Klähne Chronik voo Simmersbach

Kleine Chronik von Simmersbach

Der Name Simmersbach tauchte erstmals 1323 in den Archiven auf . In der ältesten Urkunde hat der Knappe Heydenreich von Dernbach die Gertrud , genannt Suse von Simmersbach , mit ihrem Manne Gerlach aus der Hörigkeit entlassen , so daß sie sich einen anderen Herren dienbar machen konnte . Der Name simmersbach erscheint in einer weiteren Urkunde aus dem Jahre 1339 , worin durch denGrafen Heinrich von Nassau den Brüdern Arnold und Widerhold von Hohenfels under anderem auch die Zente von Simmersbach zu Lehen gegeben wird . In einem Verzeichnis von Gerichtsleuten und Hörigen des Grafen von Nassau Dillenburg aus dem Jahre 1363 werden auch Simmersbacher (Schreibweise damals Symmersbach ) aufgeführt , die zu Walldenfels (Tringenstein) gehören .

Simmersbach war damals ein geteiltes Dorf , geteilt zwischen Breidenbach (Hessen) , und Wallenfels (Nassau) . Die Grenzziehung ist in den vorgefundenen Urkunden zwischen beiden Gerichten bez . Ländern , genau festgehalten . Sie verlief fortan auf dem Berg genannt der Staffelböll gerade den Berg herunter nach dem Dorfe Simmersbach zu , durch Ludwig Hen Arnolds Haus in den Born , der im Dorfe steht , forther den Berg hinauf auf den Kirnbach nach den (?) bis auf den Rotlaub auf Zenglers Kreutz .Man kann sich angesichts heutiger Grenzziehungen durch Länder und Orte sicher vorstellen , daß auch die damaligen Grenzen zu Reibereien geführt haben werden . In der Chronik wird vermeldet, daß nach harten Auseinandersetzungen die Herren von Dernbach diesseits der Grenze belegenen Rechte und Besitzngen an den Grafen von Nassau Dillenburg abtreten mußten . Die Teilung des Dorfes hat um 1530 ein Ende gefunden , als die von Breidenbach unter dem Schutze Hessens den nassauischen Teil des Ortes an sich zogen .

Die Kirche

Die Kirchenbücher beginnen unter Pfarrer Christoph Clemens im Jahre 1627 . Was voher geschrieben wurde ging durch Brand verloren . Nach einer Visitation wurde 1628 das Dorf Roth der „armen Pfarrei Simmersbach“ zugeteilt . Johann Christoph Clemens hielt dort am 17.12.1630 seine Antrittspredigt . Roth pfarrte vorher nachOberhölen . 1626 starben in Simmersbach an der Pest u. a. der Pfarrer Nikolaus Clemens , seine Ehefrau und sein 2jähriger Sohn . Johann Christoph (sein Sohn) wurde sein Nachfolger . Am 02.04.1667 brannte das Pfarrhaus , von einer Bergmannsfrau angesteckt , von oben her ab . Im selben Jahr baute Pfarrer Clemens ein eigenes Haus , das noch vorhandene Pärrnermannshaus (Pfarrmannshaus) . Pfarrer Johann Christoph Clemens kehret von einem Gang am 16.11.1671 nach Eibelshausen nich mehr zurück . Tags darauf wurde er tot aufgefunden . in der Dunkelheit war er von dem damals schlechten Fahrweg zwischen Eibelshausen und Simmersbach abgekommen und in der sumpfigen Struth umgekommen . Herr Christoph Clemens , gewesener Pfarrer von Simmersbach , ist den 21.11.1671 im Alter von 65 Jahren zu Simmersbach zu Erden bestattet worden .

Die Schule

Die Einführung der Dorfschule ging nach der Reformatio von der Kirche aus . Die Synode von Hamberg 1526 forderte bereits die Einführung von Knaben- und Mädchenschulen . Auch die Schulreform 1668/69 brachte keine wesentlichen Fortschritte . Die Armut des Hinterlandes , auch daß viele Eltern ihre Kinder statt der Mägde und Knechtr brauchten , ließen keine rechtes Leben in den Schulbetrieb kommen . Viele Dörfer u.a. auch die des Breidenbacher Grundes , hatten zu dieser Zeit noch keinen eigenen Lehrer und unterrichteten nur im Winter . Bis 1703 lag in Simmersbach für den Lehrer noch keine Bestallung vor . Es war indieser Zeit zwischen ihm und dem Opfermann zu Zwiespalten bei Hochzeiten , beimLeuten und bei Kindtaufen gekommen . bisher bekam der Lehrer nur des Essen reihum im Dorf und jedem Kind von 8. bis 13. Lebensjahr für die Sommer- und Winterschule 20 Albus . 1703 wurde ihm weiter zugestanden : Je Haus ½ Meste Korn , ½ Meste Hafer,

1 Laib Brot für eine Taufe , 2 Laib Brot für eine Konfermaton und vom Singen und Leuten 1 Tag beim Hochzeitsmahl , „wie andere Gäste traktiert und gehalten ….“ . Außerden bekam er aus Zinsen 5 Florin 30 Albus . Dieses soll bis auf ewige Zeiten gehalten werden . Einen Namen machte sich der 1805 im Simmersbach amtierende Pfarrer Soldan als Verfasser eines ausgezeichneten Handbuches für den Lehrer .

Der Staffelböll

Zweifellos ist der Staffelböll anders als seine Nachbarn und das mag wohl der Hauptgrund dafür sein , daß er den Wanderer besonders reizt . Die Kuppe des Berges ist nur mäßig bestanden von einzelnen Wettertannen und Lärchen , die über die Wachholderbüche trotzig hiweg ragen . Hier und da reckt ein vom Wetterstrahl getroffener Stamm seine altersgrauen Arme zum Firmament . Der in verhältnismäßig großem Umkreis flache Gipfel – übrigens ein tiogonometrischer Punkt – heißt im Volksmund das „ Kälbertänzchen“ und die Leute sagen , daß unsere Altvorderen hier der Gottheit geopfert hätten . An Hang nach Simmersbach zu hat eine Stelle den Namen „der heimliche Strauch“ . Dort soll in den Wirren des 30jährigen Krieges eine Zufluchtstätte für das Weibervolk und den Siechen des Dorfes vor durchzuiehendem Kriegsvolk gewesen sein . Zwischen Kälbertänzchen und der Philippsbuche heißt ein Platz die „Goltkaute“ und es sind an dieser Stelle noch Schürfstellen sichbar .

Die Philippsbuche

An der Westgrenze des ehemaligen Landkreises Biedenkopf am Staffelböll , nicht weit von der Abzweigung der nassauischen Strecke Siegen – Dillenburg von dem Weg nach Marburg , der sich noch heute als Feldweg durch die Simmersbacher Gemarkung nach Oberhörlen hinzieht , da wo sich dem Wanderer , der von Westen herkommt , zuerst ein Blich ins Hessenland auftut , stand eine über 400 Jahre alte Buche . Treue Untertanen Philipps des Großmütigen pflanzten einen Baum an der Stelle , an dem am 10.09.1552 ihr Landgrf nach fünfjähriger Gefangenschaft wieder als freier Mann hessischen Boden betrat .Die Buche und der Gedenkstein , die hier standen , waren allmählich demZahn der Zeit zum Opfer gefallen . An ihrer Stelle wurden anläßlich der 400 Jahrfeier , am 10.09.1952 , zum Gedenken an die Heimkehr des Landgrafen ein Sämling der alten Buche frisch gepflanzt und die Gedenkstätte neu gestaltet . Die Simmersbacher Bürger feierten ein großes Fest und spieltn die Heimkehr des Langrafen vor einem großen Publikum.

In den harten Kämpfen Karls V. mit den protestntischen deutschen Fürsten war im Schmalkaldischen Krieg der Sache der Reformaton ein schwerer Schlag versetzt worden . Durch den Verrat des Moritz von Sachsen war Kurfürst Johann Friedrich von Sachen in die Hand des Kaisers gefallen . Die Lutherstadt Wittenberg trug eine kaiserliche Besatzung . Landgraf Philipp von Hessen fühlte sich und sein Land bedroht und unterwarf sich dehalb dem Kaise auf der Moritzburg zu Halle . Bei dem nachfolgenden Abendessen im Quatier des Herzogs von Alba wurde er gefangengenommen . Der Kaiser schleppte ihn zuerst mit sich auf seinen Wegen in Süddeutschland und am Rhein und ließ ihn dann in den Niederlande , in oudenarde und Mechelen einkerkern . von seinem Gefängnis aus gab Philipp seinen Söhnen und Beamten Ratschläge und Anweisungen zur Landesregierung , immer voll wacher Sorge um Hessen .

An den Versuch , ihn zu befreien und seinem Land wieder zuzuführen , war auch ein Biedenkopfer Bürger beteiligt , Kurt Breidenstein . Er hielt sich als Kaufmann in den Niederlanden auf und bereitete gemeinsam mit seinem Landsmann , den Zeugmeister Rommel aus Kassel , die Flucht des Landgrafen vor . Alles war aufs Beste in die Wege geleitet , die Pferde standen von Mecheln bis zur hessischen Grenze bereit , der Landgraf sollte durch ein Pförtchen seines Gefängnisses , die Bloeport , entweichen,

da wurde der Plan eine halbe Stunde vor der Flucht dem wachhabenden Hauptmann gemeldet . Ein Diener des Fürsten hatte einer Person aus Mecheln gegenüber nicht den Mund halten können . Die Verschworenen wurden schwer bestraft , die eingeweihten Dienstboden sofort erstochen oder später gehenkt . Kurt Breitenstein gelang es zu fliehen . die Haft des Landgrafen wurde verschärt , er durfte keine Briefe mehr absenden , er kam in einen Kerker von nur 3,5 m Länge , diie Fenster wurden acht Monate lang vernagelt .

Da wandte sich das Kriegsglück . Karl V von den evangelischen Fürsten zu Insbruck in die Enge getrieben , mußte im Passauer Vertrag Frieden schließen und Philipp frei lassen . Graf Wilhelm der Reiche von Nassau eilte ihm von Dillenburg nach Siegen entgegen , beherbergte ihn die lrtzte Nacht vor der Heimkehr dort auf seiner Burg und brachte ihn dann nach Ewersbach . Mit einem Ehrengeleit von 300 spanischen Reitern näherte Philipp sich der Grenze seines Landes . Auf der Höhe des Staffelböll erwarteten ihn seine Söhne , seine getreuen Räte und die Bauern der Umliegenden Dörfer und bereiteten ihm einen bewegten Empfang .

Der 47 jährige Fürst war in Sorge und Leid der Gefangenschaft gealtert und ergraut . An der Stelle , wo er vom Pferde sprang , und die Seinen zu grüßen , wo seinen Fuß hessischen Boden betrat , steht heute die Phillipsbuche . Die Simmersbacher Bürger pflanzten sie wenige Jahre nach dem Empfang . Der Platz unter der Buche ist würdig gestaltet . Eine Gedenkplatte erinnert das Volk an den tiefergreifenden Tag . Auf dem schlichten Steinrund , das den Platz umschließt , steht der Spruch den Philipp über seine Verteidigungsschrift an den Kaiser setzte : „ Des Herren Worte bleibet in Ewigkeit “. Der Landgraf ewies sich seinen getreuen Hessen gegenüber dankbar . Kurt Breidenstein wurde am 27.05.1557 mit dem Hof Roßbach belehnt . Er erhielt außerdem die Erlaubnis , tausend in Hessen gekaufte Kleider zollfrei auszuführn . Später wirkte der fähige Mann als Amtmann in Battenberg und Gießen . Die Fürsorge für die Landeskinder spricht aus Philipps Worte :„ Die Unterwürfigen schonen , die Stolzen begriegen“. Die Hinterlände waren zum großen Teil seine Leibeigenen . In der harten Zeit der Bauenkriege 1525 hat sich in Hessen kein Bauer gegen den Landgrafen erhoben , nur die Städter wurden unruhig . Landgraf und Volk fühlten sich zusammengehörig .

Die sieben Kreuze

Unauffällig , oft in Siedlungen versteckt , im Feld begraben oder im Walde verwuchert , wahrt das Hinterland eine Reihe von Denkmälern , die von der Vergangenheit erzählen . Ein solches merkwürdiges Denkmal liegt bei Simmersbach , nicht weit vom Schützenhaus , da wo der Weg nach Oberhörlen in den Wald einbiegt und die Gemarkung beider Orte sich berühren . Der alte Höhenweg von Siegen nach Marburg führt als Feldweg durchs Gelände . Das Streitwasser fließt vorüber . Links von der Straße , an der Lay , hinter dem Schützenhaus befindet sich ein Steinbruch . Oberhalb desselben sind auf einem Schieferfelsen im Walde Kreuze eingeritzt . Der Fels steht genau auf der Gemarkungsgrenze , die Keuze zeigen nach Oberhörlen hin . Sie werden noch heute von den Bewohnern des Dorfes mit abergläubischer Scheu betrachtet . Vielleicht sind es Grenzmale , vielleicht auch Sühnekreuze . Die Sage berichtet , vor vielen hundert Jahren sei ein Salzmann die Höhenstraße gezogen , begleitet von einem Esel , der die kostbare Salzlast trug . An der Lay überfielen ihn siben Räuber , die ihn beraubten und halbtot schlugen . Zur Mahnung an diese Freveltat seien die sieben Kreuze eingemeißelt worden .

Zenglers Kreuz und Weigelsborn

Auf dem alten , von Nassau und von Hessen vorgenommenen Grenzzug spiete das Zenglers Kreuz oben auf der Höhe des Hornbergs bei Simmersbach von 1530 bis1668 , bis zur endgültigen Grenzregelung , eine wichtige Rolle . Hier war die Stelle , wo sich die Wege schneiden , das heißt :wo die Hessen ihren Grenzgang , vom Schelder Wald kommend , in Richtung Eibelshausen , Dietzhölze und Manderbach fortsetzten , währen die nassauischen Untertanen den Landzug mitten durch den Weiglsborn in Simmersbach und Wieter über den Staffelböll , das Mausköpfchen unter dem Hessenwald her duchführten, erstam Dreibeinigen Stuhl über Achenbach , an der gemeinsamen Grenze mit Wittgenstein , trafen die beiden Grenzanspruchlinien wieder zusammen . Noch heute ist das Zenklers Kreuz als Flurname in Simmersbach gebräuchlich . Auch die lage des Weigelsborns kennt man noch , oberhalb der Kirche und des früheren Friedhofs trifft ein Seienweg auf die Hauptstraße , an dessen Einmündung dieser Brunnen stand (gegenüber dem Backhaus , auf dem heutigem Hof von Döngeschäfers). Vor kurzer Zeit erst ist er den Straßenbaumaßnahmen zum Opfer gefallen .

Eine Urkunde im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden aus dem Jahr 1439 gibt uns Aufschlüsse über die Entstehung beider Flur- bzw. Ortsbezeichungen , die von Simmersbacher Personennamen abgeleitet woden sind . Graf Johann von Nassau schlichtete einen Erbstriet über Grundstücke innerhalb des nassauischen Teils dieses Dorfes , aus dem die näheren Umstände hervorgehen .

Graf Johann vonNassau und zu Vianden gibt bekannt , daß siet langer Zeit Zwietracht geherrscht hat zwieschen Hermann Zwingkeler oder Zinkeler von Simmersbach einerseits und des alten Hamels Kindern auf der anderen Seite . Beide parteien sind deswegen vor Gericht gewesen , doch mit dem Urteilsspruch des Lixfelder Gerichts unter dem Vorsitz des Ritters Hermann Riedesel sind sie nicht einverstanden gewesen . Darum haben sie sich nun an den Grafen von Nassau gewand , und zwar Hermann Zingkeler mit einer Vollmacht auch für seine Miterben sowie die Hamels Kinder mit ihren Erben , von denen jedoch Thielmanns Henne wegen seines kranken Weibes nicht in Dillenburg erscheinen konnte , auch Weigels Hennes Bruder war „ von Sterbens halber , so jetztunder leider auf Erden ist “ ( Pest ) und aus anderen Ursachen nicht persönlich anwesend . Beide Parteien geben den festen Willen zu erkennen , den Zank ein Ende zu machen . Sie brachten deshalb Freunde mit , die als Ratleute oder Schlichter tätig werden sollten . Ratleute Hermann Zingkelers waren Weigand von Eiershausen und Contze von Hörlen , und Hamels Kinder hatten des Arnold Rode von Hirzenhein sowie Ludwig Junkervon Hörlen als Ratleute bei sich . Diese vier Ratleute machten untereinander aus , daß beide Parteien an die von ihnen zu beschließende Schlichtunggebunden sein sollten und sie setzten eine Strafe von 30 Mark Herborner Währungaus , die jeder bezahlen sollte , der den Vertrag nicht einhalten würde . Von einem eventuellen Bußgeld sollten dem Grafen von Nassau 20 Mark zustehen , die restlichen 10 Mark waren unter den Ratleuten aufzuteilen .

Nun legten die Parteien alle ihre Unterlagen , Urkunden und sonstigen Beweismittel vor , die sich in ihren Händen befanden sowie die bisher ergangenen Gerichtsurteile . Die Ratleute erklärten alle Urteile als ungültig (für machtlos und tot ) , so daß sich zukünftig keine Partei mehr auf einen früheren Spruch berufen dürfe . Danach einigten sie sich auf folgende Schlichtung : Alle Güter und Erbstücke des „ alten Artze “ von Simmersbach , des Großvaters von Hamels Kinder , hat bisher sein Sohn Hermann Hamel zur Hälfte besessen und gebrauch . Diese Hälfte soll ausnahmslos auf Hermann Zingkler übertragen , so wie das Gut gelegen oder benannt ist , es sei Eigengut oder Lehengut , Haus , Hof , Äcker , Wiesen , Holz , Feld , Wald oder Weide . zingkeler hat danach diese Hälfte mit seinen Miterben gleichmäßig aufzuteilen , und die Übergabe soll bis zum Tag von Petri Stuhlfeier geschehen sein . Bei dieser Erbteilungerhielt Zingkeler die Beholzung auf dem Hornberg , die man sietdem „ Zinklers Kreutz“ nennt . Wennjemand Äcker gemistet oder Besserung darauf gebracht hat , soll man ihn in landesüblicher Weise entschädigen . Und weil Hermann Zingkeler wegen des Prozesses zu Unrecht viel Schaden gehabt hat , sollen ihm die Hamels Kinder bis zum Walpurgistag als Ausgleich 5 Gulden bezahlen , damit soll er zufrieden sein und keine weiteren Forderungen erheben . Über den Empfang der fünf Gulden hat er eine Qittung auszustellen , in welcher zu bestätigen ist , daß er auf darüber hinaus gehende Ansprüche verzichtet . Die Urkunde wird unterschrieben und den Parteien und den Ratleuten sowie den anwesenden Zeugen vorgelegt . Am Mittwoch , den Tag „unserer lieben Frauen“ des Jahres 1439 , läßt Graf Johann von Nassau den Vertrag mitseinem Siegel versehen . NUR KURZE Zeit später , im Jahre 1444 , wird der in dieser Erbangelegenheit mitgenannte Henne Weigel von Simmersbach anläßlich eines Grenzganges überdie Jagd- und Fischereirechte befragt . Er sagte aus: im Wasser , die Simmersbach genannt , gehöre die Fischerei den Grafen von Nassau von der Rommelsmühle an der Dietzhölze bei Eibelshausen dis herauf , „in seinen Born , wo die Linde gestanden habe“ .

Das Streitwasser

Das Streiwasser fließt von der Höhe aus einmal nach Oberdieten und einmal nach Simmersbach . Da die Simmersbacher Bauern , sowie der Müller aus Oberdieten auf das Wasser angewiesen waren , wude dieses nachts oft von der einenen oder der anderen Partei umgeleitet , was zu heftigen Ausermandersetzungen fühte . Die Straße auf der Höhe heißt heute noch „das Streitwasser“.

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