Dolles Dorf 2010

Simmersbach ist „Dolles Dorf“, Hessen-Fernsehen dreht Beitrag vom 24.06 – 26.06.2010

Horst Reh ließ sein Modellflugzeu fliegen

Horst Reh steuert sicher sein Modellsegelflugzeug durch die Lüfte. Mit einer sanften Landung beendet er den kurzen Schau-Rundflug – Beifall von den Zuschauern und von Jens Kölker und dem Team des Hessen-Fernsehens. Die waren nämlich gestern die Hauptakteure auf dem Modellflugplatz Simmersbach. Für die Serie „Dolles Dorf“ drehten Kölker und sein Team die Flugkünste Reh‘s und filmten noch weitere interessante Simmersbacher: Sie spielen heute Abend die „Hauptrollen“, wenn der Beitrag in der Hessenschau (19.30 Uhr) läuft. Simmersbach wurde am Donnerstagabend aus der Lostrommel für „Dolles Dorf“ gezogen.

Noch am selben Abend setzten die Einwohner des Eschenburger Ortsteils alles in Bewegung. In der Bürgerversammlung im Dorfgemeinschaftshaus über die Abwassergebühren machte die Nachricht von dem Besuch des Fernsehteams schnell die Runde. Die Sitzung wurde abgebrochen, um alles für die Ankunft des HR vorzubereiten und Jens Kölker, Steffen Heyermann, Mayid Sarafi und Jürgen Liebert aus Frankfurt herzlich willkommen zu heißen.

Die kamen aber wesentlich später als geplant: Die Baustelle in Wissenbach stoppte erst einmal die Fahrt – Stau, wie derzeit jeden Tag.

In Simmersbach wurde das sehnlichst erwartete Team dann herzlich empfangen. In dem Dorf hatte man bereits einen Ablaufplan für die Dreharbeiten parat – und das schon seit drei Jahren. Rabea Krämer vom Ortsbeirat hatte ein entsprechendes Papier in der Schublade, das man damals für den „Fall der Fälle“ vorbereitet hatte.

Die Fernsehleute richteten sich fast komplett danach. Lediglich kleine Änderungen wurden vorgenommen. „Wir möchten Simmersbach in seiner Einzigartigkeit zeigen“, sagte Jens Kölker. Und das dürfte gelungen sein.

Gestern Vormittag starteten die Dreharbeiten an der Grundschule. Die Kinder spielten für die Kamera Fußball, angefeuert von vielen Zuschauern.

Von Lätzchen für jedes neue Baby, Modellfliegern und Jubel für den Landgrafen.

Danach ging es weiter zu Irene Giersbach. Ihr schaute Kameramann Steffen Heyermann genau durch das Okular über die Schulter. Giersbach stickt seit zwei Jahren Lätzchen für jedes Neugeborene im Ort. Kölker fand die Idee spitze: „Dieses Dorf hat Zukunft – bei so viel Nachwuchs. Es ist schön zu sehen, wie schon die Jüngsten in die Dorfgemeinschaft integriert werden.“

Simmersbacher sollten Philipp von Hessen begrüßen, so wie 1552, als der Landgraf nach 5-jähriger Gefangenschaft wieder hessischen Boden betrat

Mittags fuhr der ganze Tross dann zum Gelände des MFC. Horst Reh hatte bis Donnerstag 23.30 Uhr seine Mannschaft informiert und organisiert. An der Anlage „Am Hessenwald“ erwarteten gut 20 Simmersbacher das Hessen-Fernsehen, schauten bei den Filmarbeiten zu, wurden selbst aufgenommen und boten den Gästen aus Frankfurt erfrischende Getränke an.

Viel Zeit blieb denen aber nicht. Der Plan war eng gestrickt. Weiter gings zu Philippsbuche. Für die Sequenz an dem historischen Ort, wo vor 458 Jahren Philipp von Hessen nach fünfjährige spanisch-niederländischer Gefangenschaft wieder hessichen Boden betrat, hatte man Scützenhilfe aus Dillenburg

bekommen. Weil kein historisches Kostüm für den Landgrafen-Darsteller Arnim Sandrock da war, lieh man sich kurzerhand das Wilhelm von Oranien-Outfit von Andreas Balzer aus.

Dafür setzte man die Feuerwehr ein. Die fuhr schnell nach Dillenburg ans Landgestüt und holte bei Balzer, der einen Stand bei der „Lebensart“-Messe hat, die Kleider ab. Arnim Sandrock  schlüpfte hinein, stieg auf das deutsche Reitpony „Vien“ von Beatrix Wagner und spielte die Ankunft des Landgrafen an der Philippsbuche nach, jubelnd empfangen von einer Delegation Simmersbacher. Rabea Krämer gab ein Interview zur Geschichte des Philippsbuche.

Anschließend drehte das HR-Team noch in der Kirche. Dort gab der gemischte Chor des Gesangvereins „Liederkranz“ ein Sonderkonzert für das Fernsehen.

Ob Kölker, Heyermann, Liebert und Sarafi danach noch bei der Lebenshilfe waren, soll nicht verraten werden. Dort wollten sie vielleicht noch Rudi Diesner filmen. Es ist bekannt durch seine bunten Strichmännchen. Eines davon ziert übrigens Zwei-Euro-Stücke.

Am Vormittag nämlich wollte Rudi noch nicht ins Fernsehen. Ob es am Nachmittag dann doch geklappt hat, kann man heute Abend in der Hessenschau (19.30 Uhr) sehen. Der Beitrag über das „Dolle Dorf“ Simmersbach ist rund fünf Minuten lang.

Dokument-Information: Copyright © mittelhessen.de, erstellt am 25.06.2010

Der Film:   https://youtu.be/Rn4ZCZZPq5o

Für dich vielleicht ebenfalls interessant …