Die 7 Kreuze

Die sieben Kreuze von Simmersbach

Unauffällig, oft in Siedlungen versteckt, im Feld begraben oder im Walde verwuchert, wahrt das Hinterland eine Reihe von Denkmälern, die von seiner Vergangenheit erzählen. Ein solches merkwürdiges Denkmal liegt bei Simmersbach, nicht weit vom Schützenhaus, da wo der Weg nach Oberhörlen in den Wald einbiegt und die Gemarkungen beider Orte sich berühren. Der alte Höhenweg von Siegen noch Marburg führt als Feldweg durchs Gelände. Das Streitwasser fließt vorüber. Links von der Straße, an der Lay, hinter dem Schützenhaus befindet sich ein Steinbruch. Oberhalb desselben sind auf einem Schieferfelsen im Walde Kreuze eingeritzt. Der Fels steht genau auf der Gemarkungsgrenze; die Kreuze zeigen nach Oberhörlen hin. Sie werden noch heute von den Bewohnern des Dorfes mit abergläubischer Scheu betrachtet. Vielleicht sind es Grenzmole, vielleicht auch Sühnekreuze. Die Sage berichtet, vor vielen hundert Jahren sei ein Salzmann die Höhenstraße gezogen, begleitet von einem Esel, der die kostbare Salzlast trug. An der Lay überfielen ihn sieben Räuber, die ihn beraubten und halbtot schlugen. Zur Mahnung an diese Freveltat seien die sieben Kreuze eingemeißelt worden.

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Die sieben Kreuze (DZ 1952)

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