfeifer
Ich habe die schwere Pflicht zu erfüllen, Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Gatte, der Gefreite Heinrich Pfeifer in soldatischer Pflichterfüllung getreu seinen Fahneneide für das Großdeutsche Reich in den schweren Abwehrkämpfen im Osten im Raume Witebsk Smolensk in Flischitzy am 10.2.1942 gefallen ist.
Ich sprechen Ihnen liebe Frau Pfeifer und Ihren Angehörigen zugleich im Namen der ganzen Batterie mein tiefstes Mitgefühl und Beileid aus.
Unser Kamerad Pfeifer wird in unseren Reihen fortleben als Vorbild Sein Mut und seine Pflichterfüllung bis zum Tode sind uns Vorbild und Ansporn zugleich zu neuen Waffentaten. Das möge Ihnen Trost sein und Ihnen Gewissheit geben, dass sein Opfer gebracht wurde für den Schutz der Heimat und zur Neuaufrichtung unseres Großdeutschen Vaterlandes.
Das Grab liegt gemeinsam mit 4 weiteren Kameraden an der Straße Rudnja -Demidor am Vorderausgang des Dorfes Shischitzy (rechte Straßenseite). Der Nachlass des Gefallenen wird bei erster Gelegenheit zurück gesandt.
In aufrichtigem tiefen n Mitgefühl
Ihr H. Heine
Oberleutnant und Batterieführer
Die Übereinstimmung. mit der Urschrift bescheinigt,
Simmersbach, den 6. März 1942

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 17/1943
Simmersbach, den 5. Dezember 1943
Der Gefreite Heinrich Karl Pfeifer, Schlosser, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 10. Februar 1942, Todesstunde unbekannt bei Shischitzy, östlicher Kriegsschauplatz gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 18. Juli 1909 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.18/1909)
Vater: Heinrich Jacob Pfeifer, Postschaffner, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Margarethe Pfeifer geborene Wagner, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war verheiratet mit Elise Marie Pfeifer geborenen Blöcher, wohnhaft in Simmersbach
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene am 18. Oktober 943
Die Rufnamen, der Beruf, Religion, das Geburtsstandesamt mit Nr. dem Familienstand, Personalien der Eltern sowie die Geburtsname des Ehefrau des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen
Eheschließung des Verstorbenen am 13.111.1937 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.6/1937)
Heinrich Pfeifer ist am 10. Febr. 1942 während des Unternehmens „Barbarossa“ (Kampf um Moskau) bei schweren Abwehrkämpfen im Raume Wizebsk / Smolensk in Flischitzy gefallen.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Geburtsnebenregister Nr. 7/1907, 18 / 1909, 9 / 1912, 16 / 1915
Heiratsnebenregister Nr. 7 / 1900, 6 / 1937, 1 / 1940
Sterbenebenregister Nr. 17 / 1943

 

 

Heinrich Paul Konrad

Eltern Heinrich Konrad V. (*12.08.1879), Sohn von Heinrich Konrad II. (*1878) und Anna Margarethe Konrad geb. Theiß der am 14. Febr. 904 in Simmersbach Katharina Bäcker geb. Schneider aus Oberhörlen geheiratet hat.

Sie wohnen in der Gartenstraße in Simmersbach, Hausname „Geholwigs“ und hatten fünf Kinder

Anna Konrad (*24.12.1904 †17.05.1905) wird nur ein halbes Jahr alt
Maria Konrad (*12.04.1906), verheiratet mit Adolf Karl Molsberger aus Niederscheld
Rosine Konrad (*01.04.1908), verheiratet mit Reinhard Ciliox aus Annsches
Bertha Konrad (*21.02.1911)
Heinrich Paul Konrad (*08.05.1916)
Gemeinsam mit seinen Geschwistern verbringt er seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitete im benachbarten Eibelshausen bei Buderus, die Mutter Elisabeth betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Heinrich Paul Konrad wird am 3. Mai 1916 als fünftes Kind der Eheleute Heinrich Konrad V. und Elisabetha Bäcker in Simmersbach geboren und besucht die örtliche Volksschule. Er wird am 13. April 1930 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Heinrich Hartmann (Pfarrer von 1929-1932) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Küfers, den er sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst am 15. Okt. 1940 ausübt
Einberufen ?
Dienstgrad Obergefreiter
Im Unternehmen „Barbarossa“ (Kampf um Moskau) wird Heinrich Paul Konrad so schwer verwundet, daß er noch am gleichen Tag im H.V.Pl. Sanko 2/26 in Rschew an den Folgen der Verwundung gestorben ist.
Heinrich Konrad wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt. Nach den Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Rschew (Russland). Der Volksbund bemüht sich auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Heinrich Paul Konrad zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben. Sein Name sowie seine persönlichen Daten sind in einem Gedenkbuch verzeichnet.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 16 / 1904, 15 / 1906, 6 / 1908, 2 / 1911, 5 / 1916
Heiratsnebenregister Nr. 1 / 1904
Sterbenebenregister Nr. 2 / 1943

 

 

Rudolf Michel

Eltern Johannes Christian Michel (*25.7.1865), Sohn von Johannes und Elisabetha Michel geb. Rein aus Holzhausen bei Gladenbach der am 8. Jan. 1899 in Simmersbach Katharina Konrad (20.10.1869), Tochter von Johannes und Anna Konrad geb. Herrmann geheiratet hat.

Sie wohnen an der Hauptstraße, Hausname „Borngehannams“ und haben fünf Kinder.
Karl Eduard Michel (*27.10.1899) heiratet am 07.04.1928 Lina Benner (*10.07.1902) aus Breidenbach (Standesamt Breidenbach)
Herrmann Michel (*20.09.1901) wird nur 16 Jahre alt.
Reinhard Michel (*07.11.1903 †13.06.1919)
Berta Michel (*22.01.1907)
Rudolf Michel (*06.02.1909)
Gemeinsam verbringen die Geschwistern Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Schlosser, arbeitete sehr wahrscheinlich in Eibelshausen, die Mutter Elisabeth betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Rudolf Michel wird am 6. Februar 1909 als fünftes Kind der Eheleute Johannes Christian Michel und Katharina Konradin Simmersbach geboren und besucht wie alle Simmersbacher Kinder die ortsansässige Volksschule.
Einberufung in den Wehrdienst am 29. Januar 1942
Dienstgrad Schütze
Am 29. Mai 1942 teilte der Oberleutnant und Kompaniechef seiner Mutter Katharina Michel geb. Konrad in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Sohn, der Schütze Rudolf Michel, am 22. Mai 1942 gefallen ist.
O.U., den 29.Mai 1942
Sehr geehrte Freu Michel!
Leider muss ich Ihnen die traurige Mitteilung machen, daß Ihr Sohn der Schütze Rudolf Michel bei dem Gefecht um das Dorf Semneska während der Kesselschlacht südlich Charkow am 22. Mai 1942 in soldatischer Pflichterfüllung, getreu seinem Fahneneide für das Vaterland gefallen ist.
Ich spreche Ihnen, zugleich im Namen seiner Kameraden, meine wärmste Teilnahme aus. Ihr Sohn wird uns als tüchtiger Soldat und guter Kamerad in steter Erinnerung bleiben. Er wurde von seinen Kameraden in schlichter Form in dem Dorfe Semneska neben anderen Kameraden seiner Kompanie beigesetzt.
Möge die Gewissheit, daß Ihr Sohn sein Leben für die Größe und den Bestand von Volk, Führer und Reich hingegeben hat, Ihnen ein Trost in dem schweren Leide sein, das Sie betroffen
hat. Ich hoffe, daß es für Sie auch ein Trost ist, wenn ich Ihnen mitteilen kann, da& er durch Kopfschuss fiel ohne lange gelitten zu haben.
Ich grüße Sie in aufrichtigem Mitgefühl ihr
gez. Untersehrift
Oberleutnant u. Komp. Chef.
Die Übereinstimmung der Abschrift mit der Urschrift bescheinigt Simmersbach, den 14. Juni 1942

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 7/1943
Simmersbach, den 8. April 1942
Der Schütze, Maurer Rudolf Michel, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 26. Mai 1942, Todesstunde unbekannt, ei Scemenowka, östlicher Kriegsschauplatz, gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 6. Februar 1909 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.3/1909)
Vater: Johannes Christian Michel, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Katharina Michel geborene Konrad, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene am 2. April 1942.
Beruf, Religion, das Standesamt mit dem Familienstand, Personalien der Eltern sowie die Geburtsunterlagen des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh

Todesursache: Gefallen
Rudolf Michel ist am 22. Mai 1942 während des Unternehmens „Barbarossa“ in der Schlacht im Charkow in dem Dorf Scemenowka südlich Charkow am 22. Mai 1942 gefallen und ruht auf der Kriegsgräberstätte in Charkow, Endgrablage: Block 14 Reihe 32 Grab 4384

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 13 / 1899, 8 /1901, 12 / 1903, 4 / 1907, 3 / 1909
Heiratsnebenregister Nr. 1 / 1899
Sterbenebenregister Nr. 7 / 1943
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Erhard Michel

 

 

Wilhelm Reh


Eltern Wilhelm Reh II. (*27. April 1875 † 26.02 1916), Sohn Johannes Reh V. und Katharina Wagner aus Hobs der am 11. Juli 1912 in Simmersbach die verwitwete Hermine Hisge verw. Rein (*4. Dez. 1878), Tochter des August Hisge und der Wilhelmine Werner aus Breitscheid geheiratet hat.

Sie wohnen an der Weiherstraße 4 in Simmersbach, Hausname „Krämasch“
Seine Halbschwester Emmy Elise Rein (*23. Sept. 1903),, Tochter des verstorbenen Wilhelm Rein II. (*2. Febr. 1867 †1. März 1907), Sohn des Jost Rein und der Elisabeth Geil, aus Cilioxgannes und Hermine Hisge (*4. Dez. 1878), Tochter des August Hisge und der Wilhelmine Werner aus Breitscheid. Sie haben die Gastwirtschaft Reh am 1. Aug. 1903 von Johannes Reh V. aus Hobs gekauft. Wilhelm Rein II. hat über viele Jahre in einer Gaststätte in Haiger als Kellner gearbeitet hat und stirbt plötzlich und unerwartet am 1. März 1907 im Alter von nur 40 Jahren.

Wilhelm Reh wird am 2. Okt. 1912 als erstes Kind der Eheleute Wilhelm Reh II. und Hermine Reh verw. Rein geb. Hisge in Simmersbach geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er zunächst in die ortsansässige Volksschule und geht ab April 1923 bis März 1929 in die damalige Oberschule (Gymnasium, Obersekunda) in Dillenburg.
Er wird am 10. April 1927 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Richard Rumpf (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert .
Nach Abschluss seiner Schulzeit im März 1929 in der Oberschule (Obersekunda) in Dillenburg beginnt er eine Ausbildung zum Kaufmann bei den Frank´schen Eisenwerken in Niederscheld. Nach Beendigung seiner Lehre hat er bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst im Jahre 1939 in der Adolfshütte als kaufmännischer Angestellter gearbeitet.
(Die heutige FRANK GmbH, ehemals Frank’sche Eisenwerke AG, Adolfshütte, blickt auf eine lange Unternehmensgeschichte zurück. Als “Schmiedehammer bei Niederscheld” wurde sie im August 1607 vom Grafen Georg von Nassau, einem Neffen von Wilhelm dem Oranier, gegründet. Anfang 1900 entwickelten sich die Frank’schen Eisenwerke zum führenden Hersteller von Heiz- und Kochöfen, eine Tradition, die heute von der früher zu den Frank’schen Eisenwerken gehörenden Firma Oranier Heiz- und Kochtechnik GmbH in Weidenhausen, fortgeführt wird.)

Wilhelm Reh heiratet im April 1939 Frieda Wagner (Standesamt Simmersbach 5/1939), Tochter von Wilhelm Wagner (*21.09.18 †01.07.1957) und Karoline Fuchs (*24.09.1884) aus Neumanns. Nach dem Tode Ihres Mannes Wilhelm Reh und dem Tode von Hermine Reh geb. Hisge verw. Rein im März 1948 geht das Haus an seine Tochter Ursula Reh über, in deren Besitz es bis heute ist.
Ihre Tochter Ursula Reh (*06.11.1940) heiratet den Lehrer Otto Heinzel (*17.03.1930) aus Brauersch (Sohn des ehemaligen Bürgermeisters Rudolf und Luise Heinzel geb. Geil).
Die Ww. Frieda Reh geb. Wagner heiratet in 2. Ehe den Kaufmann Heinrich Reh aus Hobs, ein Cousin Ihres verstorbenen Mannes.
Wilhelm Reh gehörte seit dem 1. September 1940 der Stabskompanie des Infanterie-Regiments 187 an. Diese wurde bereits 1940 umgegliedert und der 87. Infanterie-Division unterstellt.
Der Stab wurde als Infanterieführer V: am 1. Oktober 1934 in Gießen, im damaligen Wehrkreis V, gebildet. Der Name war eine Tarnbezeichnung bei der Erweiterung der Reichswehr. Bei der Enttarnung der Verbände wurde der Stab am 15. Oktober 1935 zur 9. Infanterie-Division umbenannt. Der Stab gehörte jetzt zum Wehrkreis IX.
Beförderungen und Ernennungen mit Wirkung vom 1. Mai 1941 zum Gefreiten, mit Wirkung vom1. Jan. 1942 zum Unteroffizier.
Durch massives Artilleriefeuer der Roten Armee im rückwärtigen Bereich der 87. ID. fällt Unteroffizier Wilhelm Reh in der Nähe des Dorfes Mokrischtschewo.

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 3/1943
Simmersbach, den 20. Februar 1943
Der Unteroffizier, Kaufmann Wilhelm Reh, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 18. Juni 1942, Todesstunde unbekannt in Mokritschukow gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 2. Oktober 1912 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 19/1912)
Vater: Wilhelm Reh II. Kaufmann, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Hermine Reh, geborene Hisge, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war verheiratet mit Frieda Reh geborene Wagner, wohnhaft in Simmersbach
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene vom 18. Februar 1943
Beruf, Religion, das Standesamt mit dem Familienstand, Personalien der Eltern sowie die Geburtsunterlagen des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh 
Todesursache: Gefallen
Eheschließung des Verstorbenen am 21. April 1939 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 5/1939)

Am 19. Juni 1942 teilte der Kompanieführer, Leutnant Günther Thies, seiner Ehefrau Frieda Reh geb. Wagner in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Unteroffizier Wilhelm Reh am 18. Juni 1942 gefallen ist.
Im Felde, den 19. 6. 1942
Sehr geehrte Frau Reh!
In den Kämpfen um das Dorf Mokrischtschewo am 18.6.1942 fiel ihr Gatte durch Artilleriervolltreffer in soldatischer Pflichterfüllung, getreu seinem Fahneneide für das Vaterland.
Ich spreche Ihnen, zugleich im Namen seiner Kameraden, meine wärmste Anteilnahme aus.
Die Kompanie wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
Möge die Gewissheit, dass Ihr Gatte sein Leben für die Größe und den Bestand von Volk, Führer und Reich hingegeben hat, Ihnen ein Trost in dem schweren Leid sein, das Sie betroffen hat.
Ich Grüße Sie in aufrichtigem Mitgefühl.
gez. Günter Thies
Leutnant u. Komp.-Fhr. i.V.
Die Übereinstimmung. der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt,
Simmersbach (Kr.Biedenkopf), 30.Juli 1942

Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt. Der Volksbund bemüht sich aber auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Wilhelm Reh zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Heiratsnebennebenregister Nr. 3 / 1912, 5 / 1939
Sterbenebenregister Nr. 3/ 1943
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Bundesarchiv Berlin
Dorfleben Buchenau e.V., Thomas Platt
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Ursula Heinzel

 

 

 

Karl Roth

Eltern Heinrich Roth III. (*14.12.1878), Sohn von Heinrich Roth I. (*1864) und Anna Margarethe Roth geb. Müller der am 01.11.1903 in Simmersbach Anna Margarethe Rein (*12.01.1874 †02.06.1945), Tochter von Heinrich Rein II. (*1851) und Anna Margarethe Rein geb. Theiß geheiratet hat.

Sie wohnten an der Hauptstraße in Simmersbach, Hausname „Ellsches“ und hatten fünf Kinder
Anna Roth (*23.12.1904)
Alfred Roth (*20.03.1907) ist am 26. Febr. 1944 bei Kriwoi Rog, Russland, gefallen
Maria Roth (*20.10.1909)
Lina Roth (*03.07.1911)
Karl Roth (*23.06.1915) ist am 11. Aug. 1942 in Goskowo, Russland, gefallen.
Gemeinsam verbringen die Geschwistern Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, Landwirt und Former, arbeitete sehr wahrscheinlich bei Buderus im benachbarten Eibelshausen, die Mutter Margarethe betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Karl Roth wird am 24. Juni 1915 als fünftes Kind der Eheleute Heinrich Roth III. Anna Margarethe Rein in Simmersbach geboren. in Simmersbach geboren. Er besuchte die örtliche Volksschule und wurde am 24. März 1929 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Richard Rumpf (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert.
Einberufen zum Wehrdienst 30. Okt. 1937
Letzter Dienstgrad Unteroffizier

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 10/1943
Simmersbach, den 14. Mai 1943
Der Unteroffizier Karl Roth, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach ist am 19. August 1942, Todesstunde unbekannt, bei Goskowo, östlicher Kriegsschauplatz, gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 23. Januar 1915 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.8/1915)
Vater: Heinrich Roth 3, Invalide, wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Anna Margarethe Roth geborene Konrad, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf mündliche schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene vom 6.5.1943
Beruf, Religion, Geburtsstandesamt mit Nr., Die Personalien der Mutter und der Familienstand des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen
Am 17. September 1942 teilte Oberleutnant Joest seinem Vater Heinrich Roth III. in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Unteroffizier Karl Roth, am 11. August 1942 gefallen ist.
Oblt. Joest  F.N. 21140E im Felde, den 17.9.42
Sehr geehrter Herr Roth !
Ich habe die traurige Pflicht Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Sohn, der Uffz. Karl Roth, in den schweren Kämpfen um die Rollbahn1 bei Goskowo am 11.8.42 gefallen ist.
Alle, die wir ihn kannten, wissen wie gro8 Ihr Schmerz ist und was Sie verloren haben. Karl Roth war uns nicht nur Kamerad, sondern durch seine Tapferkeit und seinen Mut Vorbild und Ansporn zugleich.
Nach tagelangem, heldenhaftem Kampf traf ihn die feindliche Kugel am Kopf, die ein junges Leben beendete. Er hat nicht gelitten.
Getreu seinem Fahneneide, getreu dem Befehl des Führers tat er seine Pflicht. bis zur Aufopferung seines Lebens. Er starb wie er lebte, als Held und Kampfer.
Ich spreche Ihnen, zugleich im Namen seiner Kompanie-Kameraden, meine herzlichste Anteilnahme aus. Die Kompanie wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren und wird Ihren Karl Roth nicht vergessen. Die Beisetzung erfolgte am 12. 8. 42 mit militärischen Ehren auf dem Heldenfriedhof Blinno. Blinno liegt 22 km nordwestlich von Bolschow. Bolschow liegt etwa 45 km nordwestlich von Orel. In den schweren Abwehrkämpfen blieb das Regiment im Kampf gegen russ. Panzer und Infanterie Sieger und vernichtete in tagelangen, schwersten Kämpfen 2 Panzer-Brigaden und 2 Infanterie-Divisionen des Feindes. infolge des anhaltenden, schweren Kampfs komme ich erst jetzt dazu, Ihnen diese Mitteilung zu machen. Nach Abschiuß der Kampfhandlungen stehe ich Ihnen zu weiteren Auskünften jederzeit zur Verfügung. Eine Aufnahme von der letzten Ruhestatte, sowie die Nachlasssachen Ihres Sohnes gehen Ihnen in Kürze zu.
Ich grüße Sie im tiefsten Mitgefühl.
Heil Hitler!
Joest
Oberleutnant

Die Übereinstimmung der Abschrift mit der Urschrift bescheinigt 
Simmersbach, den 14.10.42

Bei schweren Abwehrkämpfen während des Unternehmens „Barbarossa (Kampf um Moskau) um wird Karl Roth bei Goskowo, an der Rollbahn am 11. Aug. 1942 durch einen Kopfschuss tödlich getroffen. Die Beisetzung erfolgte am 12. 8. 42 mit militärischen Ehren auf dem Heldenfriedhof Blinno, 22 km nordwestlich von Bolschow. Bolschow liegt etwa 45 km nordwestlich von Orel.
Karl Roth ist vermutlich als unbekannter Soldat auf den Sammelfriedhof Duchowschtschina überführt worden, seine Grabanlage befindet sich wahrscheinlich unter den der Unbekannten Soldaten.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach

Geburtsnebenregister Nr. 15 / 1904, 3 / 1907, 20 / 1909, 10 / 1911, 7 / 1915
Heiratsnebenregister Nr. 3 / 1903
Sterbenebenregister Nr. 10 / 1943, 14 / 1946
Kriegstagebuch des OKW 1942, Teiband I

 

 

 

Die „Eismeerfront“ In Nordfinnland 1941 bis 1944
Adolf Reh (⁕20.08 1915) aus Alwatz ist am 27. Juli. 1941 an der „Eismeerfront“ in Nordfinnland gefallen, wurde in der Kriegsgräberstätte Salla beigesetzt.
Karl Arthur Hinn (⁕11.03 1913 aus Schmitts ist am ist am 20. Aug. 1941 an der „Eismeerfront“ in Nordfinnland gefallen, wurde in der Kriegsgräberstätte Salla beigesetzt.
Wilhelm Heinrich Wagner (⁕04.03 1919) aus Onnerschmitzgenjusts ist am 22. Nov. 1941auf der Fischerhalbinsel (UdSSR/Finnland) gefallen, beigesetzt auf dem deutschen Soldatenfriedhof Parkkina/Petschenga, Finnland.
Quelle LAGIS Hessen, Sterbenebenrgister Standesamt Simmersbach

 

Adolf Reh

Eltern Otto Reh (⁎12.02.1889), Sohn von Daniel Reh II. (⁎1852) und Rosina Reh geb. Wagner aus Alwatz der am 21.02.1915 in Simmersbach Katharina Sänger (⁎09.02.1889), Tochter von Adam Sänger (*1862) und Elisabetha Sänger geb. Wagner aus Ciliox geheiratet hat.

Sie wohnen in der Altstraße 72 („Gasse“) in Simmersbach, Hausname „Alwatz“ und hatten einen Sohn.
Adolf Reh (⁎20.08.1915), gefallen am 27. Juli 1941 in Nordfinnland, „Eismeerfront“)
Adolf Reh wird am 20. Aug. 1915 als erstes und einziges Kind der Eheleute Otto und Katharina Reh geb. Sänger in Simmersbach geboren wird. Sein Vater Otto Reh, der wird am 19 Juli 1917 im ersten Weltkrieg durch eine Granate tödlich verwundet und am 23. Juli 1917 auf dem Ehrenfriedhof Krelberg beerdigt, hat seinen Sohn wohl nie gesehen.
Seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach und hilft seiner Mutter Katharina, die neben ihrem Haushalt mit Ihrem Sohn eine kleine Landwirtschaft betreibt.
Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 24. März 1929 (Palmsonntag) in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Heinrich Hartmann (Pfarrer von 1929-1932) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Lehre als Maurer und übt den Maurerberuf sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst am 1.Okt. 1937 aus.

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 7/1042

Simmersbach, den 10. August 1942
Der Unteroffizier Otto Reh, Maurer, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 17. Juli 1941, Todesstunde unbekannt südöstlich Bulwigshöhe Nordfinnland gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 20. August 1915 in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene Berlin
Todesursache: Gefallen
Auf Grund der standesamtlichen Ermittlungen wird der Eintrag ergänzt:
Standesamt Simmersbach 13/1915
Vater: Otto Reh, Schäfer,zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Katharina geborene Sänger, wohnhaft in Simmersbach
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene
Der Standesbeamte Reh

 

Einberufen zum Wehrdienst 1.Okt. 1937
Letzter Dienstgrad Unteroffizier
Am 29. September 1941 teilte der Kompanie-Führer, Oberleutnant Rulenke, seiner Mutter Katharina Reh geb. Sänger in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Sohn, der Unteroffizier Adolf Reh, am 27. Juli 1941 gefallen ist.
Dienstelle der Im Felde, 29. September 1941
Feldpostnummer 07389 B. (früher 17177 D)
Frau
Otto Reh Ww.
Einschreiben
Simmersbach (Dillkreis
Altstraße 72
Die Dienststelle kann Ihnen heute die beruhigende Gewissheit mitteilen, dass Ihr Sohn, der Uffz. Adolf Reh, nicht in Gefangenschaft geraten, sondern am 27.7.1941 den Heldentod fürs Vaterland gefallen ist.
Nach nochmaligem Absuchen des Kampfgeländes wurde Ihr Sohn am 26.9.1941 von der Kompanie gefunden und am selben Tage beigesetzt.
Der Tod trat durch Granatsplitter ein.
Ihr Sohn ruht 25 km ostwärts Salla in Nordfinnland. Ein Bild vom Grabe wird Ihnen, sobald es der Dienststelle möglich ist, zugesandt werden.
Rulenke
Oberleutnant und Kompanie-Führer
Dass vorstehende Abschrift mit der Urschrift übereinstimmt, wird hiermit bescheinigt

Simmersbach, den 22.9.42

Adolf Reh (Alwatz) ist) ist am 27. Juli 1941 durch Granatsplitter in der „Eismeerfront“ in Nordfinnland (bei Salla, Erkki-Höhen) gefallen und wurde am gleinchen Tag 25 km ostwärts in Salla beigesetzt.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach

Geburtsnebenregister Nr. 12 / 1915
Heiratsnebenregister-Nr. 1 / 1915
Sterbenebenregister 12 / 1917, 7 / 1942
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Übersicht der erfassten, eingezogenen, Gefallenen und Vermissten, Martin Dietrich

 

 

 

Karl Arthur Hinn


Eltern Christian Hinn (*23.10.1882), Sohn von Johannes Hinn und Anna Hinn geb. Müller aus Oberhörlen der am 29. Jan. 1911 Katharina Schmidt (*20.12.1888), Tochter von Adam Schmidt II. (*1861) und Katharina Schmidt geb. Rein aus Schmitz geheiratet hat.

Sie wohnen an der Hauptstraße in Simmersbach, Hausname „Schmitz“ und hatten vier Kinder
Walter Hinn (*07.11.1911), Wird seit dem 24. Juli 1943 als vermisst gemeldet
Karl Arthur Hinn (*11. Mrz.1913) ist am 20. Aug. 1941 an der „Eismeerfront“ in Nordfinnland gefallen
Johanna Hinn (*18.10.1919) (18.10.1919) heiratet Helmut Pfeifer aus Eibelshausen
Albert Hinn (*12.08.1924), vermisst seit 1944)
Gemeinsam verbringen die Geschwistern Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Landwirt, arbeitete im eigenen Landwirtschaftlichen Betrieb, die Mutter Katharina hilft neben Ihrem Haushalt in der Landwirtschaft Ihres Mannes, in der alle mithelfen müssen.

Karl Arthur Hinn wird am 11. Mrz.1913 als zweites Kind der Eheleute Christian Hinn und Katharina Hinn geb. Schmidt in Simmersbach geboren.
Er besucht die ortsansässige Volksschule und am 10.April 1927 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Richard Rumpf (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert.
Einberufen zum Wehrdienst 1.Okt. 1937
Dienstgrad Gefreiter

Quelle Hilde Wagner Privat
Am 21. August 1941 teilte Komp.-Führer des 5. Inf.-Regiment, Leutnant Schlüter, seinem Vater Christian Hinn in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Gefreite Karl Arthur Hinn, am 20. August 1941 gefallen ist.
5./Inf Regt. 302 im Felde, den 21.8.41
Herrn
Christian Hinn
Simmersbach /Dillenburg
Sehr geehrter Herr Hinn!
Die Kompanie muß Ihnen leider die traurige Nachricht geben, daß Ihr Sohn der Gefreite Karl Hinn bei den schweren Kämpfen am 20.8.41 in der Gegend von Salla sein Leben lassen mußte.
Er fiel, in beispielhafter Weise kämpfend, durch Granatsplitter. Gelitten hat er nicht mehr. Wir haben ihn auf dem Heldenfriedhof der Division bei Särkälä beigesetzt.
Die Kompanie verliert in ihm einen guten Kamerad und wird ihn als Beispiel höchster Pflichterfüllung stets in ehrendem Andenken bewahren.
Ich bitte Sie, mein und der Kompanie tiefempfundenes Beileid entgegennehmen zu wollen.
Heil Hitler
gez. Unterschrift
Leutnant u. Kompanie-Führer
Die Übereinstimmung der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 30. März 1943

Am 23. Dezember 1941 ließ der teilte Komp.-Führer des 5. Inf.-Regiment, Oblt. Konr. Schlüter seinem Vater Christian Hinn Weihnachtsgrüße ausrichten
Dienststelle 27155 im Felde, den 23.12.41
Oblt. Konr. Schlüter
Sehr geehrter Herr Hinn!
Als unser Kompanieführer darf ich Sie bitten, zum Heldentod Ihres Sohnes, den er als Angehöriger meiner Kompanie gefunden hat, nachträglich mein Beileid entgegennehmen zu wollen.
Dadurch, daß er zu unserer Soldatenfamilie gehörte, drängt es mich Ihnen zu dem vorstehenden Fest der Familie, der Weihnacht, allerbeste Grüße zu vermitteln. Es ist für Sie die erste Weihnacht, die Sie Ihnen Sohn verbringen und auch die Kompanie muss in Stiller und ernster Stunde diese Kriegsweihnacht ebenso ohne Ihn verbringen; diese Gemeinsamkeit verbindet uns auf das engste mit den Angehörigen gefallener Kompanie angehöriger.
Bei dieser Gelegenheit gestatte ich mir, Ihnen zu der bevorstehenden Jahreswende meine besten Glückwünsche zum neuen Jahr zu übermitteln und entbieten. Ebenso lassen alle Kompanieangehörigen durch mich Ihre Glückwunsch zum Neuen Jahr übermitteln.
Bedürfen Sie in Irgendeiner Form einer Hilfe, bitte ich Sie recht herzlich, dies ohne Bedenken in Anspruch zu nehmen. Es wird für mich stets ein ehrenvoller Auftrag sein, wenn ich Ihnen Hilfsbereit zur Seite stehen kann.
Mit den besten Wünschen für Ihr persönliches Wohlergehen bin ich mit
Heil Hitler!
Ihr erg.
Oblt u. Leutnant Konr. Schlüter
(Kompanieführer)

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 2/1942
Der Gefreite Karl Hinn, zuletzt , wohnhaft in Simmersbach, ist am 20. August 1941, Todesstunde unbekannt, bei Erkki Höhen, Ostfront gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 11. Oktober 1913 in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet
Eingetragen auf mündliche schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene in Berlin
Auf Grund Standesamtlicher Ermittlungen wurde der Eintrag geändert:
Beruf Schlosser, Religion evangelisch
Standesamt Simmersbach Nr.3/1913
Vater: Christian Hinn, Maurer, wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Katharina Hinn geborene Schmidt, wohnhaft in Simmersbach
Simmersbach den 15.2 1942 Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen
Karl Arthur Hinn ist am 20. Aug. 1941 bei den Kämpfen um die Erkki-Höhen an der „Eismeerfront“ in Nordfinnland an der Grenze zwischen Finnland und der UdSSR gefallen, eine Nachricht zum Tode erfolgte am 21. Aug. 1941 durch den Komp.-Führer des 5./Inf. Regt. 302. Er wurde auch, wie Adolf Reh, in der Kriegsgräberstätte Salla beigesetzt.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Geburtsnebenregister-Nr. 20 / 1911, 3/1913, 17/1919, 16/1924
Heiratsnebenregister-Nr. 1 / 1911
Sterbenebenregister 2 / 1942,
Standesamt Lang Göns, Heiratsnebennebenregister Nr. 4 / 1941
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Bundesarchiv Berlin
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Hilde Wagner

 

 

 

Wilhelm Heinrich Wagner


Weitere Angaben zur Familie von Wilhelm Heinrich Wagner siehe unter Adolf Wilhelm Wagner, der am 06.10.941 bei Tscherenowa während des Unternehmens „Barbarossa“ (Kampf um Moskau), gefallen ist.

Wilhelm Heinrich Wagner wird am 4. März 1919 als viertes Kind der Eheleute Heinrich Wagner IV. und Elise Fuchs in Simmersbach geboren.
Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 9. April 1933 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Hans Ludolph (Pfarrer vom 01.05.1933-26.04.1936) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Formers, den er sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst ausübt.
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 19.01.1940: 3. Kompanie Infanterie-Ersatz-Bataillon 388, Aschaffenburg
[Bundesarchivsignatur B 563/65799, Seite 34]
Letzte Meldung vom 22.11.1941: 6. Kompanie Infanterie-Regiment 388
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ W-1347/405]
Letzter Dienstgrad Gefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ W-1347/405]
Verstorben am 22. Nov. 1941 Hauptverbandsplatz Il Fischerhalbinsel der Sanitäts-Kompanie 1/91.
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ W-1347/405]
Am 23. November teilte der Kompanieführer, Oberleutnant Blazeejak, seinem Vater Heinrichrich Wagner IV. in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Gefreite Wilhelm Heinrich Wagner, am 22. November 1941 gefallen ist.
Blazejeak, Oberleutnant und
Kompanie-Führer Im Felde, 23.11.41  Nr. 02672 C
Herrn H. Wagner, Simmersbach.
In den schweren Kämpfen gegen den Bolschewismus fiel Ihr Sohn, der Gefreite Wilhelm Wagner am 22.November I941 in soldatischer Pflichterfüllung getreu seinen Fahneneid für das Vaterland. * Ich spreche Ihnen sogleich im Namen seiner Kameraden meine wärmste Anteilnahme aus. Ihr Sohn hat sich in vorbildlicher, tapferer Weise eingesetzt und wir haben in ihm einen unserer besten Kameraden verloren. Die Kompanie wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.
In aufrichtigem Mitgefühl in Ihrem schweren Leid Grüße ich Sie
Blazejezak
Oberleutnant u. Komp. – Führer

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 1/1943
Simmersbach, den 3. Februar 1943
Der Obergefreite Former Wilhelm Heinrich, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach Nr. 70, ist am 22. November 1941 Todesstunde unbekannt auf der Fischerhalbinsel, östlicher Kriegsschauplatz, gefallen
Der Verstorbene war geboren am 4. März 1919 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 6/1914)
Vater: Heinrich Wagner 4., Former, wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Elise Wagner, geborene Fuchs wohnhaft in Simmersbach
Eingetragen auf mündliche schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene vom 30.Januar 1943
Beruf, Familienstand und Wohnort der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen
Bei Kämpfen auf der Fischerhalbinsel, eine Halbinsel an der Barentsee (FIN, SU), der „Eismeerfront“, ist Heinrich Wilhelm Wagner am 22 Nov. 1941 so schwer verwundet worden, daß er noch am gleichen Tag im Hauptverbandsplatz II der Fisvcherhalbinsel an seiner schweren Vewundung gestorben.
Er wurde auf dem Soldatenfriedhof Petschenga beigesetzt.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach

Geburtsnebenregister-Nr. 15 / 1912, 24 / 1913, 6 / 1916, 4 / 1919 und 8 / 1923
Heiratsnebenregister-Nr. 6 / 1911
Sterbenebenregister 6 / 1942, 1 / 1943, 5 / 1943, 6 / 1949, 9 / 1949
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Margit Saalbach
Familienstammbuch und Familienbibel Wagner

 

Unternehmen „Blau“ 1942
Unter dem Decknamen „Fall Blau“ oder „Unternehmen Blau“ begann der erste Teil der Sommeroffensive vom 7. Mai bis zum 18. November 1942 des Deutsch-Sowjetischen Krieges.

Während der Operation „Blau“ 1942 sind
Adolf Wilhelm Wagner (⁕09.05 1916) aus Nahäusersch erlag im Lazarett am 15. Sept. 1943 gegen 17 Uhr seinen Verletzungen, wurde am 16. Sept. 1943 in einem Friedhof im Park der Stadt Krymskaja, nicht weit von Noworossijsk entfernt, bestattet.
Erich August Gustav Kolbe (⁕17.01 1915) aus Primbs wurde am 27. Dez. 1942 verwundet und erlag am 28. Dez. 1942 auf dem H.V.Pl. Lesken, Apscheronsk, seinen Verletzungen.
Franz Ax (⁕22.12 1914), wohnte in der Lindenstraße ( bei Kretz) und ist am 09. Sept. 1942 in Mosdok gefallen
Quelle LAGIS Hessen, Sterbenebenrgister Standesamt Simmersbach

 

 

Adolf Wilhelm Wagner


Weitere Angaben zur Familie von Adolf Wilhelm Wagner:
Siehe unter Karl Wagner, der am 2.Okt.1941 in Tschenwihi, Operation „Barbarossa“,gefallen ist.

Adolf Wilhelm Wagner wird am 21. Nov. 1923 als sechstes Kind der Eheleute Karl Wagner II. und Alwine Wagner geb. Konrad in Simmersbach geboren.
Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 3. April 1938 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Karl Stiehl (Pfarrer von Mai 1936-1954) konfirmiert.

Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA).
Erste Meldung vom 13.09.1942, 3. Kompanie Infanterie-Regiment 57
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-48/620]
Letzte Meldung vom 13.09.1942: 3. Kompanie Infanterie-Regiment 57
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-48/620]
Letzter Dienstgrad: Schütze
Verstorben am 13.09.1942 Feldlazarett Krymskaja / Russland
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-48/620]
Am 13. Oktober 1942 teilte der Chefarzt des Feldlazarettes Krymskaja, Oberstabsarzt Dr. Werner Tentendorf, seinem Vater Karl Wagner II. in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Schütze Adolf Wilhelm Wagner am 13. September in Folge seiner schweren Verwundung gestorben ist.
Dienststelle 131 91
Sehr geehrter Herr Wagner!
Ich habe die schwere Pflicht, Ihnen mitzuteilen, daß Ihr lieber Sohn, der Schütze Adolf Wagner, geb. am 21.11.1943, am 12. September bei den harten Kämpfen um Noworossisk durch einen Granatsplitter an der rechten Brustwand schwer verwundet wurde.
Er wurde uns am folgenden Tag in einem schlechten Allgemeinzustand in unser Lazarett eingeliefert, wo wir ihn sofort operierten. Trotz aller angewandten Miehe gelang es uns jedoch‘ nicht, Ihren Sohn am Leben zu erhalten, da der Granatsplitter euch eine ausgedehnte Verletzung der Lunge verursacht hatte. Am 13. September gegen 17 Uhr ist der Schwerverwundete gestorben.
Wir alle betrauern diesen jungen Kameraden, der bis zuletzt seine Soldatenpflicht getan hat, aufs schmerzlichste. Wir werden ihn morgen auf unserem Heldenfriedhof an der Seite anderer gefallener Kameraden unter militärischen Ehren bestatten. Der Friedhof liegt in einem Park der Stadt Krymskaja an der Strafe nach Krasnodar, nicht weit vor dem heißumkämpften Noworossisk.
Indem ich Ihnen zu dem schweren Verlust unser Aller herzlichstes Beileid ausspreche, bin ich mit dem Ausdruck aufrichtiger Anteilnahme
Ihr sehr ergebener
Dr. Werner Tentendorf
Oberstabsarzt und Chefarzt.
Die Übereinstimmung der Abschrift mit der Ursehrift bescheinigt.

Simmersbach, den 13.0ktober 1942

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 5/1943
Simmersbach, den 25. Februar 1943
Der Schütze, Sägewerksarbeiter Adolf Wilhelm Wagner, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 13. September 1942 um 17 Uhr 00 Minuten bei Krymskaja , östlicher Kriegsschauplatz gefallen
Der Verstorbene war geboren 21. Nov. 1923 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 8/1914)
Vater: Karl Wagner II. Wegewärter, wohnhaft in Simmersbach, Winkelstraße 5
Mutter: Alwine Wagner geborene Konrad, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf mündliche schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene am 23. Februar 1943
Beruf, Religion, das Standesamt mit Nr., sowie Name und Wohnort der Mutter des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen
Adolf Wilhelm Wagner ist am 12. Sept. während des „Unternehmens Blau“ bei harten Kämpfen um Noworossisk durch einen Granatsplitter an der rechten Brustwand so schwer verwundet worden, daß er am 13. Sept. 1942 um 17 Uhr 00 Minuten im Feldlazarett Krymskaja gestorben ist.
Am 16. Sept. 1942 wird er auf einem Friedhof an der Seite anderer gefallener Kameraden in einem Park der Stadt Krymskaja an der Straße nach Krasnodar, nicht weit vom Kaukasus-Gebirge entfernt, unter militärischen Ehren bestattet. Die Benachrichtigung über den Tod von Adolf Wilhelm Wagner erfolgte durch Dr. Tentendorf, Oberstabs- und Chefarzt.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 8 / 1914, 12 / 1916, 13 / 1916, 2 / 1921, 12 / 1922, 17 / 1923, 8 / 1925, 3 / 1928, 4 / 1928, 7 / 1929, 5 / 1931, 6 / 1931
Heiratsnebenregister Nr. 7 / 1913
Sterbenebenregister Nr.5 / 1942, 5 / 1943, 7 / 1946
Kriegstagebuch des OKW, Percy E. Schramm Band 1- 8, Teilband 1-2
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Klaus-Dieter Wagner

 

 

 

Erich August Gustav Kolbe

Eltern August Kolbe und Marie Berta Kolbe geb. Gindrak in Berlin-Wedding geboren.
Erich August Gustav Kolbe wird am 7. Jan. 1915 in Berlin-Wedding als Kind der Eheleute August Kolbe und Marie Berta Kolbe geb. Gindrak in Berlin-Wedding geboren.
Er heiratet am 28. Sept. 1940 Anna Speck (*6. Jan. 1923), Tochter von Wilhelm Heinrich Speck (*12.2.1877) und Elisabetha Simmer (*13,4.1882), Ihr Sohn Artur Erich ist am *12. Jan 1941 in Simmersbach geboren
Nach der Hochzeit wohnen Sie in der Bergstraße in Simmersbach, Hausname „Specks“
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
1. Meldung vom September1939, 7. Kompanie Infanterie-Regiment 66
[Bundesarchivsignatur B 563/71916, Seite 7]
Letzte Meldung vom 28.12.1942:7. Kompanie Panzer-Grenadier-Regiment 66
[Bundesarchivsignatur B 563-1 KARTEI/K-2758 / 433]
Letzter Dienstgrad: Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/K-2758 / 433]
Gefallen 28.12.1942 bei Lesken, Unternehmen „Blau“, der erste Teil der Sommeroffensive, vom 7. Mai bis zum 18. November 1942
Am 5. November 1943 teilte Komp.-Führer, Oberleutnant Sauer, seiner Ehefrau Anna Kolbe geb. Speck in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Obergefreite Erich August Gustav Kolbe, 28. Dezember gestorben ist.
Abschrift
Oblt. Sauer ; 001o1 D 5.11.1943
Sehr verehrte Frau Kolbe!
Schwerem Herzens muß ich Ihnen heute die traurige Mitteilung machen, da8 Ihr Mann an seinen, am 27.12.1942 erlittenen Verwundungen auf dem H.V. Lesken 11 verstorben ist.
Ich spreche Ihnen sowie dem Kleinen Sohn unseres Kameraden gleichzeitig im Namen der gesamten Kompanie, meine wärmste Anteilnahme aus.
Mit Ihrem Mann der mir durch seine lange Zugehörigkeit zur Kompanie persönlich besonders nahe stand, verliere ich einen meiner tapfersten und zuverlässigsten Soldaten. Wir alle, ais wir nun schon Jahre hindurch zusammen sind, werden unseren Erich nicht vergessen.
Möge Ihnen die Gewissheit, dass Ihr Mann sein Leben für die Größe und den Bestand unseres geliebten Vaterlandes hingegeben hat, ein Trost in Ihrem schweren Leid sein.
Ihr Mann wurde durch Granatsplitter an beiden Füßen verwundet. Der Blutverlust war so groß, daß er am folgenden Tag, trotz allerschnellster Hilfe starb.
Ich Grüße Sie, verehrte Frau Kolbe,
in aufrichtigem Mitgefühl und bin
Ihr Hans Sauer.
Die seit Monaten des vergangenen Jahres andauernden harten Kämpfe haben mir leider bisher keine Zeit zur Benachrichtigung gelassen. Ich bitte sie höflichst, dies Entschuldigen zu wollen.
Die Richtigkeit dieser Abschrift mit der Urschrift bescheinigt.

Simmersbach, den 4. Mai 1944
Erich August Gustav Kolbe wurde am 27.12.1942 durch Granatsplitter an beiden Füßen verwundet. Durch diese Verwundung hatte er einen so starken Blutverlust, daß er am nächsten Tag, den 28.12.1942, trotz allerschnellster Hilfe im H.V.Pl. Lesken, Russland, gestorben ist.

Quellen Standesamt Berlin-Wedding, Geburtsnebenregister Nr. 112 / 1915
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Heiratsnebenregister Nr. 4 / 1940
Sterbenebenregister Nr. 7 / 1944

 

 

 

Franz Ax
Franz Ax wird am 22. Dez. 1914 als einziges Kind von Emilie Ax aus Nanzenbach in Oberscheld geboren.
Er zieht mit seiner Mutter Emilie nach Simmersbach in die Lindenstraße („Dreckweg“) und sie wohnen in Kretz. Wie alle Simmersbacher Kinder geht er in die ortsansässige Volksschule und wird er am 24.März 1929 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Richard Rumpf (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Ausbildung zum Former, vermutlich bei Buderus in Eibelshausen, wo er bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst am 20.10.1939 auch sehr wahrscheinlich gearbeitet hat.
Franz Ax heiratet am 27. Aug. 1939 Luise Dorothea Ax geb. Baum aus Eiershausen, wohnt und lebt mit seiner Frau in der Lindenstraße in Simmersbach bei Kretz, Sie haben einen Sohn,
Horst Ax, (⁎04.07.1940 †08.08.2018)

Am 31: Oktober 1942 teilte der Truppführer, Oberleutnant Rapp seiner Frau Luise Dorothea Ax geb. Baum in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Feldwebel Franz Ax, am 9. Februa2 1942 gefallen ist.
Sehr geehrte Frau Ax!
Ich habe die traurige Pflicht, Ihnen mitteilen zu müssen, daß Ihr Ehemann, der Feldwebel der Gendarmerie Franz Ax, in soldatischer Pflichterfüllung, getreu seinem Fahneneide am 9.9.42 auf dem Felde der Ehre gefallen ist.
Ich spreche Ihnen, zugleich im Namen seiner Kameraden, meine wärmste Anteilnahme aus. Wie werden diesem guten, aufrechten und immer lebensfrohen Kameraden in unseren Reihen stets ein ehrendes Andenken bewahren.
An einem stark umkämpften Brückenkopf am Terek wurde Ihr Ehemann von mir an einer vom Feinde stark mit Artillerie belegten Stelle eingesetzt. Trotz des starken Feindfeuers versah er hier seinen Dienst und blieb tapfer auf seinem Posten. Hier ereilte ihn das Schicksal. Durch einen Granatsplitter in der Lunge verletzt, wurde er zum Hauptverbandsplatz transportiert. Leider war die Verwundung so schwer daß Ihr Ehemann kurz nach Einlieferung seine Augen für immer schloss
Am 10.9. wurde unser tapferer Kamerad in Mosark begraben. Von seinem Grabe machten seine Kameraden mehrere Aufnahmen. Einliegend senden wir Ihnen die Negative und bitten sie höflichst, da auch wir gerne von unserem Kameraden Ax eine bleibende Erinnerung haben mochten, uns einige Abzüge zu schicken. Die genaue Grablage geht sie, verehrte Frau AX, nachträglich zu. .
Ich weiß, dass Trostworte den Schmerz und den Verlust, der Sie getroffen hat, nicht lindern können. Möge Ihnen die Gewiehert, daß Ihr Ehemann sein Leben für die Größe und den Bestand von Volk, Führer und Reich hingegeben hat, ein Trost in dem schweren Leid sein, das Sie betroffen hat.
Ich grüße Sie in aufrichtigem Mitgefühl
Rapp
Oberleutnant und Truppführer
Die Übereinstimmung der Abschrift mit der Urschrift bescheinigt
Simmerbach, 31.0kt.1942

Quelle Unterlagen von Martin Dietrich
Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 11/1943
Der Oberfeldwebel Franz Ax, wohnhaft in Simmersbach, ist am 9. September 1943 um 13 bei Mosdok, östlicher Kriegsschauplatz, gestorben.
Der Verstorbene war geboren am 22. September 1914 in Oberscheld (Standesamt Niederscheld Nr. 70/1914)
Vater: ?
Mutter: Emilie Ax, Dienstmagd in Oberscheld wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war verheiratet mit Luise Dorothea Ax, geborene Bau , wohnhaft in Simmersbach
Eingetragen auf mündliche schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene vom 7. Juni 1943
Der Anzeigende Beruf, die Religion, auch die Geburt konnte auch mit No. Die Informationen sowie der Geburtsname Mutter des verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen.
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen
Eheschließung des Verstorbenen am 28.8.1939 (Standesamt Simmersbach Nr. 11/1939)
Während des Unternehmens „Blau“ wurde Franz Ax bei Abwehrkämpfen am Brückenkopf des Terek durch einen Granatsplitter in der Lunge so schwer verwundet, daß er zum Hauptverbandsplatz, dem Feldlazarett der 13. Pz. Div., H.V.Pl. Mosdok, gebracht wurde und dort kurz nach seiner Einlieferung an Folgen seiner schweren Verwundung am 9. Sept. um 13:00 Uhr starb.
Nach den Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde er nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt. Sein sein Grab befindet derzeit noch in Mosdok. Der Volksbund bemüht sich auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Franz Ax zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätten zu geben. Sein Name sowie die persönlichen Daten sind in einem Gedenkbuch verzeichnet.
Quelle Text Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Sein Name ist nicht auf dem Mahnmal am Friedhof aufgeführt, obwohl er zu diesem Zeitpunkt in Simmersbach bei „Kretz“ in der Lindenstraße wohnte. Er ist in Nanzenbach geboren, aber in Simmersbach zur Schule gegangen und wurde in der Katharinenkirche zu Simmersbach konfirmiert.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Heiratsnebennebenregister Nr. 11 / 1939
Sterbenebenregister Nr. 11 / 1943
Standesamt Niederscheld. Geburtsnebenregister Nr. 70 / 1914
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
https://trauer.mittelhessen.de/traueranzeigen/Horst/Ax

 

Der Afrika-Feldzug
9. September 1940 bis 13. Mai 1943  Ort, Gebiete Libyen, Ägypten, Tunesien

Während des Afrika-Felzuges ist
Adolf Heinrich Geil (⁕08.03 1916) aus Bäckasch ist am 27. Mai 1942 in Afrika gefallen
Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 9 / 1909, 5 / 1910, 7 / 1911, 13 / 1912, 21 / 1913, 2 / 1916, 12 / 1918, 7 / 1920, 12 / 1923, 4/ 1925
Heiratsnebenregister Nr. 1 / 1909
Sterbenebenregister Nr. 6 / 1949
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Dokumente, Unterlage, Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Marianne und Eberhard Reh

 

Adolf Heinrich Geil

Eltern Karl Daniel Geil (*13.10.1880 †31.8.1954), Sohn von Georg Daniel Geil (*27.09.1856 †27.12.1938) und Maria Elisabeth Heinzel (*02.08.1875) aus Philipps heiratet am 21.02.1909 in Simmersbach Katharina Reh (*08.01.188 †22.05.1967), Tochter von Johannes Reh V. und Katharina Wagner aus Hobs.

Sie wohnen in der Winkelstraße 4, „Hommelecke“, in Simmersbach, Hausname „Bäckasch“ und hatten zehn Kinder
Marta Geil (*15. Mai 1909 †3. Sept. 1982) heiratet Ewald Heinrich Reh (*2001. †1907) aus Eintrachts
Karl Ewald Geil (*12. Mai 1910 †7. Okt.1962) heiratet Erna Wagner aus Nahäusersch
Richard Geil (*26.Nov. 1911)
Anna Geil (*10. Juli 1912 †16. Juli 1913) ist mit nur einem Jahr ertrunken.
Emmi Geil (*18. Nov.1913) heiratet Heinrich Lenz (*1911 †1969) aus Gönnern
Adolf Heinrich Geil (*8. März 1916) am 27. Mai 1942 in Afrika gefallen
Pauline Geil (*18. Dez. 1918 †6. März 1987) arbeitete bis zu Ihrer Hochzeit mit Franz Petermann im Kindergarten
Albert Geil (*28. Juli 1920 †23. Mai 1992) heiratet Hedwig Konrad (*1922 †2007) aus Glasnasch
Hedwig Geil (*28. Juli 1923 †22. Dez. 1998) bleibt unverheiratet
Gustav Geil (*4. Mai 1925 ) am 5. November 1944 gefallen
Gemeinsam verbringen die Geschwister Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Bäckermeister, arbeitete in der eigenen Bäckerei in Simmersbach, die Mutter Katharina hilft neben Ihrem Haushalt im Bäckerei-Laden Ihres Mannes mit.

Adolf Heinrich Geil wird am 7. März 1916 als fünftes Kind der Eheleute Karl Daniel Geil und Katharina Reh in Simmersbach geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die örtliche Volksschule und wird am 13. April 1930 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Heinrich Hartmann (Pfarrer von 1929-1932) konfirmiert.

Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Letzte Meldung vom 27.05.1942: Stab Ill Panzer-Grenadier-Regiment 115
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ G-1348/237]
Letzter Dienstgrad Feldwebel (Schirrmeister, Verwalter und Betreuer von Material, Fuhrpark und deren Zubehör)
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ G-1348/237]
Gefallen am 27. Mai 1942 Punkt 187, bei Kämpfen des Afrika-Feldzuges, südlich Aeroma
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ G-1348/237]
Eine Nachricht zum Tode erfolgte am 8. Juni 1942 durch Leutnant Wuersig.
Am 8. Juni 1942 teilte die Dienststelle 16558 A, Leutnant Wuersig, seinem Vater Karl Daniel Geil in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Feldwebel Adolf Heinrich Geil am 27. Mai 1942 gefallen ist.
Wuersig, Lt. Afrika, den 8. Juni 1942.
Dienststelle 16558 A.
Herrn
Karl Geil
Simmersbach / Kr. Biedenkopf
Sehr geehrter Herr Geil.
Ich habe die traurige Pflicht, Ihnen die Mitteilung machen zu müssen, dass Ihr Sohn in den Kämpfen südlich Tobruk am 27.5,1942 gefallen ist. In soldatischer Pflichterfüllung hat er getreu seinem Fahneneide, sein junges Leben für Führer Volk gegeben.
ich spreche Ihnen, zugleich im Namen seines Kommandeurs, der infolge andauernder Kämpfe noch keine Gelegenheit fand, Ihnen pers6énlich zu schreiben, sowie im Namen seiner Kameraden, meine wärmste Anteilname aus. Der Stab verliert in Ihm einen Kameraden, der sich als Soldat stets bewährt hat, und infolgedessen als Schirrmeister des Stabes eingesetzt war. Durch In Ausübung seines Dienstes, zusammen mit seinem Kameraden dem Uffz. Benner aus Breidenbach neben seinem Landsmann ein würdiges Soldatengrab bereitet, Sein Andenken wird im Stab stets in Ehren gestellt fortleben.
Möge die Gewißheit, dass Ihr Sohn sein Leben für die Größe und den Bestand vor Volk, Führer und Reich hingegeben hat, Ihnen ein Trost in dem schweren Leid sein, das Sie betroffen hat.
Ich Grüße Sie in Aufrichtigem Mitgefühl
gez. Wuersig
Leutnant
Die Übereinstimmung. mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 30. Juli 1942

 

 

 

Stalingrad 1942 bis 1943

Während der Schlacht von Stalingrad 1942 bis 1943 sind
Heinrich Oskar Wagner (⁕10.08 1922) aus Nahäusersch wird seit dem 08. Jan 1943 vermisst.

 

Heinrich Oskar Wagner


Weitere Angaben zur Familie von Heinrich Oskar Wagner:
Siehe unter Adolf Wilhelm Wagner, Gefallen bei der Operation „Blau“ 1941 in Noworossijsk.

Heinrich Oskar Wagner aus Nahäusersch wird am 18.08.1922 als fünftes Kind der Eheleute Karl Wagner II. Alwine Konrad geboren.
Wie seine Geschwister und alle anderen Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 5. April 1936 in der Katharinen Kirche zu Simmersbach von Pfarrer Karl Stiehl (Pfarrer von Mai 1936-1954) konfirmiert.
Einberufung zum Wehrdienst 4. Juni 1941
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 13.04.1942 4. Kompanie Panzer-Transport Afrika
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-48/620]
Letzte Meldung vom 08.01.1943 10. Batterie Artillerie-Regiment 285
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-48/620]
Letzter Dienstgrad Kanonier
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-48/620]
Vermisst seit dem 08.01.1943 Kampfraum Stalingrad
Der Genannte ist durch Beschluss des Amtsgerichts Biedenkopf vom 30.04.1956, Az.: Il 4/56, für tot erklärt, als Todeszeitpunkt wurde der 31. Dez. 1945 festgelegt.
Am 10. November 1943 teilte der Arbeitsstab Stalingrad und Tunis in Hannover, Wehrkreiskommando 11, Abt. 1, Major Reiners seinem Vater Karl Wagner II. in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Ihr Sohn, der Kanonier Heinrich Oskar Wagner, seit dem 8. Januar 1943 als vermisst gilt.
Arbeitsstab Stalingrad u. Tunis Hannover den 10.11.1943
Wehrkreiskomando 11
Abt. 1
Sehr geehrter Herr Wagner II.
Ich bedauere tief Ihnen mitteilen zu müssen, dass die Ermittlungen über das Schicksal Ihres Sohnes, des Sold. Heinrich Oskar Wagner, F.P. Ny. 25370 B der zuletzt im Kampfraum Stalingrad eingesetzt war, keine restlose Klarheit ergeben haben und Ihr Sohn deshalb als vermisst gelten muss, seit 8.1.1943.
Die Sowjet Union lehnt die namentliche Bekanntgabe der in Ihrer Hand befindlichen Kriegsgefangenen ab, obwohl ein derartiges Verhalten im Widerspruch zu dem Kriegsrecht steht.
Bemühungen internationale Hilfsgemeinschaften oder neutraler Staaten die darauf abzielten, diese Haltung der Sowjet Union zu andern. sind bisher leider ergebnislos verlaufen.
Nachrichten die über das Schicksal der Gefangenen umlaufen, sind unkontrollierbar und es. besteht Anlass zu der Annahme, dass die zur Irreführung sowie Beunruhigung weiter Volkskreise als feindliche Zweckpropaganda in die Welt gesetzt sind.
Zu meinem größten Bedauern bin ich nicht in der Lage, Ihnen eine aufklärende Mitteilung und tröstende Gewissheit zukommen.
Heil Hitler
Reiners, Major
(Leiter des Arbeitsstabes Stalingrad u. Tunis)
Die Übereinstimmung. der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 2.6.1944

Heinrich Oskar Wagner wird seit dem 08. Jan 1943 in Stalingrad vermisst, die letzte Nachricht ist ein Brief vom 8. Jan. 1943.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt. Der Volksbund bemüht sich aber auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Heinrich Oskar Wagner zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben.
Fast 75 Jahre nach dem Ende der erbitterten Kämpfe um Stalingrad haben Tausende Familien noch immer keinen Hinweis über den Verbleib ihrer Angehörigen, deren Spuren sich 1942/43 zwischen Don und Wolga verloren haben. Um diesen dennoch einen Ort des persönlichen Gedenkens zu schaffen, hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge die Personalien der Stalingrad-Vermissten auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Rossoschka bei Wolgograd dokumentiert. Auf 107 Granitwürfeln mit einer Kantenlänge von 1,50 Metern und einer Höhe von 1,35 Metern sind in alphabetischer Reihenfolge 103.234 Namen eingraviert.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Herbert Reh (*02.02.1923, 19 Jahre) aus Hobs, der auch in Stalingrad war, wurde am 9. Jan. 1943 verwundet ausgeflogen, das letzte Flugzeug startete wohl am 23. Jan. 1943.
Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 8 / 1914, 12 / 1916, 13 / 1916, 2 / 1921, 12 / 1922, 17 / 1923, 8 / 1925, 3 / 1928, 4 / 1928, 7 / 1929, 5 / 1931, 6 / 1931
Heiratsnebenregister Nr. 7 / 1913
Sterbenebenregister Nr.5 / 1942, 5 / 1943, 7 / 1946
Kriegstagebuch des OKW, Percy E. Schramm Band 1- 8, Teilband 1-2
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Klaus-Dieter Wagner

 

 

Abwehrkämpfe an der Ostfront 1943 bis 1944

Während der Abwehrkämpfe an der Ostfront 1943 und 1944 sind
Alfons Primbs (⁕04.12 1909) aus ist am 28. Jan1943 in Kastornoje / Wyssokoje gefallen
Otto Schmidt (⁕29.09 1919) aus XX ist am 06.Mai 1943 in Puschkino gefallen und wurde ca. 50 km ostwärts Jarzewo und 5 km südlich der Straße Jarzewo-Wjasma, beigesetzt
Walter Hinn (⁕07.11.1911) aus Schmitts ist am 24. Juli 1943 in Kiselevo / Smolensk gefallen
Rudolf Klein (⁕20.11 1910) aus Reinartz ist am 4. Dez. 1943 westl. Redki und ca. 2km. nordwestlich Orscha, Belarus, gefallen.
Walter Schmidt (⁕04.07 1912) aus XX ist am 01. Jan. 1944 im Gebiet um Puschkino gefallen
Quelle LAGIS Hessen, Sterbenebenrgister Standesamt Simmersbach
Kinder von Karl Primbs (*10.6.1932)

 

 

Alfons Primbs

Alfons Primbs wird am 4. Dezember 1909 als Kind von Augusta Primbs aus Breitenhausen Nr. 141 (Bayern) geboren und besucht die ortsansässige Volksschule.
Ob er Geschwister hatte, ist nicht bekannt
Er heiratet am 26. Februar 1931 in Niederwalgern Rosine Jacobi (*26.06.1905) aus Simmersbach aus Jacowis, sie wohnen in der Feldstraße, Hausname „Primbs“ und hatten vier Kinder
Karl Primbs (*10.6.1932)
Lieselotte Primbs (*09.07.1935)
Wilmar Primbs
Günter Primbs (*20.02.1940)
Rosine Primbs war Mitarbeiterin des Kindergottesdienstes in Simmersbach bis in die 1960ziger Jahre
Letzter Dienstgrad Gefreiter
Am 7. Mai 1943 teilte der Btl.-Adjutant, Leutnant Koch, seiner Ehefrau Rosine Primbs in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Gefreite Alfons Primbs seit dem 28. Januar 1943 als vermisst gilt.
Leutnant Koch O.U., den 7.5.1943
Frau
A. Primbs,
Frohnhausen / Dillkreis
Hauptstraße 115
Sehr geehrte Frau Primbs!
Eine schwere Pflicht, wohl die schwerste die es für mich als Offizier gibt, zwingt mich heute, Ihnen über das Schicksal Ihres Mannes, des Gefr. Alfons Primbs zu schreiben.
Die harten Kämpfe dieses Winters forderten von jedem Soldaten den höchsten Einsatz. Am 28.1.43 war unsere Einheit beauftragt, als Nachhut zum Schutze vieler Kameraden den nachstoßenden Feind aufzuhalten.
Hier war Ihr Mann zuletzt bei der Einheit und gesehen worden. Seitdem fehlt von Ihm jede Spur. Es ist nicht bekannt, ob er verwundet wurde, jedoch muß damit gerechnet werden, daß er in die Hand des Feindes gefallen ist.
Ich wei8, daß ich Ihnen mit dieser Nachricht grog8en Kummer bereite. Das Ungewisse Tiber das Schicksal Ihres Gatten läßt jedoch den Trost offen, daß die Hoffnung besteht, ihn nach Beendigung dieses Völkerringens in seine Heimat zurückkehren zu sehen. Und diese Hoffnung teile ich mit Ihnen.
Heil Hitler!
Koch
Leutnant u. Btl.Adjutant
Die Übereinstimmung dieser Abschrift mit der Ursehrift bescheinigt

Simmersbach, den 7. Juni 1943

Alfons Primbs wird seit 28. Jan. 1943 an der Ostfront im Raume Kastornoje / Wyssokoje Bolschoje vermisst. Am 28. Jan. 1943 hatte seine Einheit den Auftrag, als Nachhut zum Schutze den nachstoßenden Feind aufzuhalten. Bei diesem Einsatz wurdet Alfons Primbs zuletzt gesehen, seitdem fehlt jede Spur von Ihm. Es ist nicht bekannt, ob er verwundet wurde, jedoch muß damit gerechnet werden, daß er in die Hand des Russen gefallen ist.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit in Kursk – Besedino, sein Name sowie die persönlichen Daten von Alfons Primbs sind in einem Gedenkbuch verzeichnet.
Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Standesamt Niederwalgern Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1931
Geburtsurkunde Nr. 43/1909 des Standesamtes Mariaposchimg in Bayern
Standesamt Simmersbach, Geburtsnebenregister Nr. 9 / 1908, 13 / 1935

 

 

 

Otto Schmidt

Eltern Karl Schmidt VII. (*06.01.1886 †11.02.1920), Sohn von Christian Schmidt (*1855) und Katharina Schmidt geb. Herrmann der am 6. August 1911 in Simmersbach Anna Klein (*13.9.1881 †17.05.1955), Tochter von Johannes Klein IV. (*1867) und Anna Dorothea Klein geb. Theis geheiratet hat.

Sie wohnen an der Bergstraße 5 in Simmersbach, Hausname „Eckeschneirasch“ und hatten vier Kinder.
Marie Schmidt (*28.06.1911 †04.07.1914)
Walter Schmidt (*08.06.1912), wird seit 1944 im Raum Puschkino, Russland, vermisst
Karl Schmidt (*04.07.1915)
Otto Schmidt (*22.09.1919) 6. Mai 1943 im HVP Puschkino, Russland, gestorben
Gemeinsam verbringen die Geschwister Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former arbeitet sehr wahrscheinlich bei Buderus in Eibelshausen, die Mutter Anna betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Otto Schmidt wird am 29. Sept. 1919 als viertes Kind der Eheleute Karl Schmidt VII. Anna Schmidt geb. Klein in Simmersbach geboren. Er besucht die ortsansässige Volksschule in Simmersbach und wird am 9. April 1933 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Hans Ludolph (Pfarrer vom 01.05.1933-26.04.1936) konfirmiert. Aus diesem Konfirmanden-Jahrgang verlieren Rudolf Wagner (Kalenz), sein Cousin Wilhelm Heinrich Wagner (Onnerschmitzgenjusts) und Otto Schmitt (Eckeschneirasch) im 2. Weltkrieg ihr Leben.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Ausbildung zum Modellschlosser und arbeitet nach Beendigung der Lehre sehr wahrscheinlich in diesem Beruf bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst am 30. Aug. 1939.
Abschrift
Der Chefarzt O.U., den 7.9.43
Hauptverbandsplatz Fpnr.36044
Einschreiben!
An
Frau Anne Schmidt,
Simmersbach, Kr. Biedenkopf
Bergstr.5.
Sehr geehrte Freu Schmidt!
Als Chefarzt eines Hauptverbandsplatzes habe ich die traurige Pflicht, Sie von dem Tode Ihres lieben Sohnes, des Uffz. Otto Schmidt, zu benachrichtigen.
ihr Sohn wurde am 1.5.43 mit einer Gehirnentzündung zum hiesigen Hauptverbandplatz Puschkino gebracht, wo er sofort in ärztliche Behandlung kam. Seit seiner Einlieferung war Ihr Sohn stark benommen und hatte keine Ahnung von der Schwere seines Zustandes und von seinem frühen Tode. Am 6.5.43 um 7 Uhr und 15 Minuten ist Ihr Sohn sanft eingeschlafen.
Wenn ich Ihren Sohn persönlich auch nur für kurze Zeit kennengelernt hatte, so kann ich doch Ihren großen Schmerz ermessen, der Sie durch meine traurige Mitteilung ergreift. Ich weiß auch recht wohl, daß alle Worte des Trostes leer und schal klingen in Anbetracht des großen Verlustes, den Sie erlitten haben. Und dennoch möchte ich Ihnen sagen, daß es im Daseinskampf unseres herrlichen deutschen Volkes nichts Größeres gibt, als für das geliebte Vaterland das Leben zu lassen. Und das hat Ihr Sohn getan, auch wenn er nicht von einer feindlichen Kugel getroffen wurde. Seien Sie stolz auf Ihren Sohn und tragen sie Ihren Schmerz in stolzer Trauer!
Nach einer eindrucksvollen Trauerfeier wurde Ihr Sohn heute um 15 Uhr in ein würdiges Soldatengrab gesenkt, das sich hier in Puschkino, ca. 50 km ostwärts Jarzewo und 5 km südlich der Strafe Jarzewp-Wjasma, befindet. Der Nachlaß wird Ihnen über den Truppenteil, zu welchem Ihr Sohn zuletzt gehörte, zugestellt.
Mögen Sie die Kraft finden, Ihr schweres Schicksal zu tragen!
In tiefem Mitgefühl drücke ich Ihnen ergriffen die Hand.
gez. Unterschrift
Stabsarzt u. Chefarzt.
Die Übereinstimmung. der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt

Simmersbach, den 17. Mai 1943

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 8/1954
Simmersbach, den 29. November 1954
Der Unteroffizier Otto Schmidt, Beruf Modellschlosser, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, Bergstraße 5, ist am 6. Mai 1943 um 7 Uhr 15 Minuten verstorben.
Der Verstorbene war geboren am 22. September 1919 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 15/1919)
Vater: Karl Schmidt, Former, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Anna Schmidt geborene Klein, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Dienstelle für Kriegssterbefälle Berlin-Wittenau
Der Beruf, Religion, das Geburtsstandesamt, der Familienstand sowie die Personalien des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Hirnhautentzündung
Der Unteroffizier Otto Schmidt starb am 6. Mai 1943 an der Ostfron auf dem Hauptverbandsplatz Puschkino und wurde noch am gleichen Tage um 15 Uhr in ein Soldatengrab in Puschkino, ca. 50 km ostwärts Jarzewo und 5 km südlich der Strafe Jarzewo-Wjasma, zur letzten Ruhe gebettet.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde Otto Schmidt noch nicht überführt und sein Grab befindet sich in Puschkino / Safonowo – Russland.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Simmersbach, Geburtsnebenregister Nr. 12/1911, 12/1912, 9/1915, 15/1919
Simmersbach, Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1911
Simmersbach, Sterbenebenregister Nr. / 194J

 

 

 

Walter Hinn


Weitere Angaben zur Familie von Walter Hinn:
Siehe unter Karl Arthur Hinn, am 20. Aug. 1941 an der „Eismeerfront“ in Nordfinnland gefallen ist.

Walter Hinn wird am 7. Nov.1911 als erstes Kind der Eheleute Christian Hinn und Katharina Schmidt in Simmersbach geboren.
Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 28. März 1925 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Schlossers, den er nach Beendigung seiner Lehrzeit sehr wahrscheinlich bis zur Einberufung in den Wehrdienst im Febr. 1940 ausübt.
Walter Hinn (*07.11.1911) heiratet am 24. Mai 1941 Johanna Maria Selma Wagner (*24.07.1911 in Offenbach/Main), Tochter von Herrmann Wagner (*11.08.1891) und Maria Wagner geb. Herb (*14.03.1885) aus Lang-Göns, Ihr Sohn Karl-Heinz wird am 17. Juni 1942 geboren.
Am 10. Oktober 1943 teilte Komp.-Führer, Obltn Kern seiner Ehefrau Johanna Maria Selma Hinn geb. Wagner in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Schütze Walter Hinn, seit dem 24. Juli 1943 vermisst wird.
Feldpost. Nr. 24760 Im Osten am 10. Oktober 1943
Frau Hinn!
Lang-Göns/ Giessen
Hessen.
Seit den Kämpfen bei Kisselewo am 24. Juli 1943 wird. Ihr Mann, der Schütze Walter Hinn, vermisst. Ich habe bisher gezögert, Ihnen diese Nachricht zu übermitteln, weil Verwundete mitunter das Lazarett erst aufsuchen, ohne die eigenen Sanitäts-Einrichtungen zu berühren, und auch Versprengte oft lange Zeit benötigen, um zu, ihrer alten Truppe zu finden.
Nachdem bis heute keinerlei Meldungen eingegangen sind, besteht die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Mann in Kriegsgefangenschaft geraten ist.
Ich. habe. selbst erfahren, wie schwer diese Ungewissheit zu ertragen ist, denn mein. Bruder, der auch bei unserer Division als Führer einer Grenadier- Kompanie stand, wird seit der gleichen Zeit vermisst. Aber es besteht doch immerhin die Aussicht, dass Ihr Mann am Leben ist.
Sollten sich später noch Irgendwelche Hinweise über den Verbleib Ihres Mannes ergeben, werde ich Sie sofort benachrichtigen.
Heil Hitler
Kern
Obltn. und Komp. Führer
Die Übereinstimmung der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 2.6.1944

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Geburtsnebenregister-Nr. 20 / 1911, 3/1913, 17/1919, 16/1924
Heiratsnebenregister-Nr. 1 / 1911
Sterbenebenregister 2 / 1942,
Standesamt Lang Göns, Heiratsnebennebenregister Nr. 4 / 1941
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Hilde Wagner

 

 

 

Rudolf Klein

Eltern Ludwig Klein heiratet in Niederdieten Katharina Klein geb. Achenbach aus Niederdiete, Sie wohnen in Niederdieten und hatten mindestens zwei Kinder
Hermann Klein (*18.07.1909), Obergefreiter, wird seit dem 29.09.1943 vermisst
Rudolf Klein (*20.11.1910)
Gemeinsam verbringen die Geschwister Ihre Kindheits- und Jugendjahre in in Niederdieten, wo der Vater Ludwig Klein als Maurer arbeitet und die Mutter Katharina neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft betreibt, in er alle mithelfen müssen.
Rudolf Klein wird am 20. Nov. 1910 als zweites Kind der Eheleute Ludwig Klein und Katharina Klein geb. Achenbach in Niederdieten geboren und besucht die ortsansässige Volksschule. Am Ende seiner Konfirmationszeit wird Rudolf Klein im April 1925 in der Kirche zu Niederdieten konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Maurers den er sehr wahrscheinlich nach Beendigung seiner Lehrzeit bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst ausübt.
Er heiratet am 3. April 1938 Lina Jacobi (*15.06.1914) Tochter von Rudolf und Emilia Elisabetha Jacobi geb. Geil aus Reinarts. Ihre Tochter Gertrud Klein wird am 6. Apr. 1939 geboren.
Rudolf Klein fällt am 4. Dez. 1943, westl. Redki (ca 2km. nordwest. Orscha, Belarus) durch Granatsplitter in die Brust.
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA) zu.
Erste Meldung vom 06.10.1939: 2. Ersatz-Schützen-Kompanie 471, Butzbach
[Bundesarchivsignatur B 563/66299, Seite17]
Letzte Meldung vom 04.12.1943: 6. Kompanie Sturm-Regiment 215
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/K-2595/417]
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/K-2595/417]
Gefallen 04. Dez. 1943 westlich Redki, durch einen Granatsplitter in der Brust
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/K-2595/417]
Am 6. Dezember 1943 teilte die Dienststelle der Einheit (Fp. Nr. 0308) seiner Ehefrau Lina Klein geb. Jacobi in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Obergefreite Rudolf Klein, 4. Dezember 1943 gefallen ist.
Dienststelle
der Einheit Fp. Nr. 0308 Im Felde 6.12.1943
Liebe Frau Klein
Ich habe leider die traurige Plicht, Sie davon in Kenntnis zu setzen, daß Ihr Mann der Obergefreite Rudolf klein am 4.12.1943 den Heldentod starb. In erbittertem Ringen gegen den bolschewistischen Feind, westl. Redki (ca 2okm. nordwest. Orscha) wurde er durch Granatsplitter in die Brust jäh aus dem Leben gerissen. Er hat damit als tapferer Soldat sein Höchstes dem Vaterland gegeben. Vieleicht ist es Ihnen ein kleiner Trost, daß Ihr lieber Mann sofort tot war und wenigstens nicht zu leiden hatte.
Zu dem überaus schweren Verlust, von dem Sie betroffen wurden, spreche ich Ihnen, zugleich im Namen aller Kompanie-Kameraden, meine herzlichste Anteilnahme aus.
Die Kompanie verliert mit Ihrem Mann einen anständigen, guten, hilfsbereiten und allezeit pflichtbewu8ten Soldaten und lieben Kameraden. Trotz seiner kurzen Zugehörigkeit zur Einheit durfte sich Ihr Mann auf Grund seines ehrlichen und offenen Wesens allgemeiner Beliebtheit und Achtung jedes Einzelnen erfreuen.
Seine Vorgesetzten und Kameraden bedauern seinen Verlust zutiefst. Mögen Sie in der Gewißheit, daß Rudolf sein noch junges Leben nicht umsonst, sondern für uns alle gegeben hat, einen kleinen Trost in Ihrem großem Leiden finden.
Die Kompanie wird Ihrem Kameraden ein ehrendes Andenken bewahren. Die Beisetzung erfolgte am gestrigen Tage in würdiger Weise auf dem Heldenfriedhof in Wysskoje (ca. 10 km.nordwestl. der Stadt Orscha) im Beisein einiger Kompanie-Kameraden.
ich grüße Sie in bleichendem Mitgefühl
Ihr
Reinhart
In allen Fürsorge- und Versorgungsfragen wird Ihnen das Wehrmachtfürsorge -und Versorgungsamt, dessen Wohnsitz bei allen militärischen Dienststellen zu erfahren ist, bereitwillig Auskunft erteilen.
Die Übereinstimmung vorstehender Abschrift mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 11.3.1944

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 9/1944
Simmersbach, den 20. September 1944
Der Gefreite Maurer Rudolf Klein, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 4. Dezember 1943, Todesstunde unbekannt bei Orscha, östlicher Kriegsschauplatz, gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 20.November 1910 in Niederdieten (Standesamt Oberdieten Nr.53/1910 )
Vater: Ludwig Klein, Maurer, zuletzt wohnhaft in Niederdieten
Mutter: Katharina Klein, geborene Achenbach, zuletzt wohnhaft in Niederdieten
Der Verstorbene war verheiratet mit Lina Klein geb. Jacobi, wohnhaft in Simmersbach
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene am 18. August 1944. Der Beruf, die Religion, das Geburtsstandesamt sowie die Personalien der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Simmersbach, den 20. September 1944, Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen
Eheschließung des Verstorbenen 03.04.1938 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach 2/1938)
Bei den Abwehr- und Rückzugskämpfe an Ostfront (1943 bis 1944) ist Rudolf Klein am 4. Dez. 1943, westl. Redki, etwa 2 km. nordwestl. Orscha, in Belarus, gefallen
Er wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt. Nach den Informationen des Volksbundes befindet sich sein Grab derzeit noch in Wysokoje/ Orscha – Belarus. Der Volksbund ist bemüht, auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen die Gräber der deutschen Soldaten zu finden und ihnen auf Dauer gesicherte Ruhestätten zu geben und hofft, in nicht allzu ferner Zukunft auch das Grab von Rudolf Klein zu finden um Ihn auf einen Soldatenfriedhof überführen zu können. Sein Name sowie seine persönlichen Daten sind im Gedenkbuch verzeichnet.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Niederdieten Geburtsnebenregister Nr. 53 / 1910
Standesamt Simmersbach, Heiratsnebennebenregister Nr. 2 / 1938
Standesamt Simmersbach Sterbenebenregister Nr. 9 / 1944
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Gertrud Greeb

 

 

 

Walter Schmidt

Weitere Angaben zur Familie Karl Schmidt VII., und und Anna Schmidt geb. Klein, Tochter von Johannes Klein IV. und Anna Dorothea Klein geb. Theis, Siehe unter Otto Schmidt, der am 6. Mai 1943 im HVP Puschkino, an der Ostfront in Russland, gestorben ist.
Sie wohnen an der Bergstraße 5 in Simmersbach, Hausname „Eckeschneirasch“ und hatten vier Kinder.
Walter Schmidt wird am 8. Juli 1912 als zweites Kind der Eheleute Karl Schmidt VII. Anna Schmidt geb. Klein in Simmersbach geboren.
Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 28. März 1926 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Walter Schmidt ist sehr wahrscheinlich im Rahmen der Operation Bagration seit 1944 vermisst, eine Nachricht durch den Komp.-Führer bzw. eine amtliche Stelle liegt jedoch nicht vor
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Simmersbach, Geburtsnebenregister Nr. 12/1911, 12/1912, 9/1915, 15/1919
Simmersbach, Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1911

 

Die Dnepr-Karpaten-Operation
Offensive der Roten Armee vom 24. Dezember 1943 bis zum 17. April 1944

Während der Dnjepr – Karpaten 1943 und 1944 sind
Ottmar (Oskar?) A. Grimm (⁕18.04 1909) aus Roth m Ww: wohnte in Baldersh und ist am 05. Nov. 1943 in Krivoi Rog, Nedaj-Wodaä, gefallen.
Reinhard Ciliox (⁕08.06 1906) aus Annches wird seit dem Jan. 1944 in Jamki, bei Kirowograd vermisst,
Alfried Wagner (⁕20.04 1914 ) aus Kalenz ist am 22. Febr. 1944 in Michailonswa, beim Brückenkopf Nikopol, gefallen, beigesetzt im Ort Wrainka, westlich des Dnjepr
Alfred Roth (⁕24.01 1907) aus Ellsches ist am 26. Febr. 1944 etwa 10 km nordwestlich Kriwoi Rog gefallen
Emil Müller (⁕04.10 1911) aus Owermellasch ist am 26. März 1944 auf dem Transport zum motorisierten Feldlager 52, Odessa, verstorben.
Quelle LAGIS Hessen, Sterbenebenrgister Standesamt Simmersbach

 

 

Ottmar A. Grimm

Ottmar August Grimm wurde am 18. Apr. 1909 in Roth (Westerwald, Dillkreis) geboren und besuchte. wie alle Kinder aus Roth (Westerwald), die ortsansässige Schule.
Er war mit Anna Schmidt verheiratet, wohnte aber wohl in Simmersbach, Feldstraße (bei Baldersch)
Am 10. November 1943 teilte der Einheitsführer, Leutnant Mohr, seiner Ehefrau, Anna Grimm in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Gefreite Ottmar Grimm am 5. November gefallen ist.
Dienstelle Feldpost-Nr. 24262 0.U., den 10.11.43
Frau
Anna Grimm
Simmersbach
über Dillenburg
Kreis Biedenkopf
Sehr geehrte Frau Grimm!
ich habe die traurige Pflicht, Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Mann der Gefr. Ottmar Grimm im Gefecht bei Medajivoca (Kriwoi Rog) am 5.11.1943 durch Bauchschuss gefallen ist. Sie können die Gewissheit haben, dass er nicht mehr hat leiden missen. wir haben ihren Mann mit anderen Kameraden auf dem Kampffeld bei Nedaj-Woda zur letzten Ruhe gebettet.
Ich spreche Ihnen zu dem schweren Verlust, zugleich im Namen seiner Kameraden, den sie durch den Heldentod Ihres Mannes erlitten haben, meine wärmste Anteilrahme aus. Die Kompanie wird ihm stets ein ehrendes Angedenken bewahren.
Die Gewissheit dass Ihr Mann für die Größe und Zukunft unseres ewigen deutschen Volkes sein Leben hingab, möge Ihnen in dem schweren Leid, das Sie betroffen hat, Kraft geben und Ihnen ein Trost sein.
Die Nachlasssachen Ihres Mannes lasse ich unter Einschreiben zugehen.
In allen Fürsorge – und Versorgungsfragen wird Ihnen das zuständige Wehrmachtfürsorge – und Versorgungsamt, dessen Standort bei jeder militärischen Dienststelle zu erfragen ist, bereitwilligst Auskunft erteilen.
In aufrichtigem Mitgefühl Grüße ich Sie mit
Heil Hitler!
Mohr
Leutnant und Einheitsführer.
Die Übereinstimmung. dieser Abschrift mit der Urschrift bescheinigt

Simmersbach, den 11.12.1943

Der Gefreite Ottmar Grimm ist während der Dnjepr-Karpaten-Operaation (1943, 1944) am 05. Nov. 1943 in Kriwoi Rog, Raum Nedaj-Woda (Ukraine) bei den Kämpfen um Kiew, die zwischen Verbänden der Wehrmacht und der Roten Armee und vom 26. Aug. bis zum 20. Dez. 1943 dauerten, gefallen, die monatelangen Kämpfe erreichten mit der sowjetischen Eroberung Kiews am 6. Nov. 1943 ihren Höhepunkt.
Ottmar Grimm wurde noch nicht auf einen vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK) errichteten Soldatenfriedhof überführt. Nach den vorliegenden Informationen des VDK befindet sich sein Grab derzeit noch in Nedajwoda, Ukraine, im Westen der ukrainischen Oblast Dnipropetrowsk, im Rajon Krywyj Rih am linken Ufer des Inhulez.
Der VDK bemüht sich auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen die Gräber der deutschen Soldaten zu finden und ihnen auf Dauer gesicherte Ruhestätten zu geben und hoffen, in nicht allzu ferner Zukunft auch das Grab von Ottmar Grimm zu finden und auf einen Soldatenfriedhof überführen zu können.

Quellen Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach, Geburts,- Heirats- und Sterbenebenregister Nr.

 

 

 

Reinhard Ciliox


Eltern August Ciliox (*11.8.1876 †08.02.1951), Sohn von Johannes Ciliox III. (*1844) und Elisabetha Ciliox geb. Beck, der am 26.07.1903 in Simmersbach Katharina Rein (*15.10.1878 †23.05.1955), Tochter von Elisabetha Margaretha Rein geheiratet hat.

Sie wohnen an der Hauptstraße 35 in Simmersbach, Hausname „Annsches“ und hatten drei ? Kinder.
Rosa Ciliox (*18.01.1904 †1980) heiratet Reinhard Heinrich Klein aus Räraschannams
Reinhard Ciliox (*08.06.1905), seit Jan. 1944 vermisst
Marie Ciliox (*17.01.1912), heiratet Ludwig Karl Klein aus Rärschannams
Mit seinen Geschwistern verbringt er seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Schlosser, arbeitete im benachbarten Eibelshausen bei Buderus, die Mutter Katharina betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.
Das Elternhaus von Reinhard Ciliox wurde vor 1930 gebaut. die Scheune wurde im Jahre 1787 (aus den Aufzeichnungen des Pfarrers Hans Ludolph) gebaut, das Baujahr des Hauses konnte bis jetzt nicht festgestellt werden.

Reinhard Ciliox wird am 8. Juni 1905 als zweites Kind der Eheleute August Ciliox Katharina Rein in Simmersbach geboren. Wie alle anderen Simmersbacher Kinder geht auch er, wie alle seine Geschwister, in die ortsansässige Volksschule, die sich nur wenige Gehminuten vom Elternhaus entfernt befindet.
Am Ende seiner Konfirmationszeit wird Richard Ciliox am 28. März 1920 in der Katharinen Kirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920.1929) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Schlossers, dem er nach Beendigung seiner Lehrzeit sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst nachgeht.
Quelle DRK-Verschollenen-Bildliste Band FU, Seite 410

Er heiratet Rosine Ciliox geb. Konrad (*21.02.1911), Tochter von Heinrich Konrad V. und Elisabeth Konrad geb. Bäcker aus Oberhörlen aus Geholwigs. Nach Ihrer Hochzeit kaufen Sie das Haus von Reinhard und Marie Clemens, geb. Theis (aus Deißwoanasch, Deißmanns) in der Lindenstraße (Dreckweg), und nennen es „Leannes oder Nauciliox“.
Ihre Tochter Inge Hannelore Ciliox ist am 4. Sept. 1940 geboren und hat Ewald Wagner (*7. Apr. 1936) aus Schusdasch geheiratet.
Einberufen 16. Dezember 1939
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 04.01.1940: 3. Kompanie Bau-Bataillon 214
[Bundesarchivsignatur B 563/30755, Seite 10]
Letzte Meldung vom 13.01.1944: 1. Kompanie Pionier-Bataillon 106
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/C-79/448]
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/C-79/448]
Vermisst seit dem 13.01.1944 bei Jamki
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/C-79/448]
Reinhard Ciliox wurde durch den Beschluss des Amtsgerichts Biedenkopf vom 20.11.1956, Az.: 11/25/56 für tot erklärt, als Todeszeitpunkt wurde der 31. Dez. 1945 festgelegt-

Gutachten des DRK zur Suchanfrage
Ausgangspunkt für die Nachforschungen waren die dem Suchantrag entnommenen Angaben, die in die Verschollenen-Bildlisten aufgenommen wurden. Damit sind alle erreichbaren Heimkehrer aus Krieg und Gefangenschaft befragt worden, von denen angenommen werden konnte, daß sie mit dem Verschollenen zuletzt zusammen gewesen sind. Diese Befragungen fanden sowohl in der Bundesrepublik als auch in Osterreich und anderen Nachbarländern Deutschlands statt.
Ferner sind von anderen Stellen, die Unterlagen über die Verluste im 2. Weltkrieg besitzen, Informationen eingeholt worden.
In erster Linie handelt es sich hierbei um das Internationale Komitee vom Roten Kreuz in Genf, die Deutsche Dienststelle für die Benachrichtigung der nächsten Angehörigen von Gefallenen der ehemaligen deutschen Wehrmacht in Berlin und die Heimatorts-Karteien.
Über diese individuellen Ermittlungen hinaus wurde die Frage geprüft, ob der Verschollene in Gefangenschaft geraten sein konnte. Dabei wurden die Kampfhandlungen, an denen er zuletzt teilgenommen hat, rekonstruiert. Als Unterlage dienten dem DRK-Suchdienst Angaben über Kameraden, die der gleichen Einheit angehört hatten und zum selben Zeitpunkt und am selben Einsatzort verschollen sind, Heimkehrerberichte, Schilderungen von Kampfhandlungen, Kriegstagebücher sowie Heeres-und Speziallandkarten.
Das Ergebnis aller Nachforschungen führte zu dem Schluss, daß Reinhard Ciliox mit hoher Wahrscheinlichkeit am 13. Januar 1944 im Raum von Kirowograd während der Kirowograd-Operation vom 1. – 16. Januar 1944 gefallen ist.
Quelle DRK-Suchanfrage vom der 24. Nov. 1971 (Blatt 2, 2143 01)

Am 3. Februar 1944 teilte Kompanieführer, Leutnant Kurt Heß, der Ehefrau Rosine Ciliox geb. Konrad in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Obergefreite Reinhard Ciliox seit dem 13.Januar 1944 als vermisst gilt.
Leutnant Kurt Heß Kp.-Gef.-St. 3.2.1944
Sehr geehrte Frau Ciliox!
Es ist mir eine schmerzliche Pflicht, Ihnen die Mitteilung machen zu müssen, dass Ihr Gatte seit dem 13. Januar vermisst ist.
Wir hatten den Auftrag das Waldgebiet bei Janeké vom Feind zu werfen, seit dem fehlt jegliche Spur von Ihrem Gatten. Alle Nachforschungen in allen Kriegs und Feldlazaretten ist bisher vergebens gewesen. Es ist daher anzunehmen, dass sich Ihr Gatte in russischer Gefangenschaft. befindet. Den Schmerz Ihren Gatten dort zu wissen kann sich jeder gut vorstellen.
Ich will aber mit Ihnen hoffen, dass Sie Ihren Gatten nach dem Kriege gesund wiedersehen,
Leutnant und Kompanieführer
Kurt Heß
Die Übereinstimmung vorstehender Abschrift mit der Unterschrift bescheinigt
Simmersbach, den 2.6.1944

 

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 3 / 1904, 11 /1906, 1 / 1912, 12 / 1940
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1903, 16 / 1913
Sterbenebenregister Nr. 2 / 1951 und 7 / 1955
Kriegstagebuch des OKW 1944-1945
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Inge Wagner

 

 

 

Alfried Wagner


Eltern Rudolf Wagner (*02.01.1886 † 19.09.194), aus Onnerschmitzgenjusts ,Sohn von Jakob Wagner (* 02.07.1850 † 09.07.1917 in Achenbach) und Katharina Wagner (*11.02.1855 † 27.04.1926) , der am 13. November 1910 in Simmersbach Karoline Wagner geb. Theis (*03.11.1890 † 03.07.1957), Tochter von Jost Theis V: (*15.11.1851- †08.07.1915) und Elisabetha Wagner (*01.10.1851 – †17.06.1924) aus Kalenz geheiratet hat.

Sie wohnen in der Winkelstraße („Hommeläcke“), Hausname „Kalenz“ und hatten sieben Kinder.
Marie Wagner (*21.09.1911 †01.10.1990), verheiratet mit Richard Geil aus Bäckasch, der beim Angriff der alliierten im April 1945 auf Dresden ums Leben kam.
Alfried Wagner (*20.04.1914), verheiratet mit Hedwig Margaretha Pfeiffer aus Peifasch, ist am 22. Febr. 1944 in Wrainka, westlich des Dnjepr, gefallen.
Erich Rudolf Wagner (*19.05.1917 †14.03.1988) verheiratet mit Emmi Theiß aus Hirte
Rudolf Karl Wagner (*12.08.1919), vermisst seit Mai1944, letzte Nachricht von Ihm datiert auf den 18.08.1944 aus Nabuzyn bei Bolgrad (Rumänien)
Frieda Wagner (*24.03.1921 †08.08.1983) hat nicht geheiratet
Hedwig Wagner (*10.02.1923†11.01.2008) heiratet Erwin Müller aus Lixfeld
Erhard Wagner (*29.03.1928 †29.04.1999) verheiratet Else Blöcher aus Achenbach
Gemeinsam verbringen die Geschwistern Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Schlosser, arbeitete auf Grund seiner Verwundung aus dem 1. Weltkrieg als Pförtner im benachbarten Eibelshausen bei Buderus, die Mutter Karoline führt neben dem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Alfried Wagner wird am 20. April 1914 als zweites Kind der Eheleute Rudolf Wagner und Karoline Wagner geb. Theis in Simmersbach geboren. Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 1 April 1928 (Palmarum) in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Richard Rump (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Schuhmachers, den er nach seiner Lehrzeit sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst, ausübt

Quelle Oldenburger Landesmuseum für Kunst- und Kulturgeschichte
Unterlagen von Thomas Platt, Dorfleben Buchenau e.V.
Foto Privat

Alfried Wagner heiratet am 21. Jan.1940 in Simmersbach im Alter von 26 Jahren Hedwig Margaretha Pfeifer (*15. Okt. 1915 – † 13. Jan. 1989) aus (Peifarsch) aus Simmersbach, lebten in Simmersbach in Peifarsch, dem Elternhaus von Hedwig Wagner, geb. Pfeifer.
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA) zu.
Erste Meldung vom 23.08.1939; 6. Kompanie Infanterie-Regiment 36
[Bundesarchivsignatur B 563/71044, Seite 12]
Letzte Meldung vom 22.02.1944 14. (Panzer-Jäger) Kompanie Grenadier-Regiment 36
[Bundesarchivsignatur B 563/71053, Seite 121]
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1332/434]
Gefallen 22.02.1944 bei Michailowka
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1332/434]

Am 25. Februar 1944 teilte der Leutnant und Kompanieführer seiner Ehefrau, Hedwig Margaretha Wagner geb. Pfeifer in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, Gefreite Alfried Wagner, 22. Februar 1944 gefallen ist.
Im Felde 25. Februar 1944
Liebe Frau Wagner !
Ich habe die traurige Pflicht, Ihnen die Mitteilung zu machen, dass Ihr Mann, der Gefreite Alfred-Wagner, am 22. Februar 1944 im Kampf für sein Vaterland und getreu seinem Fahneneid gefalle ist.
Alfred Wagner stand bei den schweren Abwehrkämpfen um den Brückenkopf Nikopol beim Ort Michailonswa, mit uns als M.G.-Schütze in vorderster Linie. Bei einem Gegenstoß, bei dem er seinen. Kameraden begeistert voranstürmte, traf ihn die feindliche Kugel. In den Morgenstunden des folgenden Tages haben wir ihn mit allen militärischen Ehren zur letzten Ruhe gebettet. Sein Grab liegt auf einem kleinen Heldenfriedhof im Ort Wrainka, westlich des Dnjepr.
Die Kompanie verliert in Ihrem Mann einen Ihrer besten Kameraden und ich einen meiner tapfersten und aufrechtesten Panzerjäger, der sich im infantristischen Einsatz als einer der zuverlässigsten Grenadiere bewährt hat. Sein Name und unerschrockenes Vorbild wird stets i n der Kompanie weiterleben.
Möge Ihnen in Ihrem unermeßlichen Schmerz, den Ihnen der Heldentod Ihres Mannes bereitet hat, die aufrichtige Anteilnahme der gesamten Kompanie ein kleiner lindernder Trost sein. Deutschland wird diese, seine besten Söhne, nie vergessen, die im Kampf für Freiheit und Führer ihr junges Leben gaben. Falls Sie Fragen und Anliegen irgendwelcher Art haben, so stehe-ich Ihnen gern nach besten Kräften zur Verfügung.
In aufrichtigem Mitgefühl
(Unterschrift)
Leutnant und Kp-Führer
14276
Die Übereinstimmung vorstehender Abschrift mit der Unterschrift bescheinigt

Simmersbach, den 12. Mai 1944

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister Nr. 11/1944
Simmersbach, den 15. Oktober 1944
Der Grenadier, Schuhmacher Alfried Wagner, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
ist am 22. Februar 1944, Todesstunde unbekannt in Michailonskwa, östlicher Kriegsschauplatz gefallen
Der Verstorbene war geboren am 20. April 1914 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 6/1914)
Vater: Rudolf Wagner, Pförtner, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Karoline Wagner, geborene Theiß wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war verheiratet mit der Posthelferin Hedwig Margarethe Wagner, geborene Pfeifer, wohnhaft in Simmersbach
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene vom 3. Oktober 1944
Beruf, die Religion, das Geburtsstandesamt, der Familienstand, sowie die Personalien der Ehefrau und der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen
Alfried Wagner ist während der Dnjepr-Karpaten-Operation am 22. Februar 1944 bei Abwehrkämpfen um den Brückenkopf Nikopol beim Ort Michailonskwa gefallen.
In den Morgenstunden des folgenden Tages, den 23. Februar 1944, wurde er auf einem kleinen Friedhof im Ort Wrainka, westlich des Dnjepr zur letzten Ruhe gebettet.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt. Der Volksbund bemüht sich aber auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Alfried Wagner zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben.

Quelle  Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Simmersbach, Geburtsnebenregister Nr. 14 / 1890, 17 / 1911, 6 / 1914, 5 / 1917, 11 / 1919, 5 / 1921, 44 / 1923, 6 / 1928
Simmersbach, Heiratsnebenregister Nr. 4 / 1910, 3 / 1939, 1 / 1940
Simmersbach, Sterbenebenregister Nr. 8 / 1942, 11 / 1944
Private Akten, Dokumente Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Klaus Wagner und Marieanne Reh
Familienchronik Wagner und Famielienbibel Jacob und Katharina Wagner

 

 

 

 

Alfred Roth

Weitere Angaben zur Familie von Alfred Roth:siehe Karl Roth, der am 11. Aug. 1942 in Goskowo, Russland, gefallen ist.
Alfred Roth wird am 24. Jan.1907 als zweites Kind der Eheleute Heinrich Roth III. und Anna Margarethe Rein in Simmersbach geboren. Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 20. März 1921 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert. Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Maurers, den er nach Beendigung seiner Lehrzeit sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst am 3. Dez.1940 ausübt.
Alfred Roth heiratet am 31. Jan. 1931 Anna Reh (03.04.1908), Tochter von Wilhelm Reh III. und Elisabetha Reh geb. Reh aus Zjusts, Ihre Tochter Elfriede Roth wird am 15. Jan. 1932 geboren. Anna Reh war die Schwester von Marie Reh geb. Reh, die mit dem Lehrer Wilhelm Friedrich verheiratet war.
Am 29. Dezember 1944 teilte Oberleutnant Schmalz, seiner Ehefrau, Anna Roth geb. Reh in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Obergefreite Alfred Roth am 26. Februar 1944 gefallen ist.
Dienstelle im Felde den 29.12.1944
F.P.Nr. 28307
Oblt. Schmalz
Sehr geehrte Frau Roth !
Ich habe die schwere Pflicht, Ihnen die traurige Mitteilung machen, dass Ihr Mann, der Obergefreite Alfred Roth am 26.2.1944 etwa 10 km nordwestlich Kriwoi Rog den Heldentod gestorben ist.
Ihr Mann war im Pionierzug der Kompanie eingesetzt. Bei einem eigenen Gegenstoß am 26. 2. 1944 ist Ihr Mann als der Zug auf harten Feindwiderstand geriet und einen schweren Kampf zu führen hatte, durch Kopfschuss gefallen.
Der Feind setzte dem Pionierzug ein so starkes Feuer entgegen, dass der Vorstoß nicht mehr ausgeführt werden konnte und der Zug ausweichen musste. Es war leider nicht mehr möglich Ihren Mann zu bergen und ihm seinen persönlichen Nachlass abzunehmen. .
Sie können jedoch versichert sein, sehr geehrte Frau Roth, dass ihr Mann sofort tot war und keine Schmerzen nicht mehr zu erleiden hatte.
Mit Ihnen trauert um Ihren Mann die ganze Kompanie um einen echten und guten Kameraden. Sehen bei vielen Einsätzen wer Ihr Mann mit beteiligt, und hat immer wo es und wie die Lage auch gewesen sein muss, seinen Mann gestanden.
Er wird der Kompanie unvergessen bleiben und immer in unseren Reihen fortleben.
Möge Ihnen die Gewissheit, dass Tür Mann als tapferer Soldat sein Leben: gab, damit die Heimat erhalten bleibt und das deutsche Volk in einem freien Deutschland leben kann, ein geringer Trost in Ihrem schweren Leid sein.
Indem ich ‘Ihnen meine tiefste Anteilnahme ausspreche grüße ich Sie als
Ihr ergebener Schmalz, Oblt.
Die Übereinstimmung der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt,
Simmersbach, den 22.5.1944

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 14/1946
Simmersbach, den 20. September 1946
Der Obergefreite Alfred Roth, Maurer, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach Weiherstraße 1, ist am 26. Februar 1944 bei Krivoj Rog, um Todesstunde unbekannt, gefallen
Der Verstorbene war geboren am 24. Januar 1907 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.3/1907)
Vater: Heinrich Roth III, Former, wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Anna Margarethe Roth geborene Konrad, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war verheiratet mit Anna Reh, wohnhaft in Simmersbach
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene in Berlin
Beruf, Religion, das Standesamt mit dem Familienstand sowie die Personalien der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: Gefallen
Eheschließung des Verstorbenen am 31.1 1931 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 1/1931)
Alfred Roth ist am 26. Febr. 1944 etwa 3 km Süd-Westlich von Kriwoi Rog, während der russischen Dnjepr-Karpaten-Operation gefallen.
Nach den Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Krivoj Rog (Ukraine). Der Volksbund bemüht sich auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Alfred Roth zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätten zu geben. Sein Name sowie die persönlichen Daten sind in einem Gedenkbuch verzeichnet.

Quelle Text Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 15 / 1904, 3 / 1907, 20 / 1909, 10 / 1911, 7 / 1915
Heiratsnebenregister Nr. 3 / 1903
Sterbenebenregister Nr. 10 / 1943, 14 / 1946
Kriegstagebuch des OKW 1942, Teiband I

 

 

 

 

 

 

Emil Müller


Weitere Angaben zur Familie von Emil Müller :siehe Otto Müller (Unternehmen „Barbarossa,“ Kampf um Moskau), der am 17. Jan. 1942 auf dem Hauptverbandsplatz in Galkino, Oblast Woronesch, gestorben ist.

Emil Müller wird am 4. Okt. 1911 als viertes Kind der Eheleute Wilhelm Müller und Katharina Müller geb. Ciliox in Simmersbach geboren.
Er besucht ortsansässige Volksschule und wird am 5. April 1926 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Schlossers, dem er nach Beendigung seiner Lehrzeit sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst nachgegangenen ist.
Einberufen 15. Febr. 1940
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 15.02.1940 2. Schützen-Ersatz-Kompanie 116
[Bundesarchivsignatur B 563/62102, Seite 43]
Letzte Meldung vom 26.03.1944 Stab Ill Infanterie-Regiment 116
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/M-1961/061]
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/M-1961/061]
Verstorben am 26. März 1944 ist auf dem Transport zum motorisierten Feldlazarett 52 Odessa
[Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister Nr. 11 / 1945]
Eine Benachrichtigung zum Tode erfolgte am 27.03.1944 durch den Chefarzt, Stabsarzt D. Wegener.

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 11/1945
Simmersbach, den 14. Dezember 1945
Der Obergefreite Emil Müller, Schlosser, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach Weiherstraße 4 ist am 26. März 1944, Todesstunde unbekannt gestorben.
Der Verstorbene war geboren am 4. September 1911 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.15/1909)
Vater: Wilhelm Müller, Former, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Katharina Müller, geborene Ciliox
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige Kriegssterbefall Stab III. Bataillon Grenadier Regiment 116 am 11. Februar 1945
Beruf, Religion, Geburtsstandesamt, sowie die Personalien der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: Fleckfieber
Während der Operation Jassy – Kischinew 1944 ist Emil Müller an Fleckfieber erkrankt und am 26. März 1944 auf dem Transport zum motorisierten Feldlager 52 in Odessa gestorben.
Zum Tod von Emil Müller schreibt Dr. Wegner (Stabsarzt und Chefarzt) den folgenden Kondolenzbrief an Katharina Müller, der Mutter von Emil Müller:
Feldpost 18046 O.U. 27.3.1944
Sehr geehrte Frau Müller!
Ich habe die traurige Pflicht Ihnen mitzuteilen, dass Ihr lieber Sohn, der Obergefreite Emil Müller am 26.3.1944 verstorben ist. Ihr lieber Sohn war an Fleckfieber erkrankt und sollte in unser Lazarett überführt werden. Auf dem Transport zu unserem Lazarett verschied Ihr Sohn, der auf den Transport gekommen war, ohne das Bewusstsein wieder erlangt zu haben, Ich kann Ihnen deshalb keine nähere Angaben über den Tod, und ob Ihr Sohn erst wünsche gehabt hat geäußert hat mitteilen. Jedoch verpflichtet uns sein Tod ,hier an der Front und auch in der Heimat, weiter zu kämpfen und weiter zu arbeiten, damit auch dieses schwere Opfer, das Sie für unser geliebtes Vaterland bringen mussten, nicht umsonst gewesen ist. Die Beisetzung erfolgte mit militärischen Ehren auf dem deutschen Heldenfriedhof in Odessa.
in allen Versorgungsfragen wollen Sie sich bitte an die nächste Wehrmachtsdienststelle wenden, die Ihnen bereitwilligst Auskunft erteilen wird. Die bei seiner Einlieferung vorgefundenen Nachlasssachen werden in den nächsten Tagen von unserer Gruppe Verwaltung gesondert übersandt. Indem ich Ihnen zu diesem schweren Verlust mein innigstes Beileid ausspreche Grüße ich Sie
Ihr mitfühlender D. Wegner (Stabsarzt und Chefarzt)
Die Übereinstimmung vorstehender Abschrift mit der Urschrift bescheinigt.
Simmersbach den 8.4.1944
Dienststelle 04614 O.U.,den 1.Juli 1944
Sehr geehrte Frau Müller !
Auf Ihr Schreiben vom 16.6.1944 teile ich Ihnen mit, dass bei Ihren Sohne ‚dem Ob.-Gefr. Emil Müller, keinerlei Privatgegenstände gefunden wurden. Es ist anzunehmen, daß die Privatsachen Ihres Sohnes im Lazarettzug liegen geblieben sind, zumal Ihr Sohn bereits während des Transportes seiner Krankheit erlegen ist. Wenn Sie berücksichtigen, dass die Entladung der Lazarettzüge häufig in den Abend- und Nachtstunden erfolgt, also bei Verhältnismäßig schlechter Beleuchtung, so ist es verständlich, wenn ständig Kleidungsstücke, Ausrüstungsstücke und auch Privatgegenstände der Soldaten in diesen Zügen zurückbleiben, deren Eigentümer in den wenigsten Fällen feststellbar sind. Sie können davon überzeugt sein, dass von Seiten sämtlicher Dienststellen alles getan wird, um das persönliche Eigentum des Einzelnen sicherzustellen. Diese Bemühungen haben da ihre natürlichen Grenzen ‚wo die harten Notwendigkeiten des Krieges alle persönlichen Belange in den Hintergrund treten lassen.  (D. Wegner)

Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Odessa (Ukraine). Der Volksbund bemüht sich auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Emil Müller zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben. Sein Name sowie die persönlichen Daten sind in einem Gedenkbuch verzeichnet.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister-Nr. 7/ 1878, 20 / 1906, 8 / 1908, 22 / 1909, 15 / 1911, 11 / 1913, 8 / 1915, 6, / 1919, 5 / 1920
Heiratsnebenregister Nr. 4 / 1906, 1 / 1941, 2 / 1994
Sterbenebenregister Nr. 6 / 1943, 4 / 1944, 11 / 1945, 5 / 1950
Private Akten, Feldpostbriefe, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Ulrich Müller

 

 

Operation Jassy – Kischinew 1944
Vom 20. bis 29. August 1944 in Ostrumänien

Bei der Operation Jassy – Kischinew 1944 werden
Emil Ciliox (⁕05.09.1913 aus Herrn wird seit Jan. 1944 im Gebiet Kirow-Dorogobush, Yelna, Smolensk vermisst
Rudolf Müller (⁕27.12 1906) aus Raue, verheiratet nach Hobs wird seit Jan. 1944 im Gebiet Kischinew vermisst
Artur Karl Reh (⁕23.09 1924) aus Reins wird seit Jan. 1944 in Rumänien vermisst
Rudolf Karl Wagner (⁕12.08 1919) wird seit 1944 in Nabuzyn, bei Bolgrad, vermisst
Karl Daul (⁕13.11 1909) wird seit Aug. 1944 im Gebiet um Kischinew vermisst
Artur Reh (⁕02.10 1918) aus Hobs wird seit dem 20.08.1944 im Gebiet um Kischinew vermisst
Sie alle könnten, wie Artur Reh aus Hobs, auf dem Friedhof Chișinău (Information durch VDK) Ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Karl Daul aus Orems, er war in der gleichen Kompanie / Bataillon wie Arthur Ewald Reh, Rudolf Müller, Arthur Karl Reh und Rudolf Karl Wagner sind etwa zum gleichen Zeitraum in Rumänien (Moldawien) vermisst gemeldet und könnten, wie Arthur Ewald Reh aus Hobs, in der Kriegsgräberstätte Chișinău Ihre letzte Ruhe gefunden haben.

 

Emil Ciliox


Weitere Angaben zur Familie von Emil Ciliox:
Siehe unter Otto Ciliox, der am 8. Juni 1940 in Rouvrel, Frankreich, gefallen ist.

Emil Ciliox wird am 05. September1913 als viertes Kind der Eheleute Heinrich Ciliox IV. und Elise Ciliox geb. Rein in Simmersbach geboren. Er besuchte wie alle Simmersbacher Kinder die ortsansässige Volksschule und wird am 10. April von Pfarrer Richard Rumpf (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert.
Seine Gestellungsaufforderung erhält Emil Ciliox am 1. Nov. 1937.
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 04.11.1939: 14. Panzer-Abwehr-Kompanie Infanterie-Regiment 280
[Bundesarchivsignatur B 563/78419, Seite 6]
Letzte Meldung vom 09.06.1943: 14. Kompanie Grenadier-Regiment 280
[Bundesarchivsignatur B 563/78419, Seite 76]
Emil Ciliox ist durch Beschluss des Amtsgerichts Biedenkopf vom 03.06.1957, Az.: Il 4/57, für tot erklärt worden, als Todeszeitpunkt wurde der 31. Dez. 1945 festgelegt.
Bei der Operation Jassy – Kischinew ist er während der Abwehrkämpfe im Raum Kirow-Dorogobush, bei Jelnja und Smolensk und bei Gorki. 1. – 4. Abwehrschlacht westlich Smolensk und bei Abwehr- und Rückzugskämpfe im Raum Kirow-Dorogobush bei Jelnja, Brjansk, Gomel und ostwärts von Bobruisk gefallen.
[http://www.balsi.de/Weltkrieg/Einheiten/Heer/Armeen/Armeen/4-Armee]

Eine Benachrichtigung zum Tode durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor.
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ C-79/441]
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt. Der VDK bemüht sich aber auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Emil Ciliox zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben.

Quelle Text Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Geburtsnebenregister Nr. 5 / 1909, 8 / 1910, 2 / 1912, 13 / 1913 und 7 / 1916,
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1908
Sterbenebenregister 8 / 1940 und 4 / 1947
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Marianne Hast

 

 

 

 

 

Rudolf Müller


Weitere Angaben zur Familie von Emil Müller: siehe Otto Müller (Unternehmen „Barbarossa,“ Kampf um Moskau), der am 17. Jan. 1942 auf dem Hauptverbandsplatz in Galkino, Oblast Woronesch, gestorben ist

Rudolf Müller wird am 27.Dez. 1906 als erstes Kind der Eheleute Wilhelm Müller (06.12.1875), Sohn von Adam Müller III. (*1872) und Elisabetha Müller geb. Klein aus Schreinerschzjusts und Katharina Ciliox (22.06.1878) Johannes Ciliox IV: (*1844) und Elisabetha Ciliox geb. Reh aus Herrn in Simmersbach geboren.
Wie alle anderen Simmersbacher Kinder geht auch er, wie alle seine Geschwister, in die ortsansässige Volksschule, die sich nur wenige Gehminuten vom Elternhaus entfernt befindet.

Gemeinsam mit seinen Geschwistern verbringt er seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitete im benachbarten Eibelshausen, die Mutter Katharina betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen. Am Ende seiner Konfirmationszeit wird Rudolf Müller im April 1921 in der Katharinen Kirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz konfirmiert

Rudolf Müller heiratet am Pauline Clemens, Tochter des Zimmermanns Heinrich Clemens und Anna Dintelmann (*4. März 1877) Tochter des Lehrers Anton Dintelmann und Elisabetha Margaretha Dintelmann geb. Reh (Tochter des ehemaligen Bürgermeisters Jost Reh) aus Raue.
Nach der Hochzeit mit Pauline Clemens lebte er mit seiner Ehefrau , in der Lindenstraße, auch „Dreckweg“ genannt
Sie hatten drei Kinder:
Hedi (*18.12.1938 †31.03.2019) verheiratet mit Michael Westhelle
Edwin (*26.11.1940 †31.03.2020) blieb unverheiratet
Ortrud (*03.05.1943 †) blieb unverheiratet
Seine ganze Passion galt der Musik. Im Jahr 1933 übernahm Rudolf Müller als Nachfolger des scheidenden Chorleiters Pfarrers Adolf Schulz als neuer Chorleiter die Leitung beider Chöre, des Gemischten- und Posaunenchores. Während dieser Zeit musste der Posaunenchor oft bei politischen Anlässen spielen. Als es aber dann zum 2. Weltkrieg kam, wurden leider wieder viele Bläser zur Wehrmacht eingezogen und mußten in den Kriegsdienst. So hatte der Posaunenchor im Jahr 1940 nur noch 6 Bläser.

Informationen über die militärische Laufbahn durch das Bundesarchiv Berlin, Abschnitt Abteilung PA (Personenbezogene Auskünfte)
Erste Meldung v am 21, 05.19433: Regiment Grenadier-Bataillon 57
[Bundesarchivsignatur B 563-1 KARTEI/M-1871/037]
Letzte Meldung vom Juli 1944 Kompanie Feld-Ersatz-Bataillon 107
[Bundesarchivsignatur B 563-1 KARTEI/M-1871/087]
Letzter Dienstgrad Grenadier
[Bundesarchivsignatur B 563-1 KARTEI/M-1871/087]
Der Genannte ist durch Beschluss des Amtsgerichts Biedenkopf vom 17.07.1968, Az.: Il 4/68, für tot erklärt worden, als Todeszeitpunkt wurde der 31.12.1945 eingesetzt.
Rudolf Müller wird seit 1944 vermisst, die letzte Nachricht von Rudolf Müller datiert vom August 1944 aus Rumänien, seit dieser Zeit fehlt jedes Lebenszeichen von Ihm.
Eine Nachricht vom Tode Rudolf Müller durch den Komp.-Führer liegt bis jetzt nicht vor.
Er ist wie Rudolf Karl Wagner aus Kalenz, Artur Karl Reh aus Reins, Arthur Reh aus Hobs und Karl Daul aus Orems in Rumänien vermisst, sie alle könnten wie Arthur Reh aus Hobs, ebenfalls in der Kriegsgräberstätte Chisinau Ihre letzte Ruhe gefunden haben.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Simmersbach, Geburtsnebenregister Nr. 7/ 1878
Simmersbach, Heiratsnebenregister Nr.4 / 1906
Simmersbach, Sterbenebenregister Nr. 5 / 1950
Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Bundesarchiv Berlin
Wikipedia
Dokumente, Unterlagen Martin Dietrich
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Ulrich Müller

 

Arthur Karl Reh


Eltern Albert Reh (*18.09.1894 †19.10.1975), Sohn von Johannes Reh VIII. (*1864) aus Hobs, und Maria Elisabetha Reh geb. Roth (*09.03.1872 †04.12.1959) aus Ellsches der am 07.08.1921 in Simmersbach Bertha Rehm (*29.09.1899 †1975) aus Frechenhausen, der Tochter von Jacob Rehm (*1870 †1954) und Karolina Rehm geb. Henn (*1870 †02.12.1948) aus Frechenhausen geheiratet hat.

Sie wohnen in der Gartenstraße, Hausname „Reins“ und hatten sechs Kinder
Herrmann Albert Reh (*21.02.1922), verheiratet mit Erna Geil aus Zrusemanns, wohnt in Frechenhausen
Artur Karl Reh (*23.09.1924) ist seit 1944 in Rumänien vermisst
Emmi Maria Reh (*03.12.1926), verheiratet mit Erwin Paul aus Steinbach
Hanna Elise Reh (*03.12.1928), verheiratet mit Julius Müller aus Eibelshausen
Luise Berta Reh (*23.01.1936 †16.01.2020), verheiratet mit Martin Reh aus Anatsches, dem Sohn des ehemaligen Bürgermeisters Friedrich Reh.
Christel Elfriede Reh (*03.04.1938), verheiratet mit Paul Reitz aus Kalziewe
Mit seinen Geschwistern verbringt er seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater arbeitet als Zimmermann, die Mutter Bertha betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Arthur Karl Reh wird am 23. Sept. 1924 als zweites Kind der Eheleute Albert Reh und Bertha Rehm in Simmersbach geboren. Wie alle anderen Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 3. April 1938 (Judika) in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Karl Stiehl (Pfarrer von Mai 1936-1954) konfirmiert.
Einberufen ab Okt. 1942
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 25.06.1943: 2 Stammkompanie Landes-Schützen-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 9, Frankfurt/Main
[Bundesarchivsignatur B 563/13317, Seite108]
Letzte Meldung vom 05.11.1944 1. Kompanie Grenadier-Regiment 106
[Bundesarchivsignatur B 563/73105, Seite 272]
Letzter Dienstgrad Gefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/R-240/106]
Dem Bundesarchiv liegt weder eine Vermissten- noch Todesmeldung vor.
Eine Nachricht zum Tode durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor
Arthur Karl Reh wird seit Aug. 1944 im Raum Kischinew, Bessarabien, während der sowjetischen Offensivoperation in Jassy-Kischinew als vermisst gemeldet, seit dieser Zeit fehlt jedes Lebenszeichen von Ihm.
Nach den Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt. Arthur Karl Reh ist seit Aug. 1944 in Rumänien (Moldawien) vermisst und könnte, wie Arthur Ewald Reh aus Hobs, in der Kriegsgräberstätte Chisinau seine letzte Ruhe gefunden haben.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Simmersbach, Geburtsnebenregister Nr. 19 / 1924
Simmersbach, Heiratsnebenregister Nr. 3 / 1921
Foto (Privat) von Christoph Reitz

 

 

 

Rudolf Karl Wagner


Eltern Rudolf Wagner (*02.01.1886 † 19.09.194), aus Onnerschmitzgenjusts ,Sohn von Jakob Wagner (* 02.07.1850 † 09.07.1917 in Achenbach) und Katharina Wagner (*11.02.1855 † 27.04.1926) , der am 13. November 1910 in Simmersbach Karoline Wagner geb. Theis (*03.11.1890 † 03.07.1957), Tochter von Jost Theis V: (*15.11.1851- †08.07.1915) und Elisabetha Wagner (*01.10.1851 – †17.06.1924) aus Kalenz geheiratet hat.

Sie wohnen in der Winkelstraße („Hommelaicke“), Hausname „Kalenz“ und hatten sieben Kinder.
Marie Wagner (*21.09.1911 †01.10.1990), verheiratet mit Richard Geil aus Bäckasch, der beim Angriff der alliierten im April 1945 auf Dresden ums Leben kam.
Alfried Wagner (*20.04.1914), verheiratet mit Hedwig Margaretha Pfeiffer aus Peifasch, ist am 22. Febr. 1944 in Wrainka, westlich des Dnjepr, gefallen.
Erich Rudolf Wagner (*19.05.1917 †14.03.1988) verheiratet mit Emmi Theiß aus Hirte
Rudolf Karl Wagner (*12.08.1919), vermisst seit Mai1944, letzte Nachricht von Ihm datiert auf den 18.08.1944 aus Nabuzyn bei Bolgrad (Rumänien)
Frieda Wagner (*24.03.1921 †08.08.1983) hat nicht geheiratet
Hedwig Wagner (*10.02.1923†11.01.2008) heiratet Erwin Müller aus Lixfeld
Erhard Wagner (+29.03.1928 †29.04.1999) verheiratet Else Blöcher aus Achenbach

Rudolf Karl Wagner aus Kalenz, Winkelstraße (auch „Hommelaicke“ genannt), wird am 12. August 1919 als viertes Kind in Simmersbach geboren.
Er besucht wie alle Simmersbacher Kinder die ortsansässige Volksschule und wird am 9. April 1933 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Hans Ludolph (Pfarrer vom 01.05.1933-26.04.1936) konfirmiert.
Von diesen Konfirmanden verlieren neben Rudolf Wagner auch sein Cousin Wilhelm Heinrich Wagner (Onnerschmitzgenjusts) und Otto Schmitt (Eckeschneirasch) im 2. Weltkrieg ihr Leben

Siehe auch die „Auszüge aus dem Kriegstagebuch“ von Rudolf K. Wagner“
https://soemmaschbuch.de/2021/01/11/kriegstagebuch-von-rudolf-wagner/

Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 03.11.1939: 4. Ersatz- (MG) Kompanie 116, Marburg
[Bundesarchivsignatur B 563/73439, Seite 32]
Letzte Meldung vom 25. Mai 1944: 4. Kompanie Grenadier-Regiment 116
[Bundesarchivsignatur B 563/73439, Seite 168]
Letzter Dienstgrad Unteroffizier
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-77/41]

Rudolf Karl Wagner wird seit Sept. 1944 vermisst. Seine Letzte Nachricht datiert am vom 18. Aug. 1944 aus Nabuzyn bei Bolgrad, Bessarabien, dem heutigen Moldawien, während der sowjetischen Offensivoperation in Jassy-Kischinew als vermisst, seit dieser Zeit fehlt jedes Lebenszeichen von Ihm. (letzte Feldpost-Nr. 20985E)
Eine Nachricht vom Tode durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor.
Anlässlich der vom Suchdienst des Deutschen Roten Kreuzes in München durchgeführten Registrierung der Kriegsvermissten wurde Herr Wagner gemeldet. Nach Angaben des Antragstellers gab er seine letzte Nachricht im August 1944.
Der Genannte ist durch Beschluss des Amtsgerichts Biedenkopf vom 15.08.1966, Az.: 11/6/66, für tot erklärt worden, als Todeszeitpunkt wird der 31.12.1945 eingesetzt.

Nach den Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt. Rudolf Karl Wagner ist seit Aug. 1944 in Rumänien (Moldawien) vermisst und könnte, wie Arthur Ewald Reh aus Hobs, in der Kriegsgräberstätte Chisinau seine letzte Ruhe gefunden haben.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Simmersbach, Geburtsnebenregister Nr. 14 / 1890, 17 / 1911, 6 / 1914, 5 / 1917, 11 / 1919, 5 / 1921, 44 / 1923, 6 / 1928
Simmersbach, Heiratsnebenregister Nr. 4 / 1910, 3 / 1939, 1 / 1940
Simmersbach, Sterbenebenregister Nr. 8 / 1942, 11 / 1944
Private Akten, Dokumente Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Klaus Wagner und Marieanne Reh
Familienchronik Wagner und Famielienbibel Jacob und Katharina Wagner

 

 

 

 

Karl Daul

Eltern Josef Daul (*11. Okt. 1887 †11.Dez. 1944), Sohn von Josef Daul (*1857) Theresia Mohr aus Ringeldorf im Elsass der am 24. Jan. 19913 in Simmersbach Margarethe Geil (14. Apr. 1884 (†11. Nov. 1944), Tochter von Jacob Geil (*1863) und Christine Auguste Geil geb. Dintelmann geheiratet hat.

Sie wohnen in der Lindenstraße („Dreckweg“) in Simmersbach, Hausname „Orems“ und hatten vier Kinder
Karl Daul (*13. Nov. 1909), seit Apr. 1944 in Bessarabien vermisst
Therese Daul (*25.02.1915 †03.04.1955)
Maria Margarethe Daul (*25. 09.1917 †25.Juli 1918)
Albert Daul (*22. Dez. 1919) ist am 22. Apr. 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft gestorben.
Gemeinsam verbringen die Geschwister Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Bergmann arbeitete in den Schelder Eisenerzgruben, die Mutter Margarethe betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.
Karl Daul wird am 13. Nov. 1909 als erstes Kind der Eheleute Josef Daul und Margarethe Geil in Simmersbach geboren. Wie alle anderen Simmersbacher besucht er die ortsansässige Volksschule und Ende seiner Konfirmationszeit am 13. April 1924 in der Katharinen Kirche zu Simmersbach von Pfarrer Wilhelm Adolf Schulz (Pfarrer von 1920 – 1926) in Simmersbach konfirmiert.
Karl Daul heiratet Toni Grau (*Juli 1907), Tochter von Heinrich Grau (*24.01.1879 in Eibelshausen †24. Nov. 1951) und Julie Grau geb. Franz ((*24. Jan. 1882 in Frohnhausen †21. Jan. 1953) aus „Graus“. Sie haben zwei Kinder: Willmar Daul (*14. Jan 1934)
Anita Daul (*8. März 1935)
Nach Ihrer Hochzeit bzw. nach dem Kriege hat Toni Daul geb. Grau mit dem Bau eines Hauses, Hausname „Schönfelds“ begonnen.
Einberufen 10. Sept. 1942
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA) zu.
Erste Meldung vom 10.09.1942: Infanterie-Panzer-Jäger-Ersatz-Kompanie 251, Kassel
[Bundesarchivsignatur B 563/65119, Seite 388]
Letzte Meldung 14. Panzer-Jäger-Kompanie Grenadier-Regiment 70, sie datiert vom 03.08.1943 aus dem Gebiet Jassy und Kischinew, Bessarabien (dem heutigen Moldawien).
Karl Daul wurde durch den Beschluss des Amtsgerichts Biedenkopf vom 11.02.1954, Az.: 1/64/53 für tot erklärt, als Todeszeitpunkt wurde 31. Dez. 1945 festgelegt.
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/D-46/161]
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/D-46/161]
Bei der Operation „Jassy – Kischinew“ wird Karl Daul ist seit Aug. 1944 in Bessarabien als vermisst gemeldet, es fehlt jede Spur von Ihm, weder seine Erkennungsmarke noch sonstige Erinnerungen sind vorhanden. Seine Einheit, in der auch Arthur Ewald Reh „Hobs“ diente, war auf dem Rückzug von der Krim über Odessa und Bessarabien (dem heutigen Moldawien), zwischen den Städten Jassy und Kischinew in einer Kesselschlacht, vernichtend geschlagen.
Eine Nachricht vom Tode durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt. Karl Daul ist seit Aug. 1944 in Rumänien (Moldawien) vermisst und könnte, wie Arthur Ewald Reh aus Hobs, in der Kriegsgräberstätte Chisinau seine letzte Ruhe gefunden haben.
Am 9. Nov. 1952 hält Pfarrer Karl Stiehl eine Andacht im neuen Haus „Schönfelds“ von Karl und Toni Daul geb. Grau. Eingezogen waren die drei Bewohner, Toni Daul geb. Grau und ihre beiden Kinder Anita und Willmar am 29. u. 30. Okt. 1951, Ihr Vater Karl Daul war zu dieser Zeit noch als vermisst gemeldet.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamtes Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 7 / 1910, 9 / 1917, 21 /1919, 3 / 1934, 3 / 1935
Heiratsnebenregister Nr. 3 / 1913
Sterbenebenregister Nr. 10 / 1941
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Anita Warch

 

 

 

 

 

Arthur Ewald Reh


Eltern Heinrich Reh VII. (*09.03.1877 †03.09.1928), Sohn von Johannes Reh V. (*01.04.1841 †16.10.1896) und Katharina Wagner (*1843 †1913), heiratet am 25.09.1904 in Simmersbach Elisabetha Herrmann (*15.8.1883 †19.02.1953), Tochter von Jacob Heinrich Herrmann und Anna Margarethe Herrmann geb. Theiß aus Hirzenhain.

Sie wohnen in der Hainstraße, Hausname „Hobs“ und hatten zehn Kinder
Ewald Reh (*22.06.1905 †1985), verheiratet mit Else Pfeifer aus Siegen
Alfred Reh (*06.04.1908 – †13.11.1973), unverheiratet und kinderlos
Hertha Reh (*26.03.1910), verheiratet mit Heinrich Clemens aus Raue
Elli Reh (*29.07.1911), verheiratet mit Heinrich Oskar Reh aus Alwatz, (Neurehs)
Heinrich Reh (*01.05.1913)
Herrmann Eduard Reh (*23.11.1914), verheiratet, ist am 16. Apr. 1945 gefallen.
Rudolf Albert Reh (*23.08.1916 †1918), wurde nur zwei Jahre alt
Arthur Ewald Reh (*02.10.1918), ist seit dem 20. Aug. 1944 vermisst
Marie Elise Reh (*29.09.1921 23.3.2005), verheiratet mit Albert Müller aus Owermellasch
Herbert Reh (*22.02.1923 †2003), verheiratet Frieda Dintelmann aus Schulehrresch
Gemeinsam verbringen die Geschwistern Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater arbeitet als Zimmermann, die Mutter Elisabeth betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen

Arthur Ewald Reh wird am 2. Oktober 1918 als achtes Kind der Eheleute Heinrich Reh VII. Elisabetha Herrmann in Simmersbach geboren. Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 25. März 1934 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Hans Ludolph (Pfarrer vom 01.05.1933-26.04.1936) konfirmiert.
Einberufung zum Wehrdienst 26. Aug. 1939
Letzter Dienstgrad Leutnant
Arthur Ewald Reh gilt seit dem 20. Aug. 1944 im Raum Kischinew, Bessarabien, während der sowjetischen Offensivoperation in Jassy-Kischinew, als vermisst. 
Arthur Ewald Reh ruht auf der Kriegsgräberstätte in Chisinau. Endgrablage: Block 4 Reihe 21 Grab 638. Sein Name sowie die persönlichen Angaben sind in einem Gedenkbuch der Kriegsgräberstätte verzeichnet.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab Chisinau, Endgrablage: Block 4 Reihe 21 Grab 638. Sein Name sowie die persönlichen Daten sind in einem Gedenkbuch verzeichnet.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 8 / 1905, 17 / 1910, 13 / 1911, 5 / 1913, 14 / 1914, 11 / 1916, 16 / 1918, 13 / 1921, 5 / 1923
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1904
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Ulrich Müller

 

 

Belgien

In Belgien ist
Adolf Heinrich Klein (⁕16.03.1894) aus Kleins ist am 9. Febr. 1944 in Beerloo, einem Ortsteil der belgischen Gemeinde Beringen, im Lazarett gestorben.

 

Adolf Heinrich Klein

Eltern Jacob Klein (*12.4.1860), Sohn von Johannes Klein I. und Erna Klein geb. Wagner der am 04.02.1894 in Simmersbach Elise Geil (25.10.1865), Tochter von Philipp Geil III. und Elisabetha Geil geb. Reichmann (Philipps) geheiratet hat.

Sie wohnen an der Hauptstraße in Simmersbach, Hausname „Kleins“ und hatten 5 Kinder.
Eduard Klein (*30.10.1891), verheiratet mit Karoline Beck aus Luwiggs
Adolf Heinrich Klein (*16.3.1894 †09.02.1944)
Elise Klein (*16.11.1895) verheiratet mit Wilhelm Rudolf Krenzer aus Wissenbach
Wilhelm Klein (*07.04.1899), verheiratet mit Anna Reichel aus Lixfeld
Annelie Klein (*26.12.1904)
Gemeinsam verbringen die Geschwister Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Schuhmacher, die Mutter Elise betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Adolf Heinrich Klein wird am 16. März 1894 als zweites Kind der Eheleute Jacob Klein und Else Klein geb. Geil in Simmersbach geboren. Wie alle anderen Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule. Am Ende seiner Konfirmationszeit wird Adolf Heinrich Klein im April 1908 in der Katharinen Kirche zu Simmersbach von Pfarrer Gotthold Schmidt (Pfarrer von 1897 – 1909) oder Pfarrer Wilhelm Friedrich Rehberg (Pfarrer von 1908 – 1914) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Ausbildung als Former bei Buderus in Eibelshausen und arbeite dort sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung zum Wehrdienst.
Er heiratet am 10. Juni 1928 Emilie Wagner (28.09.1897), Tochter von Jacob Wagner II. und Katharina Wagner geb. Schmidt
Sie haben zwei Kinder:
Paul Adolf Klein (*01.05.1929)

Richard Adolf Klein (*03.06.1934 )
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA) zu.
Diensteintritt am 25.01.1944
[Bundesarchivsignatur Pers 17/Marine/V/SPA-K/365]
Letzte Meldung vom 09.02.1944, 6. Kompanie 22. Schiffsstammabteilung
[Bundesarchivsignatur Pers 17/Marine/V/SPA-K/365]
Letzter Dienstgrad Marineartillerist
[Bundesarchivsignatur Pers 17/Marine/V/SPA-K/365]
Verstorben am 09.02.1944 Beverloo an Herzschwäche
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/K -2585/208]
Am 10. Februar 1944 teilte Kompaniechef. Kapitänleutnant Ernst, seiner Ehefrau Elise Klein geb. Geil in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Marineartillerist Adolf Heinrich Klein am 9. Februar 1944 gestorben ist.
Ernst O.N. den 10.2.1944
Kapitänleutnant u. Kompaniechef  Feldpost Nr. 68900 G
Frau
Emilie Klein
Simmersbach
Kreis Biedenkopf
Sehr geehrte Frau Klein!
Zu meinem größtem Bedauern bin ich gezwungen, Ihnen heute eine recht traurige Mitteilung zu machen. Wir haben ihren Ehemann den Mar. Artl. Klein am 4. Februar wegen eines Herzschwächeanfalls in das hiesige Lazarett einliefern missen. Die zuständigen Ärzte haben alles Erdenkliche versucht, das Leiden Ihres Mannes zu lindern.
Leider sind diese Bemühungen ergebnislos gewesen und Ihr Mann ist am 9. Februar vormittags 10:55 Uhr aus dem Leben geschieden.
Es ist mir ein Herzensbedürfnis Ihnen im eigenen sowie auch im Namen aller Soldaten der sie betroffen hat zum Ausdruck zu bringen.
Wir betrachten es als unsere vornehmste Pflicht den Verstorbenen mit allen militärischen Ehren zur letzten Ruhe zu tragen.
Über den Verlauf des Begräbnisses werde ich Ihnen noch Näheres mitteilen.
Indem ich Ihnen nochmals meine innigste Anteilnahme ausspreche zeichne ich mit.
Heil Hitler
Ernst, Kapitän
Die Übereinsehrift vorstehender Abschrift mit der Urschrift bescheinigt

Simmersbach, den 10.3.1944

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 6/1944
Simmersbach, den 30. Juni 1944
Der Marineartillerist Former Adolf Heinrich Klein, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 9. Februar 1944, Todesstunde unbekannt in Beverloo verstorben
Der Verstorbene war geboren am 16. März 1894 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 5/1894)
Vater: Jacob Klein, Schuhmacher, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Elise Klein geborene Geil, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war verheiratet mit Emilie Klein geb. Wagner
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene vom 30. Mai 1944.
Der Beruf, der zweite Vorname, die Religion, das Geburtsstandesamt mit No., sowie Name und Wohnort des des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Simmersbach, den 30. Juni 1944, Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Herzmuskelschaden
Eheschließung des Verstorbenen 10.6.1928 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach 5/1928)

Adolf Heinrich Klein wurde am 4. Februar 1944 wegen eines Herzschwächeanfalls ins Lazarett in Beverloo eingeliefert, die zuständigen Ärzte haben alle Erdenkliche getan, trotzdem ist Adolf Heinrich Klein am 9. Febr. 1944 vormittags 10: 55 Uhr an seinem Herzschwächeanfall gestorben.

Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt. Der Volksbund bemüht sich aber auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Adolf Heinrich Klein zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamtes Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 16 / 1891, 5 / 1894, 3 / 1899, 17 / 1904
Heiratsnebenregister Nr. 1 / 1894, 5 / 1928,
Sterbenebenregister Nr. 6 / 1944
Standesamt Frohnhausen / Dillkreis
Standesamt Frechenhausen
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Hans-Theo Klein

 

 

Italienfeldzug
Datum 10. Juli 1943 bis 2. Mai 1945 Italien
Im Italienfeldzug ist
Karl Oskar Wagner (⁕26.07 1913) aus Koahl ist am 17. Febr. 1944 in Nettunow, Italien, gefallen

 

Oskar Karl Wagner

Eltern Karl Wagner (⁕14.01.1884 †14. Mai 1957), Sohn von Jacob Wagner I. (⁕02.07.1850 †09.07.1917) und Katharina Wagner geb. Wagner (⁕13. 11.1820 – †24.011878) aus Onnerschmitzgenjusts
der am 14. Juli 1907 in Simmersbach Margareta Karolina Theis (⁕24.1.1883 †09.01.1954), Tochter von Daniel Theis (⁕1854) und Margarethe Theis geb. Klein geheiratet hat.

Sie wohnen an der Hauptstraße in Simmersbach, Hausname „Koahl“ und hatten vier Kinder.
Walter Karl Wagner (*15.11.1907- †1975), verheiratet mit Anna Pfeifer aus Achenbach
Anna Margarete Karoline Wagner (⁕28.08.1909- ††17.10.1980), verheiratet mit Alfred Dintelmann aus „Dintelmanns“
Karl Oskar Wagner (⁕26.07.1913) am 17. Febr. 1944 in Italien gefallen.
Rosa Karolina Wagner (*25.01.1918), verheiratet mit dem Steinmetzmeister Rudolf Becker aus Lixfeld
Die Geschwister verbringen Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitet im bei Buderus im benachbarten Eibelshausen, die Mutter Margarethe Karoline betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Karl Oskar Wagner wird am 26. Juli 1913 als drittes Kind der Eheleute Karl Wagner und Margarethe Karoline Wagner geb. Theiß in Simmersbach geboren. Er besucht die ortsansässige Volksschule und wird am 10. April 1927 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Richard Rumpf (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Ausbildung zum Metzger, den er nach Beendigung der Lehre sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst am 27. Juni 1939 ausübt.

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 13/1944
Simmersbach, den 2. November 1944
Der Unteroffizier und Metzger Karl Oskar Wagner, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 17. Februar 1944, Todesstunde unbekannt, bei Lanudio, Italien, gefallen gestorben.
Der Verstorbene war geboren am 26. Juli 1913 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 8/1913)
Vater: Karl Wagner, Former, wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Margarethe Karoline Wagner geborene Theis, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Wehrmachtsauskunftstelle für Kriegsverluste und Kriegsgefangene 24. Oktober 1944
Der zweite Vorname, das Geburtsstandesamt sowie die Personalien der Mutter des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Reh
Todesursache: Gefallen
Am 23. Februar 1944 teilte der Abtl. und Chef der Stabsbatterie, Kurt Fschentscher, seinem Vater Karl Wagner in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Unteroffizier Oskar Karl Wagner am 17. Februar 1944 gefallen ist.
Fschentscher den 23. 2. 1944
Abtl. und Chef der Stabsbatt.
Sehr geehrter Herr Wagner!
Zu meinem tiefen Leidwesen muss ich ihnen mitteilen, dass in der Schlucht um den Brückenkopf Nettunow bei Lanudio am 17.2.1944 Ihr Sohn, Unteroffizier Oskar Wagner bei einem Bombenfliegerangriff im Kampf um die Freiheit Groß-Deutschlands in soldatischer Pflichterfüllung getreu seinem Fahneneid für Führer, Volk und Vaterlande fiel.
Zugleich im Namen seiner Kameraden der Batterie spreche ich Ihnen meine wärmste Anteilnahme aus. Die Batterie wird Ihrem Sohn stets ein ehrendes Andenken bewahren und in ihm ein Vorbild sehen, besonders, da die Batterie in ihm ihren bewährten und allerseits beliebten und von mir hochgeschätzten Küchenuffz. verliert.
Die Gewißheit, dass Ihr Sohn für die Größe und Zukunft unseres ewigen DeutschenVolkes sein Leben hingab, möge Ihnen in dem schweren Leid, dass Sie betroffen hat, Kraft geben und Ihnen ein Trost sein.
Ihr Sohn wurde am 22. 2. 1944, nachdem er nach drei Tagen schwierigster Bergungsarbeiten geborgen werden konnte, auf dem Heldenfriedhof Velletri mit militärischen Ehren zusammen mit vier anderen Kameraden beigesetzt.
In aufrichtigem Mitgefühl
grüße ich Sie mit
Heil Hitler
Kurt Fschentscher
Der Bürgermeister
Die Übereinstimmung. der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 11.3.1944

Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich das Grab von Karl Oskar Wagner in der Kriegsgräberstätte Pomezia, Endgrablage, Block M Grab 811, sein Name sowie die persönlichen Daten sind in einem Gedenkbuch verzeichnet.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Heiratsnebennebenregister Nr. 4 / 1907
Sterbenebenregister Nr. 13 / 1944
Google Earth Pro
Familienstammbaum Wagner, Familiienbibel Wagner

 

 

Operationen „Bagration“ und „Kurland“ 1944 – 1945
Operation Bagration (22. Juni 1944)

Bei den Operationen „Bagration“ und „Kurland“ 1944 – 1945 sind
Heinrich Fritz Weidehaus (⁕17.10 1918) aus Weidehaus ist am 23. Juli 1944 in Zajeczniki, Polen, gefallen
Adolf Theiß (⁕10.07 1926) aus Schlessaschorems ist am 15. Okt. 1944 in Budzyn, Polen, gefallen
Alfred Heinrich Geil (⁕10.07 1924) aus Zwaschdasch ist am 30. Okt. 1944 in Itari (bei Prukelm), Litauen,gefalllen
Gustav Robert Geil (⁕04.03 1925) aus Bäeckasch ist am 5. Nov. 1944 Rozan am Narew, nahe des Ortes Guty-Luce, Polen, gefallen
Richard Ciliox (⁕18.02.1912) aus Herrn wird seit 01. Jan.1945 im Gebiet des Warka/Weichsel -Bogen vermisst
Paul Geil (⁕29.07.1916 ) aus Zwaschdasch wird seit Jan. 1945 im Gebiet um Pulway Ostpolen, vermisst
Walter Jacobi (⁕17.01.1908) aus Reinartz ist am 01. Feb. 1945 im Warthebruch / Oder gefallen
Erich Wagner (⁕16.06 1914) aus Nahäusersch ist am 25. März 1945 um 10 Uhr im Feldlazarett.134 in Oxhöft, Polen, gestorben.
Willi Wagner (⁕17.07 1925) aus Nahäusersch ist am 17. Apr. 1945 in Salow, Krs. Lebies gefallen; Beerdigt auf einem Friedhof in Mecklenburg-Vorpommern
Adolf Karl Molsberger (⁕06.04 1909) aus Geholwiggs ist am 26. Juli 1945 im Lazarett Pulaway, Polen, gestorben
Quelle LAGIS HESSEN, Standesamtliche Geburts,- Heirats- und Sterbenebenregister Nr.

 

 

Heinrich Fritz Weidehaus

Eltern Carl Fritz Friedrich Weidehaus (*10.07.1890), wohnhaft in Frankfurt-Niederrad; Sohn von Friedrich Weidehaus und Louise Weidehaus geb. Knirre aus Hardenberg, Kreis Nordheim,
der am 27.März 1912 in Simmersbach Auguste Rein (*04.08.1890), Tochter von Heinrich Rein I. (*1857) und Elisabetha Rein geb. Müller igeheiratet hat.

Sie wohnen in dem 1912 gebauten Haus an der Hauptstraße in Simmersbach, Hausname „Weidehaus“ und hatten sechs Kinder
Ella Weidehaus (*30.06.1912)
Karl Weidehaus (*25.01.1914)
Heinrich Fritz Weidehaus (*17.10.1918)
Fritz Weidehaus (*12.06.1921)
Anna Weidehaus (*17.05.1923)
Dora Weidehaus (*16.02.1927)
Gemeinsam verbringen die Geschwister Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, arbeitet als Monteur, die Mutter Auguste betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Heinrich Fritz Weidehaus wird am 17. Okt.1918 als drittes Kind der Eheleute Carl Fritz Friedrich Weidehaus und Auguste Weidehaus, geb. Rein in Simmersbach geboren und besucht wie alle anderen Simmersbacher Kinder besucht die ortsansässige Volksschule.
Letzter Dienstgrad Unteroffizier
Heinrich Fritz Weidehaus im am 23. Juli 1944 bei der sowjetischen Sommeroffensive, der Operation „Bagration“, im Juli 1944 in Zajeczniki, Polen, gefallen. Eine Nachricht zum Tode von Heinrich Fritz Weidehaus durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor.
Nach den Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Zajeczniki (Polen).
Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Sein Name ist nicht auf dem Mahnmal aufgeführt, da er zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in Simmersbach wohnte, ist aber in Simmersbach geboren und zur Schule gegangen.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 10 / 1912, 3 / 1914, 10 / 1918, 8 / 1921, 9 / 1923, 2 / 1927
Heiratsnebenregister Nr. 1 / 1912

 

 

Adolf Theiß


Eltern Otto Theiß (*12.10.1895), Sohn von Wilhelm Theiß und Anna Theiß geb. Hinn aus Oberhörlen der am 4. November 1923 in Simmersbach Elise Theiß geb. Reh (28.9.1899), Tochter von Daniel Reh II. und Rosine Reh geb. Wagner aus Alwatz geheiratet hat.

Sie wohnen an der Hauptstraße in Simmersbach, Hausname „Schlessaschorems“ und hatten drei Kinder.
Oskar Theiß (*1923), verheiratet mit Elfriede Heinzel aus Brauasch, Tochter des ehemaligen Bürgermeisters (1945–1949) Rudolf Heinzel
Adolf Theiß (*10.06.1926)
Elli Theiß (*23.01.1934) verheiratet mit Heinrich Clemens aus Beels (Adolfs)
Die Geschwistern verbring Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitete im benachbarten Eibelshausen bei Buderus, die Mutter Elise betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen

Adolf Theiß wird am 10.Juli 1926 als zweites Kind der Eheleute Otto Theiß und Elise Theiß geb. Reh in Simmersbach geboren. Wie alle anderen Simmersbacher besucht er in die ortsansässige Volksschule und wird am Palmsonntag, den 17. März 1940, in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Karl Stiehl (Pfarrer von Mai 1936-1954) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Ausbildung zum Schlosser, aber nach dem Ende seiner Lehrzeit wird er zur Wehrmacht Einberufen.

Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 24.02.1944: Stammkompanie Panzer-Grenadier-Ersatz-Bataillon 6, Meiningen
[Bundesarchivsignatur B 563/45889, Seite 262]
Letzte Meldung vom 15.10.1944, 2. Kompanie Panzer-Grenadier-Regiment 146
[Bundesarchivsignatur B 563/75660, Seite 67]
Letzter Dienstgrad Grenadier
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/T-628/122]
Gefallen 15.10.1944 Budy-Obrebski , Polen

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 12/1946
Simmersbach, den 2. September 1946
Der Panzergrenadier Adolf Theiß, von Beruf Schlosser, zuletzt wohnhaft in Simmersbach Hauptstraße 37, ist am 15. Oktober 1944in Budy bei Warschau, Todesstunde unbekannt, gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 10. Juli 1926 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.13/1926)
Vater: Otto Theiß, Former, wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Elise Theiß geborene Reh, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Abwicklungsstelle für Kriegsverluste und Gefangene Berlin
Der Beruf, die Religion, das Geburtsstandesamt, der Familienstand, sowie die Personalien der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: Gefallen
Am 1. November 1944 teilte der Kompanieführer, Leutnant Vogel, seinem Vater Otto Theiß in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Pz-Grenadier Adolf Theiß am 15.November gefallen ist.
Leutnant Vogel I. F. G. 1.11.1944   37605 B
Sehr verehrter Herr Theiss!
Ein sehr schmerzlicher Anlass ist es, der mich zwingt an Sie zu schreiben. Ihr lieber Sohn, der Pz. Gren. Adolf Theis starb am 15.11.1944 den Heldentod für Führer, Volk und unser Deutschland.
Eine M. G. Garbe löschte sein junges Leben aus. Er war sofort tot.
Ihr lieber Sohn verehrter Herr Theiß wurde beigesetzt auf dem Ehrenfriedhof Komschmice b. Rusilsk. Ich übernahm die Kompanie erst vor ein paar Tagen, aber ich kannte Ihren lieben Sohn persönich. Er war ein pflichtbewußer eifriger Soldat der seinen Dienstobliegenheiten stets zur vollsten Gebührenheit ausführte.
Bei seinen Kameraden war er wegen seines lauteren Charakters und seiner Kameradschaftlichkeit sehr beliebt und geachtet.
Es möge Ihnen ein Trost sein, sehr verehrter Herr Theiß dass Ihr lieber Sohn sein Leben für Freiheit und Ehre seiner deutschen Heimat und für die Glückliche Zukunft unseres Volkes gegeben hat.
Sein Opfer ist uns Verpflichtung. es soll und darf nicht umsonst gewesen sein.
Mit meinem und der Komp. tiefsten Mitgefühl
verbleibe ich mit Heil Hitler
ihr ergebener
Vogel. Lt. u. Komp. Fhr.
W. S. Die Nachlasssachen Ihres lieben Sohnes gehen Ihnen in den Nächsten Tagen zu.
Die Übereinstimmung. der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 23.11.1944
Adolf Theiß ist am 15. Okt. 1944 bei der sowjetischen Sommeroffensive, der Operation „Bagration“, in Budzyn (deutsch Budsin), einem Dorf in der polnischen Wojewodschaft, gefallen. Budzyn liegt etwa 35 Kilometer südlich der Stadt Piła (Schneidemühl) und 65 Kilometer nördlich der Stadt Posen und wurde ruht auf der Kriegsgräberstätte in Mlawka zur letzten Ruhe gebettet.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamtes Simmersbach, Heiratsnebennebenregister Nr. 7 / 1923,
Sterbenebenregister Nr. 12 / 1946
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Elli Clemens

 

 

Alfred Heinrich Geil

Weitere Angaben zur Familie von Alfred Heinrich Geil siehe Otto Geil, der am 3. Okt. 1941 im Feldlazarett 176 (mot) Krutzen, Unternehmen „Barbarossa“, gestorben ist.

Alfred Heinrich Geil wird am 10. Juli 1924 als erstes Kind der Eheleute Wilhelm Geil und seiner zweiten Frau, der Hebamme Anna Geil geb. Rein in Simmersbach geboren und besucht wie alle Simmersbacher Kinder die ortsansässige Volksschule.
Am 3.11.1944 teilte Komp.-Führer, Leutnant Fritz Bolt, seiner Mutter Anna Geil, geb. Rein in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Sohn, der Obergefreite Alfred Heinrich Geil, am 30.10.1944gefallen ist.
Oblt. Bolt im Felde den 3.11.1944    23011
Sehr verehrte Frau Geil !
Ich muss Ihnen heute den tiefen schmerz machen und. Mitteilen, dass Ihr Sohn Alfred am 30.10.1944 bei Itari Süd-Lettland den Heldentot gefunden hat. Getreu seinem Fahneneid gab er sein Leben für Führer Volk und Vaterland.
Nach seiner Krankheit war er bereits wieder mehrere Wochen bei der Kompanie und machte nunmehr im Pi.Zug seinen Dienst.
Derselbe hatte am 30.10.1944 den Auftrag eingedrungene Gegner bei Itarie zu werfen. Im Verlaufe des Kampfes wurde Ihr Sohn durch Granatsplitter an Kopf und Brust so schwer verletzt, dass er sofort Tod war. Von seinen Kameraden wurde er dann bei Bueke, 6 km nördlich Prukelm zur letzten Ruhe gebettet.
Möge Ihnen sehr geehrte Frau Geil den Gedanken an das Großdeutsche Reich und seine geliebte Heimat Ihren tiefen Schmerz leichter tragen lassen. Sein Opfer wird uns stets mahnen, so lange zu fechten bis der Endsieg errungen ist. Sein Blut soll nicht umsonst geflossen sein. In uns lebt er weiter. Unvergessen bleibt er bei uns. Ich habe Ihn persönlich als lebhaften begeisterten Soldaten kennengelernt, bei seinen Kameraden war er sehr beliebt.
Nehmen sie nun, sehr geehrte Frau Geil, mein persönliches und meiner Kompanie zutiefst empfundenes Beileid entgegen und
ich grüße Sie mit
Heil Hitler
Fritz Bolt.
Die Übereinstimmung. der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 23.11.1944

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 9/1946
Simmersbach, den 17. Oktober 1946
Der Gefreite Alfred Heinrich Geil, Schlosser, wohnhaft in Simmersbach, ist am 30. Oktober 1944 in Itary, Lettland gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 10. Juli 1924 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 14/1924)
Vater: Wilhelm Geil, Former, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Anna Geil geborene Rein, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Auskunftsstelle für die Benachrichtigung von Gefallenen Berlin
Der Beruf, die Religion, das Geburtsstandesamt, der Familienstand, Personalien der Eltern Mutter sowie die Geburtsunterlagen Personalien der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Simmersbach, den 17.Oktober 1946, Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: Gefallen
Einberufung zum Wehrdienst 1942
Letzter Dienstgrad Gefreiter
Er ist am 30. Okt. 1944 in Itari, Süd-Lettland während der Kurlandkämpfe gefallen.
Alfred Heinrich Geil ist am 30. Okt. 1944 in Itari, Süd-Lettland während der 2. Kurland-Schlacht gefallen. Er wurde bei dem Versuch, des in die eigenen Linien eingedrungen Gegners bei Itarie (Süd-Lettland), zurück zu drängen, im Laufe des Gefechts durch einen Granatsplitter an Kopf und Brust so schwer verletzt, dass er noch am selben Tag seiner schweren Verwundung erlag und nach der Bergung bei Bueke, 6 km nördlich Prukelm, zur letzten Ruhe gebettet.
Im Verlaufe des Kampfes wurde Alfred Heinrich Geil von seinen Kameraden bei Bueke, 6 km nördlich Prukelm, zur letzten Ruhe gebettet.
Der Volksbund bemüht sich auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Alfred Heinrich Geil finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätten zu geben.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister 13 / 1913, 14 / 1914, 10 / 1916, 1 / 1926
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1912, 5 / 1922
Heiratsnebenregister des Standesamtes Ernsthausen Nr. 4 / 1940
Sterbenebenregister Nr. 4 / 1942, 9 / 1946, 1/1948
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Kerstin Roth

 

 

Gustav Robert Geil

Weitere Angaben zur Familie von Gustav Robert Geil siehe Adolf Heinrich Geil, der am 27. Mai 1942 in Afrika gefallen ist.
Gustav Robert Geil wird am 4. März. 1925 als elftes Kind der Eheleute Karl Daniel Geil und Katharina Reh in Simmersbach geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 2. April 1939 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Karl Stiehl (Pfarrer von Mai .1936-1954) konfirmiert.
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Letzte Meldung vom 05.11.1944, 3. Kompanie Grenadier-Regiment 427
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/G- 13481274]
Letzter Dienstgrad: Unteroffizier R.O.B. (Reserve-Offizier-Berwerber)
Gefallen: am 05.11.1944 Brückenkopfstellung Rozan am Narev, Reg. Bez. Zichenau, nahe des Ortes Guty-Luce im Verlauf der Weichsel-Oder-Operation vom 12. Januar bis 30. März 1945
Am 11. November 1944 teilte Komp.-Führer, Leutnant Karl Hoffmann seinem Vater Karl Daniel Geil in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn der Unteroffizier (ROB) Gustav Robert Geil am 5. November gefallen ist.
K. Hofmann . Im Felde den 11.11.1944
Lt. und Kp.-Führer
Einheit 42.409 C
Sehr geehrter Herr Geil
Ich muss Ihnen heute die überaus schmerzliche und traurige Mitteilung machen, dass ihr lieber Sohn, unser guter, treuer ‘Kamerad Uffz. (R.O.B.) Gustav Geil, geb. am 4.5.1925, am 5.11.1944 in der Brückenkopfstellung vor Rozan / am Nerew, Reg. Bez. Zichenau, nahe des Ortes Guty-Luce den Heldentod gefunden hat.
Im Namen der gesamten Kp. spreche ich Ihnen, sehr. geehrter Herr Geil, meine zutiefst empfundene Anteilnahme zu dem schweren Verluste aus, der sie und Ihre Lieben betroffen hat. Ihr Sohn hat sich während der Zugehörigkeit zur Einheit gut bewährt und verdient gemacht. Bei Vorgesetzten, Kameraden und Untergebenen war er in gleicher Weise geschätzt und beliebt. wir hatten ihn alle gerne und werden ihn nie vergessen. Sein Tod hat uns alle tief berührt. Ihres Sohnes Geist wird in unseren Reihen weiterleben.
Die Kämpfe sind hier unvorstellbar hart und bitter. Es ist ein Ringen um jeden Meter Boden. Der Russe versucht von hieraus unter rücksichtslosem Einsatz von Mensch und Material unsere Linien immer wieder zu durchbrechen und aufzurollen. Durch massierten Einsatz seiner Artillerie- er belegt vor jedem Angriff unsere Stellungen mit einem schweren Trommelfeuer aller Kaliber- und unter ständigem Einsatz seiner Luftwaffe bei Tag und Nacht, ist er uns gegenüber im Vorteil. Wir alle aber wissen, dass wir an der Grenze Deutschlands kämpfen, unsere schone Heimat und all das, was ums lieb und teuer ist, unter allen Umständen vor den roten, grausamen, vertierten und Kultur massig sehr tief stehenden Horden aus den Steppen des weiten Osten verteidigen müssen. Unser Kampf ist deshalb ein fanatisch verbissener und todesverachtender Freiheitskampf. Bei einem Gegenstoß. gegen den vorübergehend in unsere Linien eingedrungenen Gegner schlug eine Granate in der Nahe Ihrem lieben Sohn ein, wovon ihn Splitter am Kopf trafen. Lautlos verschied er sofort.
Am 7.11.1944 mittags um 13.00 Uhr haben wir unseren guten Kameraden Geil, zusammen mit anderen gefallenen Angehörigen, zur letzten Ruhe gebettet. wo war dies auf dem Divisions-Heldenfriedhof in Rawy (Rawny liegt etwa 25 km nordwestlich. der Stadt Rozan/ am Nerew).
Möge Ihnen geehrter Herr Geil, die Gewissheit, dass Ihr Sohn als tapferer, pflichtbewusster und stets eisatzbereiter Soldat sein Höchstes im Großdeutschen Freiheitskampf hingegeben hat und dass er nicht leiden musste, Trost in Ihrem schweren Leid sein:
Ich Grüße sie in tiefstem Mitgefühl
Heil Hitler
Ihr
Karl Hofmann
Die Übereinstimmung. der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 13.12.1944

Gustav Robert Geil ist am 5. Nov. 1944 während der Operation „Bagration“ in Rozan am Narew, nahe des Ortes Guty-Luce, Polen, gefallen und wurde am 7. Nov. 1944, mittags um 13.00 Uhr, von seinen Kameraden, zusammen mit anderen gefallenen, auf dem Divisions-Heldenfriedhof in Rawy, etwa 25 km nordwestlich von Rozan am Nerew, zur letzten Ruhe gebettet.
Er ist vermutlich als unbekannter Soldat auf die Kriegsgräberstätte Mlawka überführt worden und sein Grab befindet sich wahrscheinlich unter den unbekannten Soldaten, sein Name ist im Gedenkbuch der Kriegsgräberstätte verzeichnet.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 9 / 1909, 5 / 1910, 7 / 1911, 13 / 1912, 21 / 1913, 2 / 1916, 12 / 1918, 7 / 1920, 12 / 1923, 4/ 1925
Heiratsnebenregister Nr. 1 / 1909
Sterbenebenregister Nr. 6 / 1949
Dokumente, Unterlage, Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Marianne und Eberhard Reh

 

 

 

Richard Ciliox

Weitere Angaben zur Familie von Richard Ciliox siehe Otto Ciliox, der am 8. Juni 1940 in Rouvrel, Frankreich, gefallen ist.
Eltern Heinrich Ciliox IV. und Elise Ciliox geb. Klein.
Sie wohnen in der Ortsstraße 72 in Simmersbach, Hausname „Herrn“ und hatten fünf Kinder.
Richard Ciliox wird am 18. Februar 1912 als drittes Kind der Eheleute Heinrich Ciliox IV. und Elise Ciliox geb. Rein in Simmersbach geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 28. März 1926 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von1912-1926) konfirmiert.
Seine Gestellungsaufforderung erhält er am 18. Juli 1939
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA) zu.
Erste Meldung vom 12.05.1941: 7. Kompanie Infanterie-Regiment 739
[Bundesarchivsignatur B 563/85658, Seite 10]
Letzte Meldung vom 09.07.1944: 8. (MG) Kompanie Grenadier-Regiment 575
[Bundesarchivsignatur B 563/85505, Seite 152]
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/C-79/449]
Der Genannte ist durch Beschluss des Amtsgerichts Biedenkopf vom 03.06.1957, Az.: Il 4/57, für tot erklärt worden, als Todeszeitpunkt wird der 31. Dez. 1945 festgelegt
Währen der Operationen „Bagration“ (Weichsel-Oder Operation) und „Kurland“ (1944 – 1945) wird Richard Ciliox aus Herrn seit dem 9. Sept. 1944 im Gebiet des Warka/Weichsel -Bogens vermisst.
Nach den Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist Richard Ciliox seit Jan. 1945 vermisst. In dem Gedenkbuch des Friedhofes Pulawy sind sein Namen und seine persönliche Daten verzeichnet.
Bei Pulawy nahe Lublin in Ostpolen entstand im Ortsteil Polesie Duze der neue Sammelfriedhof für die gefallenen deutschen Soldaten, die im Osten Polens ruhen. Ein 3 Hektar großes Gelände wurde mit einem geschwungenen Hauptweg erschlossen. Er führt über einen Gedenkplatz mit den dort verzeichneten Namen der verstorbenen Soldaten. Bisher konnten auf dem Gelände über 23.900 Soldaten ihre letzte Ruhestätte finden. In einem kleinen Eingangsgebäude liegt ein Namenbuch aus. Vor diesem Gebäude gibt es Parkmöglichkeiten. Am 7. Oktober 2000 wurde die Kriegsgräberstätte der Öffentlichkeit übergeben.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.)
Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Geburtsnebenregister Nr. 5 / 1909, 8 / 1910, 2 / 1912, 13 / 1913 und 7 / 1916,
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1908
Sterbenebenregister 8 / 1940 und 4 / 1947
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Marianne Hast

 

 

 

Paul Geil


Weitere Angaben zur Familie von Paul Geil siehe Otto Geil, der am 3. Okt. 1941, der beim Unternehmen „Barbarossa“ im Feldlazarett 176 (mot) Krutzen, gestorben ist.

Paul Geil wird am 29. Juli 1916 als drittes Kind der Eheleute der Eheleute Wilhelm Geil und Margarethe Rein in Simmersbach geboren.
Wie alle anderen Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Küfers, den er nach Beendigung seiner Lehrzeit sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst ausübt hat.
Paul Geil heiratet am 28. Sept. 1940 Elisabeth Engel, Tochter des Schneiders und Landwirts Heinrich Karl Engel (⁎10.03.1878) und Anna Elisabeth Engel geb. Freiling (⁎08.09.1885) aus Ernsthausen. Ihre Tochter Elli Geil wird am *27. März 1943 in Ernsthausen geboren.
Nach seiner Hochzeit wohnte er mit seiner Familie in Ernsthausen.
Er wurde am 1. Sept. 1944 schwer verwundet, eine Vermisstenmeldung liegt amtlicherseits jedoch nicht vor. Da das letzte Lebenszeichen vom Jan 1945 datiert, er wurde im Raum Warka Brückenkopf / Weichselbogen/ Weichselbrückenkopf als vermisst gemeldet, wurde er am 1. Jan. 1951 durch das Amtsgericht Frankenberg für tot erklärt und gilt seit Ende 1945 als verstorben.
Der Arbeiter Paul Geil‚zuletzt wohnhaft in Ernsthausen, Kreis. Frankenberg/Eder, geb. am 29.07.1916 in Simmersbach, Kreis Biedenkopf wird für tot erklärt, als Todeszeitpunkt wird der 1. Dez. 1945 festgelegt.

Quellen Standesamt Ernsthausen, Heiratsnebenregister 4/1940
Amtsgericht Frankenberg, 13. Feb. 1951

Paul Geil wird im Verlauf der Operationen „Bagration“ und „Kurland“ seit Jan.1945 im Raum Warka Brückenkopf / Weichselbogen/ Weichselbrückenkopf vermisst.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräber für befindet sich seine letzte Ruhestätte in Pulawy, nahe Lublin in Ostpolen. Hier entstand im Ortsteil Duze der neue Sammelfriedhof für die gefallenen deutschen Soldaten, die im Osten Polens ruhen.
276578000234622
Sein Name ist nicht auf dem Mahnmal am Friedhof aufgeführt, obwohl er zu diesem Zeitpunkt in Simmersbach bei „Kretz“ in der Lindenstraße wohnte. Er ist in Nanzenbach geboren, aber in Simmersbach zur Schule gegangen und wurde in der Katharinenkirche zu Simmersbach konfirmiert.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister 13 / 1913, 14 / 1914, 10 / 1916, 1 / 1926
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1912, 5 / 1922
Heiratsnebenregister des Standesamtes Ernsthausen Nr. 4 / 1940
Sterbenebenregister Nr. 4 / 1942, 9 / 1946, 1/1948
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Kerstin Roth

 

 

 

Walter Jacobi

Eltern Reinhard Jacobi (*18.04.1875), Sohn von Johannes Jacobi und Rosine Jacobi geb. Heinzel, der am 23.09.1900 in Simmersbach Emilie Elisabetha Speck (*23.12.1875 †17.04.1943), Tochter von Wilhelm Heinrich Speck und Anna Margarethe Speck geb. Theiß geheiratet hat.

Sie wohnen in der Friedhofstraße 2, Hausname „Reinartz“ und hatten neun Kinder
Otto Jacobi (*16.02.1901 †31.07.1978), hat nach Eibelshausen geheiratet
Herrmann Jacobi (*05.10.1902 †17.11.1976) bleibt unverheiratet
Bertha Jacobi (*18.08.1904 †21.06.1976), verheiratet Adolf Clemens aus Zwöllems
Gustav Jacobi (*21.04.1906) hat nach Oberhörlen geheiratet
Walter Jacobi (*17.01.1908 †02.03.1999)
Emilie Jacobi (*04.11.1909)
Albert Jacobi (*05.05.1910)
Lina Jacobi (*15.06.1914), verheiratet Rudolf Klein aus Niederdieten
Maria Jacobi (*21.01.1918)
Walter Jacobi wird am 17. Januar 1908 als fünftes Kind der Eheleute Reinhard Jacobi und Emilie Elisabetha Speck in Simmersbach geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er, die ortsansässige Volksschule und wird am 9. April 1922 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Er heiratet am 14. Febr. 1942 Frieda Riedesel (*21.01.1913), Tochter von Heinrich Riedesel (*13.09.1876 in Dotzlar) und Katharina Riedesel geb. Bläser (*01.12.1901) aus Lützel und wohnt nach seiner Hochzeit in Lützel, Haus-Nr. 43/2.
Letzter Dienstgrad Gefreiter
Er wird seit Februar 1945 in Warthebruch, einer Sumpf- und Moorlandschaft in der ehemals brandenburgischen Neumark, heute in Polens Woiwodschaft Lebus und grenzt im Westen an Brandenburg und Sachsen, im Osten an Großpolen und umfasst im Wesentlichen die früher brandenburgische Neumark (Ostbrandenburg) sowie kleine Teile des nördlichen Niederschlesien, der östlichen Niederlausitz und Teile der früheren Grenzmark Posen-Westpreußen.
Da eine Benachrichtigung zum Tode durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle nicht vorliegt, wurde er durch Beschluß des Standesamtes Hilchenbach am 29. Nov. 1960 für tot erklärt, als Zeitpunkt des Todes wurde der 31. Dez. 1945 festgelegt.
Nach den Informationen des Volksbundes Deutsche Volksgräberfürsorge ist Walter Jacobi seit Anfang Febr. 1945 vermisst. In dem Gedenkbuch des Friedhofes Poznan-Milostowo sind die persönlichen Daten von Walter Jacobi verzeichnet.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.)
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach

Geburtsnebenregister Nr. 3 / 1901, 16 / 1902, 12 / 1904, 8 / 1906, 2 / 1908, 21 / 1909, 5 / 1910, 7 / 1914, 1 / 1918
Heiratsnebenregister Nr. 4 / 1901
Standesamt Hilchenbach Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1042
Standesamt Hilchenbach Heiratsurkunde Nr. 2 / 1942

 

 

 

Erich Wagner


Weitere Angaben zur Familie von Erich Wagner siehe Adolf Wilhelm Wagner der bei Operation „Blau“ 1941 in Noworossijsk, gefallen ist.

Erich Wagner wird am 16. Juni 1914 als erstes Kind der Eheleute Karl Wagner II. und Alwine Wagner geb. Konrad in Simmersbach geboren.
Er besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 1. April 1928 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Richard Rumpf (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf eines „Wegwärters, den er bis zu seiner Einberufung ausübt.
Rudolf Wagner aus Kalenz notierte in seinem Kriegstagebuch (https://soemmaschbuch.de/2021/01/11/kriegstagebuch-von-rudolf-wagner/):
“Am 25.06.1941 treffe ich Walter Rau aus Doingels und Erich Wagner aus Nahäusersch“
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Letzte Meldung vom 25.03.1945: 3. Füsilier-Bataillon (A.A.) 227
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1334/268]
Letzter Dienstgrad Stabsgefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1334/268]
Verstorben am 25.03 1945 um 10 Uhr im Feldlazarett.134 in Oxhöft
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1334/268]
Erich Wagner hat sehr wahrscheinlich an den Kämpfen im Kurland teilgenommen und wurde während der sechsten Kurlandschlacht so stark verwundet, daß er am 25.März 1945 um 10 Uhr im Feldlazarett.134 in Oxhöft an seiner Verwundung gestorben ist.

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 7/1947
Simmersbach, den 10. Juli 1947
Der Stabsgefreite Erich Wagner, Wegewärter, evangelisch, wohnhaft in Simmersbach, ist am 25. März 1945 um 10 Uhr 00 Minuten verstorben
Der Verstorbene war geboren am 16. Juni 1914 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 8/1914)
Vater: Karl Wagner II. Wegewärter, wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Alwine Wagner geborene Konrad, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Auskunftstelle für Benachrichtigung von Gefallenen, Berlin.
Beruf, Religion, das Geburtsstandesamt, dem Familienstand, Personalien der Eltern Mutter sowie die Personalien der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Die Übereinstimmung mit dem Erstbuch wird beglaubigt
Simmersbach, den 8. Januar 1948
der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: infolge Verwundung gestorben
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Gdynia Oksywie (Oxhöft, ein Stadtbezirk von Gdynia/Gdingen, Polen). Der Volksbund bemüht sich auf Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Erich Wagner zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätten zu geben.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 8 / 1914, 12 / 1916, 13 / 1916, 2 / 1921, 12 / 1922, 17 / 1923, 8 / 1925, 3 / 1928, 4 / 1928, 7 / 1929, 5 / 1931, 6 / 1931
Heiratsnebenregister Nr. 7 / 1913
Sterbenebenregister Nr.5 / 1942, 5 / 1943, 7 / 1946
Kriegstagebuch des OKW, Percy E. Schramm Band 1- 8, Teilband 1-2
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Klaus-Dieter Wagner

 

 

 

Willi Wagner


Weitere Angaben zur Familie von Willi Wagner siehe Adolf Wilhelm Wagner, der bei Operation „Blau“ 1941 in Noworossijsk gefallen ist.

Willi Wagner wird am 17. Juli 1925 als siebtes Kind der Eheleute Karl Wagner II. und Alwine Wagner geb. Konrad in Simmersbach geboren.
Wie alle seine Geschwister besucht er die ortsansässige Volksschule und wird im April 1939 ? in der Katharinenkirche Simmersbach von Pfarrer Karl Stiehl (Pfarrer von Mai 1936-1954) konfirmiert.
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 03.11.1943 11. (Sturmgeschütz) Batterie Ill. Ersatz- und AusbildungsRegiment Hermann Göring
[Bundesarchivsignatur B 563/47, Seite 166]
Letzte Meldung vom 17. Apr. 1945, als Angehöriger der Luftwaffe
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1347/531]
Letzter Dienstgrad: Gefreiter
Vermisst seit 17. April 1945 bei Salow, Krs. Lebies
Eine Nachricht zum Tode durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor.
Das Grab von Willi Wagner, der als vermisst gemeldet wurde, befindet auf einem Friedhof in Mecklenburg-Vorpommern. Seine letzte Ruhestätte wurde von Heinrich Geil (Schulehrarsch) nach Öffnung der deutschen Grenze seinerzeit ausfindig gemacht.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 8 / 1914, 12 / 1916, 13 / 1916, 2 / 1921, 12 / 1922, 17 / 1923, 8 / 1925, 3 / 1928, 4 / 1928, 7 / 1929, 5 / 1931, 6 / 1931
Heiratsnebenregister Nr. 7 / 1913
Sterbenebenregister Nr.5 / 1942, 5 / 1943, 7 / 1946
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Klaus-Dieter Wagner

 

 

 

 

Adolf Karl Molsberger


Eltern Wilhelm Karl Molsberger und Henriette Auguste Molsberger geb. Breidenstein aus Niederscheld.

Adolf Karl Molsberger wird am 6. Apr. 1901 als Sohn der Eheleute Wilhelm Karl Molsberger und Henriette Auguste Molsberger geb. Breidenstein in Niederscheld geboren. Wie alle Niederschelder Kinder besucht auch er die ortsansässige Volksschule.
Er verbringt seine Kindheits- und Jugendjahre in Niederscheld. Der Vater, von Beruf Sandformer arbeitete in der Schelder Hütte, die Mutter Henriette Auguste betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Ausbildung Sandformer, den er nach Beendigung seiner Lehrzeit sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in der Schelder-Hütte in den Wehrdienst nachgeht.

Adolf Karl Molsberger heiratet am 28. Juni 1942 in Simmersbach Marie Konrad (*12. Apr. 1906) aus Geholwigs.
Ihr Sohn Helmut Heinrich Molsberger wird am 13. April 1943 geboren und stirbt am 16. Sept. 2018 in Simmersbach

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 11/1946
Simmersbach, den 2. September 1946
Der Lagerarbeiter Adolf Karl Molsberger, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 26. Juli 1945 Todesstunde unbekannt, in Pulawy an der Weichsel verstorben.
Der Verstorbene war geboren am 6. April 1901 in Niederscheld (Standesamt Niederscheld Nr.9/1901)
Vater: Sandformer Wilhelm Karl Molsberger, zuletzt wohnhaft in Niederscheld
Mutter: Henriette Auguste Molsberger, geborene Breidenstein, wohnhaft in Niederscheld
Der Verstorbene war verheiratet mit Marie Molsberger, geborene Konrad
Eingetragen auf mündliche Anzeige der Abwicklungsstelle für Benachrichtigung für Gefallene, Berlin
Beruf, Religion, das Geburtsstandesamt sowie die Personalien der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: im Lazarett gestorben durch Krankheit
Eheschließung des Verstorbenen am 26.06.1942 in Simmersbach

(Standesamt Simmersbach Nr. 2/1942
Adolf Karl Molsberger wurde bei der sowjetischen Sommeroffensive so schwer verwundet, daß er am 26. Juli 1945 in einem Lazarett in Pulawy, einer Stadt in Polen an der Weichsel, gestorben ist.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1942
Sterbenebenregister Nr. 11 / 1946
Standesamt Niederscheld, Geburtsnebenregister Nr. 9 / 1909
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Helmut Moos

 

 

Ungarn

 

Erich Reh

Eltern Heinrich Reh VIII. (*31.5.1879 †07.12.1924), Sohn von Adam Reh (*1848) und Elisabetha Reh geb. Ciliox der am 31.05.1908 in Simmrersbach Karoline Ciliox (16.11.1885 †04.03.1939 in Fleisbach), Tochter von Johannes Ciliox IV. (1844) Elisabetha Ciliox geb. Reh geheiratet hat.

Sie wohnen in der Weiherstraße 6 in Simmersbach, Hausname „Neuendorfs“ und hatten sieben Kinder
Walter Reh (*10.11.1908 †10.08.1946) heiratet am 15. Nov. 1940 Julianne Brakow aus Berlin-Lichterfelde (Standesamt Berlin-Lichterfelde)
Rosa Reh (*22.01.1910)
Elisabetha Reh (*13.07.1911 †27.08.1949)
Erich Reh (*31.03.1913) ist am 3. April 1945 bei Lenti, Ungarn, gefallen
Lina Reh (*11.05.1915)
Heinrich Emil Reh (*27.09.1916)
Helmut Reh (*24.02.1923)
Gemeinsam verbringen die Geschwistern Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitete sehr wahrscheinlich bei Buderus im benachbarten Eibelshausen, die Mutter Karoline betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.
Erich Reh wird am 31. März 1913 als viertes Kind der Eheleute Heinrich Reh VIII. und Karoline Reh geb. Ciliox in Simmersbach geboren. Wie alle seine Geschwister besucht er die ortsansässige Volksschule und wird 10. April 1927 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Richard Rumpf (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert.
Erich Reh heiratet Anna Hermann (*13.05.1909), Tochter von Heinrich Herrmann und Anna Margarethe Herrmann geb. Reh aus Döngesekopps, sie haben eine Tochter, Emmi Reh (*1939 †26.12.2004)
Einberufung zum Wehrdienst 8. August 1944
Letzter Dienstgrad Unteroffizier

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 13/1947
Simmersbach, den 17. Dezember1947
Der Unteroffizier Erich Reh, Sägewerkarbeiter, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 3. April 1945, Todesstunde unbekanntbei Lentini am Plattensee, Ungarn, gefallen
Der Verstorbene war geboren am 31. März 1913 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.4/1913)
Vater: Former Heinrich Reh VIII., zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Katharina Reh geborene Ciliox, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war verheiratet mit Anna Reh geborene Herrmann, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Abwicklungsstelle für Benachrichtigungen Berlin
Der Beruf, die Religion, das Geburtsstandesamt, der Familienstand sowie die Personalien der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: Gefallen
Eheschließung des Verstorbenen am 5.11.1938 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.6/1938)
Gefallen am 3. April 1945 bei. Lenti (Nempthy) einer im Komitat Zala gelegene ungarischen Stadt am Plattensee. Ein Kondolenzschreiben zum Tode durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor
Erich Reh konnte im Rahmen der Umbettungsarbeiten des Volksbundes Deutscher Volksgräberfürsorge e.V. nicht geborgen werden. Die vorgesehene Überführung zum Sammelfriedhof in Nagykanizsa war somit leider nicht möglich. Sein Name ist auf dem oben genannten Friedhof an besonderer Stelle verzeichnet. Name und die persönlichen Daten von Erich Reh sind auch im Gedenkbuch der Kriegsgräberstätte verzeichnet.

Quelle Text Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 12 / 1908, 1 / 1910, 13 / 1911, 4 / 1913, 9 / 1915, 14 / 1916, 6 / 1924
Heiratsnebenregister Nr. 1 / 1908, 6 / 1938
Sterbenebenregister Nr. 8 / 1946, 13 / 1947

 

 

 

Kriegsgefangenen-Lager

Im Kriegsgefangenen-Belgrad ist

Heinrich Albert Clemens (⁕10.11 1903) aus Hobs (Raue) ist am 08. Aug.1945 im Gefangenenlager Belgrad gestorben.

Eltern Heinrich Clemens V. (⁕11.3.1870 †18.06.1941), Sohn von Heinrich Clemens III. (⁕1831) und Dorothea Clemens geb. Kuhn aus Raue heiratet am 13.10.1901 Anna Dintelmann (⁕04.03.1877), Tochter des Lehrers Anton Dintelmann und Elisabetha Margarethe Dintelmann geb. Reh (*21.03.1839 †17.10.1913), Tochter des früh verstorbenen Bürgermeisters Jost Reh. Sie wohnen in der Lindenstraße 1 („Dreckweg“), Hausname „Raue“ und hatten fünf Kinder.
Otto Clemens (*1902)
Heinrich Albert Clemens (*10.11.1903), am 8. Aug. 1945 im Kriegsgefangenenlager Belgrad gestorben
Anna Clemens (*1906)
Pauline Clemens (*1912), verheiratet mit Rudolf Müller aus Owermellasch
Erna Clemens (*1916)
Gemeinsam mit seinen Geschwistern verbringt er seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater arbeitete als Kaufmann, die Mutter Anna betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.
Heinrich Albert Clemens wird am 10. Nov. 1903 als zweites der Eheleute Heinrich Clemens V. und Anna Dintelmann (⁕04.03.1877) in Simmersbach geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 24. März 1918 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Wilhelm Gustav Loew (Pfarrer von1914–1920) konfirmiert.
Er heiratet Herta Reh (⁕26.03.1910) aus Hobs, Tochter von Heinrich Reh (⁕1877) und Elisabetha Herrmann (⁕1883 †1953) aus Hirzenhain und Sie wohnten nach der Hochzeit in der Hainstraße 2, Hausname „Hobs“, dem Elternhaus von Hertha Reh.
Sie hatten zwei Kinder
Gisela Clemens (*1941)

Elisabeth „Liesel“ Clemens (*1943 †1999)
Einberufung zum Wehrdienst 28. August 1939

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 1/1947
Simmersbach, den 20. Februar 1947
Der Obergefreite Heinrich Albert Clemens, Kaufmann, wohnhaft in Simmersbach, ist am 8. August 1945, Todesstunde unbekannt, im Gefangenenlager Belgrad verstorben
Der Verstorbene war geboren am 10. November 1903 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 13/1903)
Vater: Heinrich Clemens, evangelisch, Zimmermann
Mutter: Anna Clemens geborene Dintelmann
Der Verstorbene war verheiratet mit Hertha Clemens geb. Reh, wohnhaft in Simmersbach
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Abwicklungsstelle für für die Benachrichtigung Von Gefallenen Berlin. Der Beruf, die Religion: das Geburtsstandesamtund, dem Familienstand, sowie die Personalien der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Simmersbach, den 8. Januar 1946, Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: Durch Krankheit im Kriegs-Gef. Lager in Belgrad gestorben
Eheschließung des Verstorbenen am 23. Juli 1939 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach 9/1939)
Nach den Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. befindet sich sein Grab derzeit noch in Beograd Novo Groblje, Serbien.
Der Neue Friedhof in Belgrad wurde 1886 angelegt und ist der dritte christliche Friedhof in Belgrad, er liegt westlich der Ulica Ruzveltov.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister 13 / 1903
Heiratsnebenregister Nr. 1/ 1901, 9/1939
Sterbenebenregister Nr. 1/1947
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Ulrich Müller

 

 

Russland Kriegsgefangenlager- und Hospital

Bobruisk

Karl Daul ist am 22. April 1945 im Gefangenenlager Borisow gestorben. Das Kriegsgefangenenlager 56 für deutsche Kriegsgefangene, schwer Erkrankte wurden im Kriegsgefangenenhospital 2043 versorgt.

Lager Stalino in Donezk

Albert Wagner ist am 20. Aug. 1946 im Kriegsgefangenenlager Stalino, dem Zentrum des Kohlereviers im Donbass (Donezbecken), Lager 280 / 455, gestorben.

Kriegsgefangenenlager 126 Nikolajew

Das Lager bestand von 1943 bis 1948 und wurde danach in Nikolajew als Lagerabteilung 7 des Lagers 159 – Odessa – weitergeführt.
In russicher Gefangenschaft sind
Julius Winterstein (⁕25.03 1904) aus Marburg ist am 27. Apr. 1943 im Gefangenenlager Kokand, Usbekistan, an Fleckfieber gestorben
Oskar Jacobi (⁕06.10.1910) aus Growe ist am 1. Febr. 1945 Gefangenenlager Kirow gestorben
Otto Wagner (⁕10.09.1916) aus Nahäusersch ist am 3. Mai1945 im Gefangenenlager Odessa gestorben
Albert Daul (⁕22.12 1919) aus Orems ist am 22. Apr. 1945 im Gefangeenlager Borisow, gestorben
Ewald Rein (⁕15.09 1927) aus Reinse ist am 15. Dez. 1945 im Gefangenenlager Ryshkowo gestorben
Albert Wagner (⁕14.08 1911) aus Rärasch ist am 20. Aug. 1946 im Gefangenenlager Stalino gestorben
Helmut Jacobi (⁕29.10.1922) aus Brachthäserersch ist am 25. Okt. 1945 einem unbekannten im Gefangenenlager in Russland gestorben

Quelle LAGIS HESSEN, Standesamtliche Geburts,- Heirats- und Sterbenebenregister Nr.

 

 

Julius Winterstein

Julius Winterstein, geboren am 25. Mrz. 1904 in Marburg, Sohn der Eheleute Georg Winterstein und Margarethe Winterstein geb. Briel. Er war Lehrer in Völkershausen und heiratete am 9. Sept. 1933 Hildegard Herzog aus Volkertshausen.
Kinder:
Inge (*Dez. 1936)
Helga (*07.10.1939)
Am 22. Oktober 1943 warfen alliierte Fliegerverbände in kurzer Zeit etwa 400.000 Stabbrandbomben auf Kassel ab. Sie zerstörten rund 80 Prozent der Gebäude, darunter fast die gesamte Altstadt. Aus diesem Grund zog Hildegard Winterstein mit Ihren beiden Kindern, Inge (*Dez. 1936) und Helga (*07.10.1939) zu Ihrer Schwester Elfriede Stiehl geb. Herzog, der Frau von Pfarrer Karl Stiehl (Pfarrer 1936 – 1954), nach Simmersbach. Dort wohnte Hildegard Winterstein geb. Herzog mit Ihren Töchtern in Nauciliox (Leannes). in der Lindenstraße. 1954 zog Hildegard Winterstein mit Ihren beiden Töchtern nach Marburg in das Elternhaus von Julius Winterstein.

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 12/1945
Simmersbach, den 27. Dezember 1945
Der Unteroffizier Julius Winterstein, Beruf Lehrer, evangelisch, zuletzt wohnhaft in Völkershausen, ist am 27. April 1943, Todesstunde unbekannt, ist bei Krokant, Usbekistan, verstorben
Der Verstorbene war geboren am 25. März 1904 in Marburg a. der Lahngeboren (Standesamt Marburg Nr. 189)
Vater: Georg Winterstein, Schlossermeister, zuletzt wohnhaft in Marburg
Mutter: Margarethe Winterstein geborene Briel, wohnhaft in Marburg
Der Verstorbene war verheiratet mit Hildegard Herzog, zuletzt wohnhaft in Völkershausen
Eingetragen auf mündliche Anzeige des Lehrers Georg Herzog, wohnhaft in Simmersbach, der Anzeigende ist bekannt.
Vorgelesen, gesehen und genehmigt Georg Herzog
Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: nicht genau bekannt
Eheschließung des Verstorbenen am 9. September 1933 in Kassel (Standesamt Kassel Nr. 1168)
Am 1. Juli 1943 teilte der Stellv. Generalkommandeur A. B. des Wehrkreiskommandos 7, B./ Arbeitsstab-Stalingrad, Major und Dienstellenleiter Westphalen seiner Ehefrau Margarethe Winterstein geb. Briel in einem Kondolenzschreiben mit, daß Ihr Ehemann, der Unteroffizier Julius Winterstein, seit dem 9. Jan. 1943 als vermisst gelten muß.
Stellv. Generalkommandeur A. B. München, den 1 .7.1943
Wehrkreiskommando 7
1. B./ Arbeitsstab-Stalingrad
Sehr verehrte Frau Winterstein
Der Abschluß der Ermittlungen über das Schicksal Ihres Mannes Uffz. Julius Winterstein, Feldpost-Nr. 46747, der zuletzt im Kampfraum Stalingrad eingesetzt war, hat keine Klarheit erbracht.
Er muss demnach als vermisst abgegeben werden seit dem 9.1.1943
Gez. Westphalen
Major und Dienstellenleiter
Die Übereinstimmung. der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 3. Juni 1944

Der Unteroffizier Julius Winterstein starb am 27. April 1943 in Kokand (Qoʻqon usbekisch, kyrilisch Қўқон, russisch Коканд)), einer Stadt in Usbekistan, an Fleckfieber. Im Zweiten Weltkrieg gab es in Kokand das Kriegsgefangenenhospital 3670 für schwer erkrankte deutsche Kriegsgefangene aus den umliegenden Kriegsgefangenenlagern in Kysylkyja (Gebiet Batken, Kirgisistan), Begowat und Taschkent.

Quellen LAGIS Hessen Personenstandsurkunden (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunde)
Standesamt Kassel Heiratsnebenregister Nr. 1178 / 1933
Standesamt Simmersbach Sterbenebenregister Nr. 12 / 1945

 

 

 

Oskar Jacobi

Eltern waren Heinrich Jacobi (*02.12.1879), Sohn von Johannes Jacobi (*1848) und Rosina Jacobi geb. Heinzel aus Growe, der am 22. Juli 1906 Anna Margarethe Klein (*17.1.1882), Tochter von Johannes Klein III. (⁎1852) und Anna Dorothea Klein geb. Theis geheiratet hat.

Sie wohnen in der Feldstraße, Hausname „Baldasch“ und hatten vier Kinder.
Willi Jacobi (*24.09.1907)
Anna Jacobi (*05.01.1909)
Oskar Jacobi (*16.10.1910)
Maria Jacobi (⁎04.12.1913)
Mit seinen Geschwistern verbringt er seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater arbeitet im benachbarten Eibelshausen bei Buderus, die Mutter Emilie Elisabetha betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.
Oskar Jacobi wird am 16. Oktober 1910 als drittes Kind der Eheleute Heinrich Jacobi und Anna Margarethe Klein in Simmersbach. Geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 5. April 1925 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Einberufung zum Wehrdienst 18. Juli 1939
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
Er ist am 01. Januar 1945 im russischen Kriegsgefangenenlager Kirow, Gebietshauptstadt der Oblast Kirow, in Russland gestorben. In der Stadt Kirow gab es die beiden Kriegsgefangenenlager 101 und 307 für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs. Dem Lager 307 zugeordnet waren die beiden Kriegsgefangenenhospitäler 3007 Wolosniza und 3171 Chalturin.
Ein Kondolenzschreiben zum Tode von Oskar Jacobi durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Kirow (Russland). Der VDK bemüht sich auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Oskar Jacobi finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätten zu geben.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr.10 / 1907, 1 / 1909, 13 / 1910, 22 / 1913
Heiratsnebenregister Nr. 3 / 1906

 

 

 

Otto Wagner


Weitere Angaben zur Familie von Otto Wagner siehe Adolf Wilhelm Wagner, der bei Operation „Blau“ 1941 in Noworossijsk gefallen ist.

Otto Wagner, Zwillingsbruder von Karl, wird am 10. Sept. 1916 als drittes Kind der Eheleute Karl Wagner II. und Alwine Wagner geb. Konrad in Simmersbach geboren.
Wie alle anderen Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 11. April 1930 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Richard Rumpf (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert.
Einberufung zum Wehrdienst 1. Okt. 1938
Geburtsjahrgang 1916 siehe unter Zwillingsbruder Karl Wagner
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung 23.08.1942:4. Kompanie Infanterie-Regiment 116
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1344/285]
Letzte Meldung 03.05.1945:1. Kompanie Grenadier-Regiment
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1344/285]
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1344/285]
Verstorben 03.05.1945 in der Kriegsgefangenschaft in Odessa/UdSSR |
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-1344/285]
Eine Nachricht zum Tode durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor.
Otto Wagner ist am 3. Mai1945 im Kriegsgefangenen-Lager 126 Nikolajew in Odessa, Russland gestorben. Ein Kondolenzschreiben zum Tode durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Odessa (Ukraine). Der Volksbund bemüht auf Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Otto Wagner zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 8 / 1914, 12 / 1916, 13 / 1916, 2 / 1921, 12 / 1922, 17 / 1923, 8 / 1925, 3 / 1928, 4 / 1928, 7 / 1929, 5 / 1931, 6 / 1931
Heiratsnebenregister Nr. 7 / 1913
Sterbenebenregister Nr.5 / 1942, 5 / 1943, 7 / 1946
Kriegstagebuch des OKW, Percy E. Schramm Band 1- 8, Teilband 1-2
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Klaus-Dieter Wagner

 

 

 

Ewald Rein

Eltern Karl Rein III. (*14.2.1890 †20.01.1954), Sohn von Johannes Rein IV. (*1858) und Anna Margaretha Rein geb. Geil (aus Formasch), der am 05.04.1920Katharina Rein geb. Rein (*13.4.1893), Tochter von Jacob Rein VIII. (*1863) und Elisabetha Rein geb. Wagner aus Cilioxgannes geheiratet hat.

Sie wohnen in der Hainstraße, Hausname „Reinse“ und haben drei Kinder.
Ewald Rein (*15.9.1927)
Martha Rein
Maria Rein
Gemeinsam verbringen die Geschwister Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former, arbeitet im bei Buderus im benachbarten Eibelshausen, die Mutter Katharina betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.
Ewald Rein wird am 15. Sept. 1927 als drittes Kind der Eheleute Karl Rein III. und Katharina Rein geb. Rein in Simmersbach geboren und besucht, wie alle anderen Simmersbacher Kinder auch, die ortsansässige Volksschule.
Der Kanonier Ewald Rein, sein Letzter Dienstgrad, ist am 15. Dezember 1945 im russischern Kriegsgefangenen-Lager in Ryshkowo, Oblast Kursk, mit nur 18 Jahren gestorben.
Auf der Gedenktafel am Friedhof ist vermerkt, daß er seit 1944 als vermisst gemeldet wurde. Eine Nachricht zum Tode den Komp.-Führer bzw. eine amtliche Stelle liegt nicht vor
Ewald Rein wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt und sein Grab befindet sich nachden vorliegenden Informationen des Volksbundes derzeit noch in Ryschkowo bei Kursk, Russland.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Simmersbach, Heiratsnebenregister Nr. 4 / 1920
Kirchenbücher
Übersicht der erfassten, eingezogenen, Gefallenen und Vermissten, Martin Dietrich

 

 

 

Albert Daul

Weitere Angaben zur Familie von Albert Daul siehe Karl Daul, der seit Aug 1944 im Raum Kischinew, Bessarabien, während der sowjetischen Offensivoperation in Jassy-Kischinew als vermisst gemeldet wurde.

Albert Daul wird am 22. Dez. 1919 als viertes Kind der Eheleute Josef Daul und Margarethe Geil geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 26. März 1934 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Wagner (Pfarrei ist von Jan.-Apr. 1933 vakant) Pfarramtlich Versorgung durch Pfarrer Wagner aus Eibelshausen konfirmiert.
Einberufung zum Wehrdienst 10. Sept. 1939
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 12.07.1940, 5. Kompanie Infanterie-Regiment 392
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/D-836/370]
Letzte Meldung in der Zeit vom 25.06. bis 01.07.1944 aus dem Raum Bobruisk,
9. Kompanie Grenadier-Regiment 58)
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/D-836/370]
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/D-836/370]
Verstorben am 22.04.1945 im russischen Kriegsgefangenlager 56 in Borisow, Belarus
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/D-836/370]
Eine Benachrichtigung zum Tode durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor
Albert Daul Ist am 22. April 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft im Lager 54 in Borisow (Belarus) gestorben, wo sich auch sein Grab befindet.
Albert Daul wurde noch nicht auf einen vom Volksbund errichteten Soldatenfriedhof überführt. Nach vorliegenden Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. befindet sich sein Grab derzeit noch an in Borisow – Belarus

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamtes Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 7 / 1910, 9 / 1917, 21 /1919, 3 / 1934, 3 / 1935
Heiratsnebenregister Nr. 3 / 1913
Sterbenebenregister Nr. 10 / 1941
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Anita Warch

 

 

 

 

Albert Wagner

Eltern Jacob Wagner III. (⁕14.7.1870 †11.05 1924), Sohn von Adam Wagner VI. und Elisabetha Wagner geb. Theiß, der am 17.4.1898 Margarethe Ciliox (28.11.1892), Tochter von Johannes Ciliox IV. (⁕1845) und Elisabetha Ciliox geb. Reh geheiratet hat.

Sie wohnen in der Gartenstraße in Simmersbach, Hausname „Rärrasch“ und hatten 6 Kinder
Erwin Wagner (*23.5.1899 †02.01.1942) verheiratet mit Anna Nani Klein aus Bliewe
Lina Wagner (*24.11.1900)
Karl Wagner (*12.07.1902
Heinrich Wagner (*12.02.1905) hat ein Haus der Lenzstraße gebaut
Anna Wagner (*15.12.1907)
Albert Wagner (*14.11.1911) am 20.08.1946 im Kriegsgefangenenlage Stalino gestorben.
Albert Wagner wird am 14. Aug. 1911 als sechstes Kind der Eheleute Jacob Wagner III. und Margarethe Ciliox in Simmersbach geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 5. April 1925 (Palmarum) in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920 – 1926) konfirmiert.
Albert Wagner war mit Anna Poider aus Niederscheld verheiratet und lebt nach seiner Hochzeit in Niederscheld, Feldstr. 1, dem Elternhaus seiner Ehefrau.

Standesamt Niederscheld, Sterbenebenregister 12/1948
Niederscheld, den 23. Juli 1928
Der Gefreite Albert Wagner, Art. Ersatzabteilung 26, wohnhaft in Niederscheld, ist am 20. August 1946, Todesstunde unbekannt Lager 280/453 im Donezbecken gestorben.
Der Verstorbene war geboren am 14. August 1911 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 14/1911)
Vater: Jacob Wagner
Mutter: Margarethe Wagner geborene Ciliox
Der Verstorbene war verheiratet mit Anna Poider
Eingetragen auf Anzeige Kriegssterbefälle
Der Standesbeamte Peter
Der Obergefreite Albert Wagner, sein letzter Dienstgrad, ist am 20. Aug. 1946 im Kriegsgefangenenlager Stalino, dem Zentrum des Kohlereviers im Donbass (Donezbecken), Lager 280 / 455, gestorben.
Ein Kondolenzschreiben mit Todes- bzw. Vermisstendatum und des Todes- bzw. Vermisstenortes durch den Komp.-Führer oder einer amtlichen Stelle liegt nicht vor.
Nach den Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich sein Grab derzeit noch in Donezk, (Ukraine), der VDK bemüht sich auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Albert Wagner finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätten zu geben.
Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
Sein Name ist nicht auf dem Mahnmal am Friedhof aufgeführt, da er zum Zeitpunkt seines Todes bereits in Niederscheld wohnte, ist aber in Simmersbach geboren, hat dort Schule besucht und wurde in der Katharinenkirche zu Simmersbach konfirmiert.

Quellen LAGIS HESSEN Standesamt Simmersbach und Niederscheld
Geburtsnebenregister Nr. 6 / 1899, 12 / 1900, 10 /1902, 3 / 1905, 17, 1907, 14 / 1911
Standesamt Simmersbach, Heiratsnebenregister Nr. 3 / 1890, 6 / 1928, 3 /1930
Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister Nr. 4 / 1924
Standesamt Niederscheld, Sterbenebenregister Nr. 12 / 1948

 

 

 

Helmut Jacobi

Eltern Heinrich Jacobi (*25.11.1896), Sohn von Karl Jacobi und Anna Margarethe Jacobi geb. Rein aus Simmersbach, der am 03.04.1920 Luise Auguste Hast (*06.10.1895) aus Eibelshausen, Tochter von Wilhelm und Wilhelmine Hast geb. Keller geheiratet hat.

Sie wohnen an der Hauptstraße in Simmersbach, Hausname „Brachthäusersch“ und hatten drei Kinder
Helmut Jacobi (*29.10.1922) wird seit Okt. 1945 in Russland / Polen vermisst
Hilde Jacobi (*16.06.1924)
Gertrud Jacobi (*25.02.1928)
Helmut Jacobi wird am 29. Oktober 1922 als erstes Kind der Eheleute Heinrich Jacobi und Luise Auguste Hast (*06.10.1895), Tochter von Wilhelm und Wilhelmine Hast geb. Keller aus Eibelshausen (Standesamt Eibelshausen 6 / 1920) in Simmersbach geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 21. März 1937 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Karl Stiehl (Pfarrer von Mai .1936-1954) konfirmiert.
Der Soldat Helmut Jacobi (Letzter Dienstgrad) wird seit dem 25.Okt. 1945 in einem nicht bekannten Kriegsgefangenen-Lager in Polen oder Russland vermisst. Das Todes- bzw. Vermisstendatum wurde nach Auskunft des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge mit dem 25. Okt. 1945 angegeben, der Todes- bzw. Vermisstenort wurde nicht verzeichnet.
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge befindet sich das Grab von Helmut Jacobi auf der Kriegsgräberstätte in Frankfurt an der Oder ,Zentrale Kriegsgräberstätte“, Endgrablage, Einzelgrab. Sein Name sowie die persönlichen Daten sind in einem Gedenkbuch verzeichnet.
Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Sein Name ist nicht auf dem Mahnmal am Friedhof aufgeführt, obwohl er zu diesem Zeitpunkt in Simmersbach wohnte. Er ist in Simmersbach geboren, zur Schule gegangen und wurde in der Katharinenkirche zu Simmersbach konfirmiert.

Quellen Personenstandsurkunden (LAGIS HESSEN (Geburts-, Heirats-, Sterbeurkunde) des Standesamtes Simmersbach
Standesamt Eibelshausen Heiratsnebenregister Nr. 6 / 1920
Standesamt Simmersbach Sterbenebenregister Nr. kein Eintrag
www.kriegsopfer.org/Denkmale/Brandenburg/Frankfurt_Oder

 

 

 

Unbekannte Schicksale

Für die nicht im Sterbenebenregister registrierten Soldaten fehlen Angaben über den Ort, Gebiet in Russland, Zeitpunkt des Todes oder seit wann er vermisst wurde. Weiterhin konnten keine Angaben über die letzte Ruhestätte gemacht werden.
Außerdem fehlt das Kondolenzschreiben des Komp.-Führerr oder einer amtlichen Stelle an die Angehörigen mit Angaben zum Zeitpunkt, an dem er gefallen oder vermisst wird und Angaben zum Ort, Gebiet, wo er gefallen oder vermisst wurde.

Nicht bekannte Schicksale, wie Sterbeort und Vermisstenort
Otto Klein (⁕04.03.1909) aus Galziewe wird seit Jan.1943 wird seit in einem unbekannten Ort in Russland vermisst
Herrmann Becker (⁕03.01 1921) aus Beckersch wird seit dem 03.01.1944 in einem unbekannten Ort in Russland vermisst
Albert Hinn (⁕12.08.1924) aus Schmitz wird seit Lan . Jan. 1945 in einem unbekannten Ort in Russland vermisst

 

 

Otto Klein

Eltern Wilhelm Klein (*21.10.1875 †27.01.1929) Sohn von Johannes Klein II. (*1851) und Elisabetha Klein geb. Rein aus Henzels heiratet am 13. Februar 1902 Elisabetha Klein geb. Theiss (*1872 †11.05.1939), Tochter des Schmiedemeister Johannes Theiss VIII. (*1837 †1906) und Elisabetha Theiss geb. Schwarz (*1841 †1921).

Sie wohnen an der Hauptstraße, Hausname „Kalziewe“ und haben 4 Kinder.
Karl Klein (*22.09.1903) heiratet am 24.11.1928 Maria Ciliox (*30.01.1905)
Lina Klein (*17.02.1906 †10.12.1985), verheiratet mit Albert Reitz aus Eibelshausen.
Otto Klein (*04.03. 1909), vermisst seit dem Jahre 1943
Berta Klein (*09.10.1915 †02.08.1951) bleibt unverheiratet
Otto Klein wird am 4. März 1909 als drittes Kind der Eheleute Wilhelm Klein und Elisabetha Klein geb. Theiss in Simmersbach geboren. Wie alle anderen Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird 25. März 1923 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Otto Klein heiratet im Jahre 1942 Hertha Geil (*21.03.1918), Tochter von August und Rosinchen Geil geb. Reh aus Iwels. Ihre Tochter: Edeltraut Klein wird am 12. Juli 1943 geboren.
Einberufung zum Wehrdienst 6. April 1940
Vermisst in Russland seit dem Jahre 1943, der Ort der letzten Meldung sowie das dazugehörige Datum und weitere Informationen sind nicht bekannt. Eine Vermisstenmeldung durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. /
Heiratsnebenregister Nr. 1 / 1902
Sterbenebenregister Nr. 2 / 1929 und 7 / 1939

 

 

 

Herrmann Becker


Eltern Karl Heinrich Becker (⁕03.06.1900 †21.05.1947), Sohn von Eduard Becker und Elisabetha Becker geb. Wagner, der am 28.11.1920 Maria Reh (⁕21.10.1904), Tochter von Wilhelm Reh I. und Julie Reh geb. Wagner aus Simmersbach geheiratet hat.

Sie wohnen in der Gartenstraße in Simmersbach, Hausname „Beckersch“ und hatten fünf Kinder.
Herrmann Becker (*03.01.1921), vermisst seit Juni 1943
Erich Becker (*23.11.1923) heiratet Marie Elise Geil (⁕29.11.1925 †28.08.2012) aus Zrusemanns
Gertrud Becker (*21.06.1928 †08.12.1950)
Kurt Becker (*1935 †05.05.2014)
Heinz Becker (*01.11.1937 †01.01.2019) heiratet Hilde Fischer aus Eibelshausen

Herrmann Becker wird am 3. Jan. 1921 als erstes Kind der Eheleute Karl Heinrich Becker und Maria Reh in Simmersbach geboren.
Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er in die ortsansässige Volksschule und wird im April 1937 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Hans Ludolph (Pfarrer von 1932-1936) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Küfers, den er nach Beendigung seiner Lehrzeit sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst nachgegangenen ist.

Einberufung zum Wehrdienst 04. Juli 1941
Letzter Dienstgrad Obergefreiter
Auf dem Weg zum Gefechtsvorposten wurde Hermann Becker am 26. Mai 1943 von einem russischen Spähtrupp überwältigt und gefangen genommen, trotz eines sofort eingesetzten Spähtrupps zur Verfolgung hatte dieser keinen Erfolg. Russische Gefangene berichteten ein paar Tage später, daß die beiden deutschen Gefangene unverletzt beim Stab abgesetzt und der russische Divisionskommandeur sie dort abholen ließ.
Die Nachricht, daß er vermisst wird, erfolgte am 6. Juni 1943 durch den Komp.-Führer, Oberleutnant Stass.
Am 6.6.1943 teilte Kompaniechef, Oberleutnant Stass, seinem Vater Karl Heinrich Becker in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Obergefreite Herrmann Becker, seit dem 26.Mai 1943 als vermisst gilt.
Stass im Osten 6.6.1943
Oberl. U. Kompaniechef
Sehr geehrter Herr Becker!
Es ist eine schwere Pflicht für mich Ihnen mitteilen zu müssen, daß Ihr Sohn, der Obergefreite Hermann Becker, am 26.5. in russische Gefangenschaft geraten ist.
Er war an diesem Tage mit mehreren Kameraden unterwegs, um für einen Gefechtsvorposten Essen zu holen. Unterwegs wurde der Trupp von einem starken russischen Spähtrupp überfallen. In dem sich entwickelten Handgemenge wurde Ihr Sohn mit einem Kameraden überwältigt und mitgenommen. Ein eigener ‘Spähtrupp der von mir zur Verfolgung angesetzt wurdehatte keinen Erfolg, da die Russen bereits bei der einbrechenden Dunkelheit im hohen Schilf eines Sumpfes verschwunden waren.
Einige Tage später machten wir mehrere Gefangene, die aussagten, daß die beiden deutschen Gefangene unverletzt. drüben bei einem Stab gesehen. wurden. Ein Überläufer. sagte aus, daß die beiden Gefangenen gut. behandelt. worden. seien. Der russische Divisionskommandeur habe sie.am nächsten Tage mit einem Auto abholen lassen.
Die Kompanie verliert in Ihrem Sohn einen Ihrer besten Soldaten und wir ‘alle haben Tage nachher immer noch gehofft, dass er eines Tages wieder bei uns eintreffen würde.
Wir nehmen alle von Herzen teil an dem Leid, das Sie betroffen hat. Doch besteht immer noch die Hoffnung, dass er hach dem Kriege zurückkommt
Diese starke Hoffnung wird Ihnen ein Trost sein in Ihrem Schmerz und Ihren Sohn.
Im Gedächtnis der Kompanie wird Ihr Sohn stets als einer unserer Besten bleiben. DieGegenstände die im Besitz Ihres Sohnes waren, sendet Ihnen die Kompanie sofort zu
Heil Hitler
Brass
Oblt und Kp. Chef.
Die Übereinstimmung. der vorstehenden Abschrift mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 3. Juni 1944

Herrmann Becker wurde am 8.März 1960 für Tod erklärt, als Todeszeitpunkt des verschollenen Küfers Hermann Becker wurde der 31. Dezember 1945 – 24 Uhr festgelegt
Nach den Informationen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 1 / 1921, 18 / 1923, 10 / 1935, 15 / 1937
Heiratsnebenregister Nr. 8 / 1920
Sterbenebenregister Nr. 5 / 1947, 8 / 1950
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Ingo Becker

 

 

 

Albert Hinn


Weitere Angaben zur Familie von Albert Hinn siehe Karl Arthur Hinn, am 20. Aug. 1941 an der „Eismeerfront“ in Nordfinnland gefallen.

Albert Hinn aus Schmitz, Hauptstraße, wird am 12. Aug. 1924 als viertes Kind der Eheleute Christian Hinn und Katharina Schmidt in Simmersbach geboren.
Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er, wie auch seine Geschwister, die ortsansässige Volksschule und wird am 9. April 1938 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Karl Stiehl (Pfarrer von Mai 1936-1954) konfirmiert.

Einberufung zum Wehrdienst: Okt. 1942
Albert Hinn wird seit Jan. 1944 in Russland vermisst, weder Angaben über den letzten Aufenthaltsort noch die genaue Zeit fehlen. Seit Jan. 1944 Zeit fehlt jedes Lebenszeichen von Ihm. Er ist nicht im Sterbenebenregister registriert, daher fehlen detaillierten Ortsangaben.
Eine Benachrichtigung zum Tode durch den Komp.-Führer bzw. einer amtlichen Stelle liegt nicht vor.
Nach Informationen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge ist seine letzte Ruhestätte nicht bekannt. Der Volksbund bemüht sich aber auf der Grundlage von Kriegsgräberabkommen das Grab von Albert Hinn zu finden und ihm auf Dauer eine Letzte Ruhestätte zu geben.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach,
Geburtsnebenregister-Nr. 20 / 1911, 3/1913, 17/1919, 16/1924
Heiratsnebenregister-Nr. 1 / 1911
Sterbenebenregister 2 / 1942,
Standesamt Lang Göns, Heiratsnebennebenregister Nr. 4 / 1941
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Hilde Wagner

 

 

In Frankreich sind nach dem Ende des Krieges
Alfred Reh (⁕29.04 1926) aus Döngsseekopps) wurde am 8. Okt. 1946 in der Gemarkung Ammerschweiler tot aufgefunden, er ruht auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Bergheim
Emil Geil (⁕14.01 1926) aus Zwaschdasch ist am 26. Juli 1947 im französischen Dépôt de Prisonniers de Guerre No. 184 bei SouIac-sur-Mer, nordwestlich von Bordeaux, im Département Gironde in der Region Nouvelle-Aquitaine gestorben, er ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berneuil

Kriegsende1945 in Deutschland
Letzte deutsche Offensiven und alliierter Sturm auf die „Festung Deutschland“

Am Ende des 2. Weltkrieges sind in Deutschland

Gustav Konrad (⁕18.09 1918) aus Penaschmanns ist am 20. Dez. 194 in Hochkoppel – Burg Untermaubach, Kreis Düren, gefallen
Rudolf Geil (⁕28.09 1914) aus Zwaschdasch ist am 23. Jan. 1945 bei Bitburg in der Eifel, gefallen
Richard Geil (⁕26.11 1911) aus Bäckasch, verheiratet nach Kalenz, starb am 22. Apr. 1945 an seinen Verletzungen nach dem Bombenangriff auf Dresden und ruht auf der Kriegsgräberstätte in Hoyerswerda-Bonhoeffer Str.

Quelle LAGIS HESSEN, Standesamtliche Geburts,- Heirats- und Sterbenebenregister Nr.

 

 

Gustav Konrad


Eltern Gustav Konrad (*25. Aug. 1872 †3. Okt. 1929), Sohn von Heinrich Konrad I. und Anna Margarethe Konrad geb. Theis der am 30.03.1913 Elise Rein (*15. Febr.1881), Tochter von Jacob Rein VII. (*1848) und Anna Margarethe Rein geb. Seibel in Simmersbach geheiratet hat.

Sie wohnen im Mittelweg 2 in Simmersbach, Hausname „Pennaschmanns“ und hatten vier Kinder.
Walter Konrad (*20.01.1914 †20.02.1914) wird nur einen Monat alt
Anna Konrad (*16.08.1915 †16.09.2002) verheiratet mit den Ww. Wilhelm Moos aus Weidelbach
Bertha Konrad (*05.04.1917 †11.11.1956), verheiratet mit Wilhelm Moos, stirbt bei der Geburt Ihres Sohnes Helmut
Gustav Konrad (*18.09.1918), ist am 20. Dez. 1944 in Hochkoppel gefallen
Lina Konrad (*29.05.1922 †1010.1930), wird nur 8 Jahre alt
Gemeinsam mit seinen Geschwistern verbringt er seine Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater, von Beruf Former arbeitete im benachbarten Eibelshausen bei Buderus, die Mutter Elise betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Gustav Konrad wurde am 18. September 1918 als viertes Kind der Eheleute Gustav Konrad und Elise Rein in Simmersbach geboren. Er besuchte die ortsansässige Volksschule und wird am 20. März 1932 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Wagner (Pfarrei ist von Jan.-Apr. 1933 vakant, Pfarramtliche Versorgung durch Pfarrer Wagner aus Eibelshausen) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Ausbildung bei Buderus in Eibelshausen und arbeitet dort nach Beendigung seiner Lehrzeit bis zu seiner Einberufung zur Wehrmacht.
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 02.11.1939 Fahr-Ersatz-Schwadron 52
[Bundesarchivsignatur B 563/38344, Seite27]
Auszeichnungen am 24. Aug. 1942, wird Ihm die „Ostmedaille“ verliehen.
Letzte Meldung vom 20.12.1944: 1. Kompanie Grenadier-Regiment 943
[Bundesarchivsignatur B 563/86291, Seite113]
Letzter Dienstgrad Stabsgefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-2774/ 253]
Gefallen am 20.12 1944 in Hochkoppel, Burg Untermaubach. Seine Kompanie sollte an diesem Tag den Gegner aus einer Papierfabrik zurückdrängen. Nachdem die Fabrik eingenommen war, ging er in einem Graben in Stellung die kurze Zeit später einen Artillerie-Volltreffer erhielt. Dabei wurde er durch Kopfschuss tödlich getroffen.
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/W-2774/253]
Eine Benachrichtigung zum Tode erfolgte am 26. Nov. 1944 durch den Komp.-Führer, Oberleutnant Hiesmayr.
Am 26. Dezember 1944 teilte der Kompaniechef der 1. Kompanie des Grenadier-Regiments 943, Oberlt. Hiesmayr, seinem Vater Gustav Konrad, (in einem handschriftlich verfassten Kondolenzschreiben) mit, daß sein Sohn am 20. Dezember 1944 gefallen ist.
Oberlt. Hiesmayr O.U. den 26. Dez. 1944
Feldpostnummer 23 437 B
Sehr verehrte Herr Konrad!
(Handschriftliche Mitteilung des Komp. Chefs OberLt. Hiesmayr zum Tod von Gustav Konrad an seinen Vater)
Als Kompaniechef erfülle ich die traurige Pflicht, Sie vom Heldentod Ihres geliebten Sohnes, des ObGefr. Gustav Konrad zu benachrichtigen. Am 20.12.1944 hatte die Kompanie, ostwärts Aachen eingesetzt, den Auftrag, den Gegner aus der Papierfabrik Hochkornel bei Untermaubach, Bez. Düren, zu werfen. Ihr Sohn ging nachdem die Fabrik in unserem Besitz war, in einem Graben in Stellung wo nach kurzer Zeit ein Art. Volltreffer mitten in die Gruppe ging. Dabei wurde Ihr Sohn durch Kopfschuss tödlich getroffen. Der sofort eingetretene Tod ließ Ihrem Sohn keine Zeit, irgendwelche Wünsche zu äußern. Noch am gleichen Tag wurde Ihr Sohn unter schwierigsten Verhältnissen geborgen, um von einer fremden Einheit in einem wenige Kilometer hinter der Front gelegenen Friedhof beigesetzt zu werden. Die Kriegsbedingten Umstände, die Zurücknahme der Front, verhinderten die Benachrichtigung der Kompanie über den Bestattungsort.
Ich bitte Sie geehrter Herr Konrad sich zu gedulden, bis Sie vom Kriegsgräber Offizier benachrichtigt werden, wo sich die Grablage befindet.
Ich und meine Kameraden verlieren in Ihrem geleibten Sohn einen unserer Besten. Seine Aufrechte und treue Haltung als Vorbild werden durch seinen Heldentod gekrönt.
In Ihrem großen Schmerz bitte ich Sie, geehrter Herr Konrad, an der Überzeugung festzuhalten, dass Ihr großes Opfer den Bestand unserer geliebten Heimat galt und nicht umsonst war.
Ihr ergebener
Hiesmayr Oberleutnant
Die Bestimmung vorstehender Abschrift mit der Urschrift wird hiermit bestätigt
Simmersbach, den 25. Mai 1945

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 13/1946
Simmersbach, den 15. September 1946
Der Obergefreite Gustav Konrad, Hüttenarbeiter, evangelisch, zuletzt , wohnhaft in Simmersbach, Mittelweg 2, ist am20. Dezember 1944, Todesstunde unbekannt, in Hochkoppel bei Untermaubach, bei Düren gefallen.
Der Verstorbene war geboren am 18. September 1918 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach 9/1918)
Vater: Gustav Konrad, Former, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Elise Konrad geborene Rein, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Abwicklungsstelle für Benachrichtigung Gefallener, Berlin.
Der Beruf, die Religion, das Geburtsstandesamt sowie die Personalien der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: Gefallen
Gustav Konrad ist am 20. Dez. 1944 in Hochkoppel – Burg Untermaubach2 gefallen. Noch am gleichen Tag, dem 24. Dez. 1944 wurde er unter schwierigsten Verhältnissen geborgen, um von einer fremden Einheit in einem wenige Kilometer hinter der Front gelegenen Friedhof beigesetzt zu werden. Die Kriegsbedingten Umstände, die Zurücknahme der Front, verhinderten die Benachrichtigung der Kompanie über den Bestattungsort.
Untermaubach ist ein Ortsteil von Kreuzau in der Nordeifel im Kreis Düren, Nordrhein-Westfalen, in der Ruhreifel gelegen. Er liegt zwischen Kreuzau und Obermaubach. Der Ort ist für die Lage am Eingang der Eifel bekannt.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 11 / 1915, 3 / 1017, 9 / 1918, 9 / 1922
Heiratsnebenregister Nr. 4 / 1913
Sterbenebenregister Nr. 2 / 1914, 7 / 1929, 13 / 1946 und 8 / 1956
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Helmut Moos

 

 

 

Rudolf Geil

Weitere Angaben zur Familie von Rudolf Geil siehe Otto Geil, der am 3. Okt. 1941 der beim Unternehmen „Barbarossa“ im Feldlazarett 176 (mot) Krutzen, gestorben ist.

Rudolf Geil wird am 28. September 1914 als zweites Kind der Eheleute Wilhelm Geil und Margarethe Geil geb. Rein in Simmersbach geboren. Wie alle anderen Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Sägewerksarbeiters und geht diesem Beruf nach sehr wahrscheinlich bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst im August 1939 nach.
Rudolf Geil (*28.09 1914) heiratet 29. Oktober 1939 Anna Geil geb. Debus (*25.07.1914 †20.11.1983) aus Schlierbach, sie haben einen Sohn,
Hans-Günter Geil (*11.10.194o)

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 16/1946
Simmersbach, den 18. November 1946
Der Unteroffizier Rudolf Geil, Beruf Sägewerksarbeiter, evangelisch, wohnhaft in Simmersbach, ist am 23. Januar 1945,Todesstunde unbekannt, bei Bitburg gefallen
Der Verstorbene war geboren am 28. September 1914 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 11/1914)
Vater: Former Wilhelm Geil, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Margarethe Geil geborene Rein, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war verheiratet mit Anna Geil geborene Debus
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Auskunftstelle für Benachrichtigung von Gefallenen Berlin
Der Beruf, die Religion, das Geburtsstandesamt, der Familienstand, sowie Personalien der Eltern des Verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Simmersbach, den 18. November 1946, Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: Gefallen
Eheschließung des Verstorbenen am 28.10.1939 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 15/1939)
Rudolf Geil ist am 23. Jan. 1945, kurz vor Kriegsende, bei Bitburg in der Eifel gefallen.
Rudolf Geil ruht auf der Kriegsgräberstätte in Mettendorf, Endgrablage; Reihe 10 Grab 152. Die persönlichen Daten von Rudolf Gail sind in dem Gedenkbuch für die in Deutschland vermissten und gefallenen Soldaten verzeichnet.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister 13 / 1913, 14 / 1914, 10 / 1916, 1 / 1926
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1912, 5 / 1922
Heiratsnebenregister des Standesamtes Ernsthausen Nr. 4 / 1940
Sterbenebenregister Nr. 4 / 1942, 9 / 1946, 1/1948
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Kerstin Roth

 

 

 

 

Richard Geil


Weitere Angaben zur Familie von Richard Geil siehe Adolf Heinrich Geil, der am 27. Mai 1942 in Afrika gefallen ist.

Richard Geil wird am 26.Nov. 1911 als drittes Kind der Eheleute Karl Daniel Geil und Katharina Reh in Simmersbach geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besuchter die ortsansässige Volksschule und wird am 5. April 1925 in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Adolf Schulz (Pfarrer von 1920-1926) konfirmiert.
Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Ausbildung als Bäcker in der Bäckerei seines Vaters, mußte aber wegen einer Mehlstaub Allergie seinen Beruf aufgeben und wurde bei der Reichsbahn angestellt.
Er heiratet am 19. Febr. 1939 in der Simmersbacher Katharinenkirche zu Simmersbach Marie Wagner (*21.09.1911 †1. Okt. 1990), Tochter von Rudolf Wagner (*02.01.1886 †19.09.1942) aus Onnerschmitzgenjusts und Karoline Theis (*03.11.1890 †03.07.1957) aus Kalenz. Nach der Hochzeit wohnten sie in Kalenz, dem Elternhaus von Marie Wagner und zeitweise in der Lindenstraße bei „Leannes“.
Sie hatten vier Kinder
Marianne Geil (*03. Sept. 1939

Ingrid Geil (*am 07. Nov. 1940)
Herbert Geil (*30. Dez. 1942 †21. März 2011)
Ulrich Geil *30. Dez, 1942 †29. Aug. 2018)
Im 2. Weltkrieg betreiben Richard und Marie Geil geb. Wagner zusammen mit Ihren Eltern und Geschwister die Landwirtschaft; die wegen der Luftangriffe hauptsächlich nachts betrieben werden mußte, es wurde „schwarz“ geschlachtet und man musste die Milch der eigenen Kühe abgeben und bekam dann später nur etwas entrahmte Milch.
Informationen des Bundesarchivs in Berlin, Personenbezogene Abteilung (PA):
Erste Meldung vom 10.08.1944: 2. Ausbildungskompanie Pionier-Ersatz- und Ausbildungs-Bataillon 9
[Bundesarchivsignatur B 563/25246, Seite 82]
Letzte Meldung vom 22.04.1945: Pionier-Speer-Kompanie 942
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ G-1348/354]
Letzter Dienstgrad Pionier
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ G-1348/354]
Gefallen am 22. Apr. 1945 Hoyerswerda

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 6/1949
Der Pionier Richard Geil, zuletzt wohnhaft in Simmersbach, ist am 22. Apr. 1945, Todeszeitpunkt unbekannt, in Hoyerswerda verstorben.
Der Verstorbene war geboren am 26. Mai 1911 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 6/1911)
Vater: Karl Daniel Geil
Mutter: Katharina Geil geborene Reh
Der Verstorbene war verheiratet mit Marie Wagner (*21.09.1911 †1. Okt. 1990)
Eingetragen auf schriftliche Anzeige der Abwicklungsstelle für die Benachrichtigung von Gefallenen – Berlin.
Der Familienstand, das Geburtsstandesamt, die Religion sowie die Personalien der Eltern und des Ehegatten des verstorbenen sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen.
Der Standesbeamte Wagner
Todesursache: Gefallen
Eheschließung des verstorbenen am 19. Febr. 1939 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 3/1939)
Richard Geil wurde nach den Luftangriffen auf Dresden der Royal Air Force und der United States Army Air Forces vom 13. bis 15. Februar 1945 so schwer verwundet, daß er am 22. Apr. 1945 seinen Verletzungen erlag.
Bei diesen Luftangriffen, die in vier Angriffswellen geflogen wurden, kamen nach neuesten historischen Untersuchungen mindestens 18.000, höchstens 25.000 Menschen ums Leben. Große Teile der Innenstadt und der industriellen und militärischen Infrastruktur Dresdens wurden dabei zerstört.
Er ruht auf der Kriegsgräberstätte in Hoyerswerda-Bonhoeffer Str. Endgrablage: Feld 3(1) kam nach den Luftangriffen auf Dresden im 2. Weltkrieg der Royal Air Force und der United States Army Air Forces vom 13. bis 15. Februar 1945 ums Leben.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 9 / 1909, 5 / 1910, 7 / 1911, 13 / 1912, 21 / 1913, 2 / 1916, 12 / 1918, 7 / 1920, 12 / 1923, 4/ 1925
Heiratsnebenregister Nr. 1 / 1909
Sterbenebenregister Nr. 6 / 1949
Dokumente, Unterlage, Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Marianne und Eberhard Reh

 

 

 

 

Herrmann Eduard Reh


Eltern Heinrich Reh VII. (*09.03.1877 †03.09.1928), Sohn von Johannes Reh V. (*01.04.1841 †16.10.1896) und Katharina Wagner (*1843 †1913),heiratet am 25.09.1904 in Simmersbach
Elisabetha Herrmann (*15.8.1883 †19.02.1953), Tochter von Jacob Heinrich Herrmann und Anna Margarethe Herrmann geb. Theiß aus Hirzenhain.

Sie wohnen in der Hainstraße, Hausname „Hobs“ und hatten zehn Kinder
Ewald Reh (*22.06.1905 †1985), verheiratet mit Else Pfeifer aus Siegen
Alfred Reh ( (*06.04.1908 – †13.11.1973), unverheiratet und kinderlos
Hertha Reh ( *26.03.1910), verheiratet mit Heinrich Clemens aus Raue
Elli Reh (*29.07.1911), verheiratet mit Heinrich Oskar Reh aus Alwatz, (Neurehs)
Heinrich Reh (*01.05.1913)
Herrmann Eduard Reh (*23.11.1914), verheiratet, ist am 16. Apr. 1945 gefallen.
Rudolf Albert Reh (*23.08.1916 †1918), wurde nur zwei Jahre alt
Arthur Ewald Reh (*02.10.1918), ist seit dem 20. Aug. 1944 vermisst
Marie Elise Reh (*29.09.1921 23.3.2005), verheiratet mit Albert Müller aus Owermellasch
Herbert Reh (*22.02.1923 †2003), verheiratet Frieda Dintelmann aus Schulehrresch
Gemeinsam verbringen die Geschwistern Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater arbeitet als Zimmermann, die Mutter Elisabeth betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.

Herrmann Eduard Reh wird am 23. Nov. 1914 als sechstes Kind der Eheleute Heinrich Reh VII. und Elisabetha Herrmann in Simmersbach geboren
Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule und wird am 24. März 1929 (Palmarum) in der Katharinenkirche zu Simmersbach von Pfarrer Richard Rumpf (Pfarrer von 1926-1929) konfirmiert.
Einberufung zum Wehrdienst 1936
Er heiratet am 3. Juli 1943 Emilie Minna Sittig (⁎25.März.1922) aus Lutterberg, Tochter von Wilhelm Sittig und Bertha Sittig geb. Hasper. Lutterberg ist der nördlichste Gemeindeteil von Staufenberg im Landkreis Göttingen.
Hermann Reh wurde am 1. Okt. 1935 zum gesetzlichen Wehrdienst eingezogen, die am 39. Sept. 1937 endete. Am 1. Okt. 1939 wurde wohl wieder eingezogen und war bis zum 2. Apr. 1943 als Wehrpflichtiger bei der Wehrmacht.
Als Feldwebel des 8. (M.G.) Kp., Gren. Reg. 692 hat er sich am 24. März 1943 vom 1. Okt. 1939 bis 30. Sept. 1949 (12 Dienstjahre, einschließlich der gesetzlichen Wehrpflicht) verpflichtet.
Seine erste Beförderung zum Obergefreiten erfolgte am 1. Okt. 1939, weitere Beförderungen
zum Unteroffizier 1. Okt. 1940
zum Feldwebel 1. Aug. 1942
zum Oberfeldwebel 15. Juli 1944
Am 19. Nov. 1941 wurde der Gefreiten Herrmann Reh mit dem Deutschen Schutzwall-Ehrenzeichen ausgezeichnet.
Am 19. Nov. 1941 wurde dem Unteroffizier Herrmann Reh das Kriegsverdienstkreuzes 2. Klasse mit Schwertern verliehen.
Am 28.Juli 1942, wurde dem Feldwebel Herrmann Reh mit der „„Medaille Winterschlacht im Osten 1941/42“ (Ostmedaille) verliehen.Herrmann Reh wurde mit Schreiben vom Amtsgericht Hann.-Münden am 7. Okt. 1952 unter dem Az.: -3 UR II 38/52 am 21.12. 1945 für Tod erklärt wurde, als Zeitpunkt des Todes wurde der 31. Dez. 1945 festgelegt.
Herrmann Reh wurde aus der Neuhardenberger Erde geholt und auf den Soldatenfriedhof Wulkow umgebettet, um dort seine letzte Ruhe finden.
Obwohl er in Simmersbach geboren, zur Schule gegangen konfirmiert wurde, wird sein Name auf dem Mahnmal am Friedhof nicht aufgeführt, da er zum Zeitpunkt seines Todes nicht mehr in Simmersbach, sondern in Lutterberg lebte.

Quellen LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach

Geburtsnebenregister Nr. 8 / 1905, 17 / 1910, 13 / 1911, 5 / 1913, 14 / 1914, 11 / 1916, 16 / 1918, 13 / 1921, 5 / 1923
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1904
Familienstammbuch Herrmann Reh
Unterlagen und Dokumente von Rainer Reh
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Rainer Reh und Ulrich Müller

 

Kriegsende Frankreich

 

 

 

 

Alfred Reh

Eltern Karl Reh II. (⁕10.12.1900 †15.06.1984), Sohn von Johannes Reh VIII. und Maria Elisabetha Reh geb. Roth aus Rehs, der am 02.03.1924 Alwine Herrmann (⁕16.10.1901), Tochter von Heinrich Herrmann und Anna Margarethe Herrmann geb. Reh geheiratet hat. Sie wohnen in der Altstraße („Gasse“) in Simmersbach, Hausname „Döngesekopps“ und hatten vier Kinder
Hilde Reh (*1924 †1969), verheiratet mit Otto Wagner aus Langhennas
Alfred Reh (*29. Apr 1926), vermisste seit †20.12.1944
Werner Reh (*1928), verheiratet mit Leni Märthe aus Gönnern
Elfriede Reh (*1936) verheiratet mit Rudolf Konrad aus Borns
Gemeinsam verbringen die Geschwister Ihre Kindheits- und Jugendjahre in Simmersbach. Der Vater Karl Reh II. arbeitet als Zimmermann im benachbarten Eiershausen bei der Firma Holighaus, die Mutter Alwine betreibt neben Ihrem Haushalt eine kleine Landwirtschaft, in der alle mithelfen müssen.
Alfred Reh wird am 29. Apr 1926 als zweites Kind der Eheleute Karl Reh II. und Alwine Herrmann in Simmersbach geboren. Wie alle Simmersbacher Kinder besucht er die ortsansässige Volksschule. Nach Abschluss seiner Schulzeit beginnt er eine Ausbildung zum Landwirtschaftslehrling, die er aber durch seine vorzeitige Einberufung zum Militär nicht beenden kann.
Informationen durch das Bundesarchiv Berlin, Abschnitt Abteilung PA
Einberufen ab Mai 1943
Erste Meldung vom 24.02.1944: 2. Stammkompanie Grenadier-Ersatz-Bataillon 163, Kassel
[Bundesarchivsignatur B 563/64446, Seite 476]
Letzte Meldung vermisst seit 20.12.1944: 1. Kompanie|. Bataillon der Kampfgruppe 13/1X
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ R-1255/465]
Letzter Dienstgrad Gefreiter
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ R-1255/465]
Verstorben wurde am 08. Okt. 1946 in Sommerberg tot aufgefunden
[Bundesarchivsignatur B 563-1KARTEI/ R-1255/465]
Am 20. Januar 1945 teilte der Kompanieführer, Leutnant Otto, seinem Vater Karl Reh in einem Kondolenzschreiben mit, daß sein Sohn, der Gefreite Alfred Reh, seit dem 24. Dezember 1944 als vermisst gilt.
Otto, Leutnant und Kompanieführer
Einheit.F.F.56071/ k 1 O.U. den 20.01.1945
Sehr geehrter Herr Reh,
Ich habe die traurige Pflicht Ihnen mitzuteilen, dass Ihr Sohn, der Gefreite Alfred Reh seit dem 20.12.1944 bei der Kompanie als vermisst gilt. Bei einem Angriff auf einer Höhe 1 km westlich Ammerweiler Kreis Kolmar/Elsass wurde Ihr Sohn durch einen Granatsplitter verwundet. Der Angriff der Kompanie wurde zu diesem Zeitpunkt von den Amerikanern abgeschlagen und es war den Kameraden nicht möglich, Ihren Sohn aus den Feindstellungen zu bergen. Auch bleiben die kurz darauf angesetzten Versuche ergebnislos. Es ist deshalb mit Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass Ihr Sohn sehr verwundet in amerikanische Gefangenschaft gekommen ist.
Ich hoffe mit Ihnen, dass Sie alsbald Nachricht von Ihm erhalten werden und darf Sie bitten, dies an die Kompanie weiterzuleiten.
Ich selbst habe Ihren Sohn während der Ausbildung in meiner Abteilung gehabt und Ihn als fleißigen, pflichtbewussten Schüler gesehen. Es war mir auch vergönnt in den ersten Tagen des Einsatzes Ihren Sohn in meiner Kompanie zu haben und höchste Soldatentugend in Ihm verkörpert zu wissen. Am 20.12.1944 war ich, da ich eine anderweitige Verwendung hatte, nicht bei der Kompanie.
Ich bin gerne bereit Ihnen weitere Auskunft zu erteilen und werde auch bemüht bleiben, weitere Ermittlungen anzustellen.
Ich grüße Sie in tiefem Mitgefühl
Ihr ergebener
Otto, Ltn.
Die Übereinstimmung. der vorstehenden Abschrift
mit der Urschrift bescheinigt
Simmersbach, den 24.2.1945
Alfred Reh (⁕29.04 1926) aus Döngeseekops) wurde am 8. Okt. 1946 in der Gemarkung Ammerschweiler tot aufgefunden, er ruht auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Bergheim
Alfred Reh wurde am 8. Okt. 1946, er war erst 20 Jahre alt, in der Gemarkung Ammerschweiler, Elsass, tot aufgefunden.

Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 6/1947
Simmersbach, den 4. Juni 1947
Der Alfred Reg, Landwirtschaftslehrling, evangelisch, wohnhaft in Simmersbach, ist am 8. Oktober 1946 ist in der in der Gemarkung Ammerschweiler tot aufgefunden worden.
Der Verstorbene war geboren am 29. April 1926 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr.6/1926)
Vater: Karl Reh II., Landwirt, wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Anna Reh geborene Herrmann, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Der Beruf, die Religion, das Geburtsstandesamt, der Familienstand sowie die Personalien der Eltern sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen worden.
Eingetragen auf schriftliche Anzeige und Bestätigung des Victor Brendel aus Ammerschweiler bei Colmar im Ober Elsass erklärte auf Grund einer Bestätigung,daß er den Alfred Reh im Gewann Sommerberg bei Ammerschweiler aufgefunden und an derselben Stelle beerdigt hat
Simmersbach den 8.1.1948
Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: Gefallen
Alfred Reh ruht auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Bergheim (franz. Gem. im Département Haut-Rhin, Region Grand Est), auf dem 5.308 im Zweiten Weltkrieg gefallene deutsche Soldaten begraben sind, die in der Zeit von 1970–1975 aus mehr als 225 Gemeinden des Oberelsass auf diesen Soldatenfriedhof umgebettet wurden. Sein Grab befindet sich in der Endgrablage: Block 2 Reihe 27 Grab 1448 Sein Name und die persönlichen Daten von Alfred Reh sind auch im Gedenkbuch der Kriegsgräberstätte verzeichnet.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister Nr. 6 / 1926
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1924
Sterbenebenregister Nr. 6 / 1947

 

 

 

Emil Geil

Weitere Angaben zur Familie von Emil Geil:
Siehe unter Otto Geil, der am 3. Okt. 1941 im Feldlazarett 176 (mot) Krutzen, Unternehmen „Barbarossa“, gestorben ist.
Emil Geil wird am 10. Januar 1926 als zweites Kind der Eheleute Wilhelm Gei und der Hebamme Anna Geil geb. Rein in Simmersbach geboren und besucht wie alle Simmersbacher Kinder die ortsansässige Volksschule.
Nach Abschluss seiner Schulzeit erlernt er den Beruf des Frisörs, dem er nach Beendigung der Lehre bis zu seiner Einberufung in den Wehrdienst ausübt.
Emil Geil ist am 26. Juli 1947 im französischen Dépôt de Prisonniers de Guerre No. 184 bei SouIac-sur-Mer, nordwestlich von Bordeaux, im Département Gironde in der Region Nouvelle-Aquitaine bei einem Badeunfall gestorben. Das Gefangenenlager liegt auf der Halbinsel westlich der Gironde-Mündung, im Médoc, an der Atlantik-Küste.
Standesamt Simmersbach, Sterbenebenregister 1/1948

Simmersbach, den 4. Februar 1948

Der Friseur Emil Geil wohnhaft in Simmersbach, ist am 26. Juli 1948 um 13 Uhr 45 Minuten gestorben.
Der Verstorbene war geboren am 14. Januar 1926 in Simmersbach (Standesamt Simmersbach Nr. 1/1926)
Vater: Hüttenarbeiter Wilhelm Geil, zuletzt wohnhaft in Simmersbach
Mutter: Anna Geil, geborene Rein, wohnhaft in Simmersbach
Der Verstorbene war nicht verheiratet.
Eingetragen auf eidesstattliche Erklärung des kaufm. Angestellten Helmut Schülke aus Premmitz, Kreis Westfalen, Bahnhofstraße 7. Helmut Schülke war mit Emil Geil in französischer Gefangenschaft.
Die Personalien der Eltern sind auf Grund der Ermittlungen des Standesbeamten eingetragen
Simmersbach, den 4. Februar 1948, Der Standesbeamte Heinzel
Todesursache: Herzschlag beim Baden
Er ruht auf der Kriegsgräberstätte in Berneuil, Endgrablage: Block 7 Reihe 18 Grab 685,
Sein Name sowie die persönlichen Daten sind in einem Gedenkbuch verzeichnet. Dieser Friedhof für die deutschen Kriegstoten in Südwestfrankreich und ist ein Mahnmal für die Sinnlosigkeit des Zweiten Weltkriegs. Der Friedhof liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Berneuil, ungefähr zehn Kilometer südlich der Stadt Saintes im Département Charente-Maritime.

Quelle Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.
LAGIS HESSEN, Standesamt Simmersbach
Geburtsnebenregister 13 / 1913, 14 / 1914, 10 / 1916, 1 / 1926
Heiratsnebenregister Nr. 2 / 1912, 5 / 1922
Heiratsnebenregister des Standesamtes Ernsthausen Nr. 4 / 1940
Sterbenebenregister Nr. 4 / 1942, 9 / 1946, 1/1948
Private Akten, Urkunden, Briefe, Fotos, etc. von Kerstin Roth

 

 

Mahnmal und Kriegsende

Auf dem Mahnmal, das vor der Katharinenkirche zu Simmersbach stand und an dem für die Opfer des 1. und 2. Weltkrieges die gefallenen und vermissten Männer beider Weltkriege verzeichnet waren. Das Mahnmal musste aus „baulichen“ Gründen abgebaut werden. Die Namen sind jetzt an 2 Gedenktafeln an der Friedhofshalle verzeichnet.
Im 1. Weltkrieg sind 31 Soldaten gefallen und
6 Soldaten vermisst,
Diesen Krieg mussten 37 junge Männer, Ehemänner oder Väter mit Ihrem Leben bezahlen
Im 2. Weltkrieg sind 45 Soldaten gefallen
14 Soldaten vermisst
9 Soldaten sind außerdem vermisst oder gefallen, die in Simmersbach geboren sind oder dort lebten und nicht auf den Gedenktafeln aufgeführt wurden.
Der 2. Weltkrieg in Europa endet mit der Kapitulation Deutschlands am 8. Mai 1945 in Berlin- Karlshorst. Der 2. Weltkrieg hat Simmersbach hart getroffen, denn es verloren, 68 junge Männer, Ehemänner und Väter ihr Leben.

Für die beiden Weltkriege haben 99 junge Männer aus zwei Generationen ihr Leben gelassen.
Dies alles geht aus den Sterbenebenregister des Standesamtes Simmersbach, den Unterlagen des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. sowie persönlichen Unterlagen der Angehörigen hervor.

Kriegsende
Die Gemeinde Simmersbach hatte Kriegsbeginn 735 Einwohner. Es wurden, seit das Deutsche Reich am 16. März 1935, entgegen dem Versailler Vertrag, die allgemeine Wehrpflicht einführte, 184 Männer Dienstverpflichtet, das entsprach 25,03 % der Einwohner Simmersbachs
• 184 Personen (25,03 %) der Simmersbacher wurden von 1939 bis 1945 dienstverpflichtet
• 45 Soldaten (24,4 %) sind gefallen
• 14 Soldaten (24,4 %) wurden als vermisst gemeldet
• Insgesamt sind 59 Soldaten (32,06 %) gefallen oder als vermisst gemeldet
• 9 Personen (4,89 %) sind nicht auf der Gedenktafel (Mahnmal) aufgeführt, lebten oder wurden in Simmersbach geboren.
• Insgesamt sind also 68 Personen (36,95 %) gefallen oder als vermisst gemeldet.
• 116 Kriegsteilnehmer kamen, oft lange nach Kriegsende, aus der Gefangenschaft ausgehungert und krank nach Hause.

 

Heimkehrer und Spätheimkehrer

Heimkehrer
Erna Clemens, aus Raue, berichtete in Ihren „Tagebuch über die letzten Kriegstage 1945“, über heimgekehrte Kriegsteilnehmer aus Simmersbach:
11.07.1945 Otto Ciliox (Owerschmitzgenjusts) kommt aus Italien zurück
09.08.1945 Wilhelm Wehn (Weyels)
10.08.1945 Willi Speck (Specks), Ewald Jacobi (Jakowis) und Adalbert Reh (Eintrachts).
17.08.1945 Martin Niebel, der Mann Emma Niebel geb Rein (Felde).
20.08.1945 Oskar Hartmann (Hartmanns)
21.08.1945 Karl Clemens (Deißmanns)
23.08.1945. Emil Wagner (Neumanns, Hessels) hat sich aus Russland gemeldet
25.08.1945 Reinhard Wagner (Wehje) und Herbert Eberbach (Bachs)
26.08.1945. Gustav Wagner (Onnerschmitzgenjusts) hat sich aus Italien gemeldet, Theo Fischer aus Eiershausen hat eine Nachricht von Ihm mitgebracht.
29.08.1945 Oskar Theiß (Schlessaschorems)
30.08.1945 Otto Wagner (Langhennas).
31.08.1945 Albert Wagner (Schusdasch)
Quelle Erna Clemens aus Raue „Tagebuchaufzeichnungen der letzten Kriegstage 1945“

 

Spätheimkehrer
Die letzten beiden Simmersbacher Spätheimkehrer aus russischer Gefangenschaft, die nach Hause kommen sind Emil Wagner (Hessels / Neumanns) im März 1949 und Erich Jacobi (Deiß) Mai 1949.
Im März 1949 kommt Emil Wagner (Hessels Emil / Neumanns) aus russischer Gefangenschaft nach Hause und erhält 50 Mark Heimkehrer-Unterstützung.

 


Dies sind nur Auszüge der Recherche und Gestaltung von Klaus E. Wagner, Schelde-Lahn-Straße 27, 35239 Steffenberg. Herzlichen Dank für die unendlich viele Mühe! Die Inhalte dieser Seiten wurden von ihm mit größter Sorgfalt bearbeitet. Sollte ich trotzdem etwas vergessen, Namen verwechselt oder falsch geschrieben, etwas doppelt aufgeführt haben, bitte ich um Entschuldigung. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Inhalte kann ich jedoch keine Gewähr übernehmen.

Für das „Projekt Gefallenene und Vermisste“ des zweiten Weltkrieges distanziere ich mich entschieden von jeder Form der „Heldenverehrung“ und / oder “Kriegsverherrlichung”!
Die im Text gezeigten Zeichen, Aufnahmen oder Symbole des III. Reiches dienen der staatsbürgerlichen Aufklärung, der Abwehr verfassungswidriger Bestrebungen, der Kunst oder der Wissenschaft, der Forschung oder der Lehre, der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens oder der Geschichte oder ähnlicher Zwecke (§ 86a Abs. 3 i. V. m. § 86 Abs. 3 StGB).
Sollten ich aus irgendeinem Grund durch diese Ausführungen Rechte Dritter oder gesetzliche Bestimmungen verletzt werden, bitte ich um eine Nachricht. Zu Recht beanstandete Elemente werden unverzüglich entfernt.
Bedanken möchte ich mich für die zur Verfügung gestellten Unterlagen, Information, Fotos bei allen Angehörigen und Nachkommen der aufgeführten Personen, jedoch besonders bei „Karles“ Martin Dietrich, der mir Informationen und Unterlagen zur Verfügung stellte sowie bei „Zrusemanns“ Erna Reh geb. Geil, die mir bei der Identifikation von Personen auf Fotos und der “Übersetzung” von Texten in Sütterlin altdeutscher Schrift geholfen hat.



 

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